Wie Strom gelb wurde – Dr. Juliane Apel, Head of Brand & Research | Yello Strom

Shownotes

In dieser Episode spreche ich mit Juliane Apel darüber, wie aus dem Anbieter eines unsichtbaren Produkts in einer Low-Interest Kategorie eine der bekanntesten Marken Deutschlands wurde. Gemeinsam tauchen wir ein in die Geschichte von Yello Strom, diskutieren, wie multisensorische Markencodes funktionieren und warum konsequente Markenführung gerade in einem Commodity-Markt den Unterschied macht.

Wir beleuchten, wie Design, Kultur und Mut zum Anderssein die Marke prägen und was andere Branchen davon lernen können.

Yello Strom

Scalable Capital OoH Kampagne

Stefan Sagmeister – Why Beauty Matters

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00:00:06: Willkommen bei einer neuen Episode von Markenkraft.

00:00:09: Für alle die von Marken fasziniert und für ihr Wohlergehen verantwortlich sind.

00:00:22: Strom kann man nicht anfassen, nicht riechen, nicht schmecken!

00:00:26: Und wenn man ihn tatsächlich mal spürt ist das in der Regel kein gutes Zeichen.

00:00:31: Trotzdem hat es eine Marke geschafft aus diesem unsichtbaren intangibem Produkt eine der bekanntesten Energiemarken Deutschlands zu bauen mit Gelb, mit Haltung und mit einer Frechheit, die sich keiner in der Branche bis dahin getraut hat.

00:00:47: Aber wie führt man eine Marke, die kein Produkt hat?

00:00:50: Dass man Probe fahren kann?

00:00:52: Wie misst man ob das was man tut auch wirklich wirkt?

00:00:56: Und wie sorgt man dafür dass die Marke nicht nur auf Plakaten sichtbar sondern in jedem Kundenkontakt jeder App-Interaktion, jedem Service Moment erlebbar wird?

00:01:07: Mein Name ist Olaf Hartmann und ich spreche heute mit Juliane Apel.

00:01:11: Juliane ist nach Stationen auf Agenturseite heute Leiterin Marke Kampagne und Marktforschung bei Yellow.

00:01:17: Und vereint damit etwas Seltenes, sie verantwortet Markenstrategie und Marktforschungen in Personalunion.

00:01:23: Das klingt nach einem Detail ist aber ein großer Unterschied Denn Juliane entwickelt die Markenstätige nicht nur Sie überprüft sie auch.

00:01:31: Sie baut nicht nur Kampagnen, sie misst deren Wirkung!

00:01:34: Und sie trifft Entscheidungen nicht nur nach Bauchgefühl Aber auch nicht nach Daten allein.

00:01:40: Wir sprechen heute über twenty-fünf Jahre Markengeschichte, welche Rolle eine multisensorische Brand Experience für ein intangibles Produkt spielt und wie eine starke Marke hilft um sicher durch einen hoch volatilen Markt zu segeln.

00:01:54: Herzlich willkommen bei Markenkraft Juliane!

00:01:56: Schön dass du da bist.

00:01:58: Ja herzlich Willkommen.

00:01:59: ich freue mich.

00:02:00: Du bist heute CMO oder wie ich gerade den richtigen Titel genannt hat Leiterin Marke eines Energieversorgers und das ist ja nicht unbedingt der Berufswunsch, den man in der Grundschule auf dem Zettel krizelt wenn die Lehrerin fragt was man später denn mal machen möchte.

00:02:18: Wie bist du dahin gekommen?

00:02:19: Wie bist zu dem geworden wie du heute bist und was hat dich dabei besonders geprägt?

00:02:27: Ja also ich glaube ein Thema hat sich bei mir schon relativ früh gezeigt und es war einfach das große Interesse an kreativen Themen an dem kreativen Arbeiten, also ich habe eigentlich schon immer gerne mir Dinge ausgedacht und mich ausgedrückt.

00:02:44: Sei es jetzt irgendwie durchschreiben, durchmalen, durch Schauspielen, durch Theatergeschichten machen... Und das war eigentlich auch so ein bisschen für mich der Einstieg,

00:02:55: d.h.,

00:02:56: es ging für mich gar nicht um Marken und um Geschäft machen oder Marketing, wie du schon sagst.

00:03:00: Dass es nicht sonst noch sich als Kind vorstellt sondern ich wollte immer kreativ arbeiten und ich wollte eigentlich auch Kommunikation machen.

00:03:08: das hat sich dann relativ schnell ausgestellt.

00:03:13: Und du warst also wirklich in der darstellenden Kunst aktiv?

00:03:17: Also was hast Du gemacht?

00:03:20: Genau!

00:03:20: Ich war in diversen Theatergruppen aktiv Stratztheater in meiner Heimatstadt in Braunschweig aktiv.

00:03:27: Das war auch so eins meiner ersten Stationen, dass ich da in so einem Chor halt mitgesungen habe wo man aber wie ein bisschen singender Statist eigentlich war.

00:03:37: das heißt man war schon auf der Bühne und konnte da auch einen Kostüm an und war eigentlich so an allem drum herum dabei.

00:03:44: was eben im Theater passiert hat die ganzen Abläufe damit bekommen.

00:03:49: Und das hat mich eigentlich dann so in meiner Jugendstunde stark gecatcht, dass ich irgendwie das Gefühl hatte.

00:03:54: Da entsteht irgendwas Magisches wenn man da auf der Bühne ist oder auch dahinter und einfach dieses ganze Werken mitbekommt.

00:04:02: Das hat für mich die Lust an ja eigentlich so der Inszenierung

00:04:06: geweckt.

00:04:07: Ja wollte ich gerade sagen weil man merkt ja auch dann wenn man das hinter der Büne mitbekommen wie viele Menschen damit arbeiten damit nach vorne etwas Konsistentes beim Publikum ankommt Und wie viel da zusammenspielen muss, damit das klappt.

00:04:23: In früherer Gast-Genremie von Matt, der ja jetzt auch Künstler ist ... Der hat was sehr Schönes gesagt.

00:04:28: Er sagt Kunst öffnet Räume!

00:04:31: Aber Marke verdichtet sie?

00:04:34: Die Verbindung die er gesehen hat war beides brauchen Störimpuls als Hingucker.

00:04:38: Etwas was die Aufmerksamkeit zieht.

00:04:41: Kannst du damit etwas anfangen oder hast einen anderen Blick?

00:04:44: also wo siehst Du die Verbindungen zwischen Kunst und Marke?

00:04:49: Naja, ich würde sagen die Verbindung sehe ich eigentlich vor allem in der Form.

00:04:52: Also dass sich natürlich beides ausdrücken will.

00:04:56: also Kunst will sich ausdrücken.

00:04:58: Marke will etwas ausdricken aber Kunst hat natürlich immer schon auch ein bestimmtes Anliegen.

00:05:07: Also Kunst will in der Regel ja auch etwas verändern sichtbar machen auf etwas aufmerksam machen.

00:05:14: Also hat schon immer auch einen inhaltlichen Impuls Während eine Marke natürlich im Kern immer auch langfristig das Ziel hat zu verkaufen.

00:05:23: Und da würde ich natürlich schon den Unterschied sehen, eben wie gesagt nach der Frage was steht denn da wirklich hinter?

00:05:31: Aber wir in der Form können sich natürlich beide durchaus sehr stark ähneln.

00:05:35: Ja aber ist einfach das Ziel ja unterschiedlich, aber beide wollen wirken.

00:05:40: Ich glaube die Kunst lässt die Dinge häufig auch bewusst im Ungefähren So dass es in einem selber entsteht, was immer dann da entsteht.

00:05:49: Und die Marke ist darauf angewiesen auch zielgerichtet das Richtige entstehen zu lassen zumindest so weit man das kontrollieren kann.

00:05:57: und war das auch das erste Geld?

00:05:59: Was du verdient hast am Staatstheater?

00:06:00: oder was war das erste gelt?

00:06:02: weil Du sagst alle verkaufen und da geht's ja im Schluss immer um Geld.

00:06:05: Was war das Erste Geld was du verdiente und wofür hast es ausgegeben?

00:06:10: Genau, also das war auf jeden Fall am Theater.

00:06:14: Das war ja wie so ein Job als Statist halt wirklich man hatte da auch dann regelmäßig seine Proben immer im Abend, neunzehn bis dreinzwanzig Uhr Chorprobe und Kostümprobe usw.

00:06:25: Und das war der erste richtige Job den ich dann auch hatte als Schülerinnen und es hat mir natürlich unheimlich viel Spaß gemacht.

00:06:34: Wofür ich das Geld ausgegeben habe kann ich gar nicht mehr sagen.

00:06:37: Ich habe eigentlich schon immer, zu mir so lange wie ich mich erinnern kann.

00:06:42: Immer sehr viel auch in Veranstaltungen.

00:06:46: Ich will es nicht sagen Weiterentwicklung aber immer wieder auch.

00:06:49: also ich wollte auch Nicht dass ich nur Erlebnisse irgendwie auch schaffen wollte und daran mitarbeiten wollte Sondern ich wollte Auch immer gern Veranstaltung besuchen Seins irgendwie Festivals Konzerte Musikveranstaltung Kino oder natürlich Ausstellungen.

00:07:03: Also das heißt Das war eigentlich so komplett meine Meine Welt, wo mein Geld rein und wieder rausgeflossen ist.

00:07:11: Die Glücksforschung gibt ihr ja recht.

00:07:13: also besser in den Erlebnisse investieren als in Dinge.

00:07:17: Also Erlebnisse die machen durchschnittlich deutlich glücklicher als das Ding.

00:07:22: Das Ding hat dann so einen kurzen Moment jetzt habe ich es und dann ist aber auch schnell wieder vorbei.

00:07:27: Doch stimmte ich erinnere mich, dass ich das auch schon mal gehört habe.

00:07:30: Genau und das würde ich rückwirkend genauso wieder bestätigen.

00:07:34: Kannst du dich denn daran erinnern?

00:07:35: Wann du so mit dem Konzeptmarke... Das ist ja eher etwas was man so wahrnimmt erstmal als Jugendlicher und Kind oder eine Attraktivität.

00:07:43: aber weißt du wo du mit diesem Konzept, dass es ist, was ähnlich wie in der Kunst praktisch ein Ziel sein kann für Inszenierung, dass dann so eine Marke entsteht oder was das ist, wann du das erste Mal damit Kontakt hattest?

00:07:59: So genau könnte ich das jetzt nicht datieren.

00:08:02: Also, ich weiß oder erinnere mich dass durch diese Beschäftigung oder diesen starke Eintauchen immer so in dem kulturellen Bereich, dass sich halt irgendwie dann das Gefühl hatte zunehmend da passiert auch noch mehr draußen also an Trends und Dingen die sich entwickeln es ist nicht nur Kultur dann ja doch auch häufig in einer bestimmten Szene vielleicht auch in Teilen, in elitären Szenen verortet ist.

00:08:33: Je nachdem von welcher Kulturform man da so spricht.

00:08:37: aber ich wollte einfach gerne Dinge auch gestalten die stärker in die Breite gehen, die für mehr Menschen anschlussfähig sind, die von mehr Menschen erlebt werden können.

00:08:50: und darüber kam ich eigentlich ein bisschen überhaupt auf das ganze Thema Kommunikation erst mal Kommunikation vielleicht bis hin zum Marketing.

00:08:59: Aber das war eigentlich so die erste Beschäftigung damit und ich hatte dann ja auch lange überlegt, was mache ich denn jetzt so nach dem Studium?

00:09:05: War dann auch erst am Theater noch beschäftigt als Regieassistentin ein paar Monate und hab dann überlegt Was kann denn jetzt auf so einem Studium sein und habe mich damals für das Designstudium entschieden?

00:09:16: Was ist der erste Impuls in Richtung Wirtschaft?

00:09:22: Dann ja fast schon war.

00:09:23: Und

00:09:24: dann bist du nach dem Studium in Agenturen gegangen?

00:09:28: Also als strategische Planerin...

00:09:30: Genau, genau!

00:09:32: Ich habe auch noch länger studiert als Design und Kommunikationswissenschaft.

00:09:35: Das heißt das war ein gewisser Prozess.

00:09:38: aber gerade in diesem Designstudium was damals auch an der Fachhochschule war, wir waren damals auf den ersten Jahrgang, war klar dieser Impuls dass man versuchte nicht so ein Konzept der Kunsthochschulen vorzusetzen, sondern explizit halt auch an die Wirtschaft anzudocken.

00:09:55: Und ich habe das damals ja in Braunschweig gemacht wo ich auch herkomme und da ist Wolfsburg natürlich auch um die Ecke.

00:10:01: Das heißt, ich erinnere mich dass sich doch einen Großteil dieses Studiums dann auch bei Volkswagen vor Ort verbracht haben oder in diversen Projekten involviert waren vielleicht weil das auch eins zu den ersten Momente, wo ich doch sehr stark etwas mit Marke zu tun hatte.

00:10:16: Ja,

00:10:16: und wenn du jetzt jemanden der nix mit Marke zu tun hat oder aus dem Vertrieb kommt oder sowas?

00:10:21: Wenn du den Marke erklären würdest in paar Sätzen wie würdest du das machen?

00:10:27: Ich würde schon sagen Marke ist ja irgendwie so die Summe all dessen was ich über ein Unternehmen erlebe an allen möglichen Touchpoints sei es jetzt wie bei uns halt einer Hotline in der App an verschiedenen Touchpoints also wie dass halt zusammenfindet.

00:10:40: dieser Gesamteindruck der is natürlich das was Marke Das wird ja häufig auch ein bisschen unterschiedlich auch interpretiert, aber ich würde da schon ganz klar dieses ganzheitliche Verständnis auch

00:10:52: sehen.

00:10:53: Damit bist du ja in der Minderheit noch!

00:10:58: Ja, ich glaube schon dass viele also aus unseren Brand Experience Messungen sehen wir ja das nur zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent der Touchpoints wirklich Werbung sind und Kommunikation.

00:11:07: Und seventy-fünf Prozent der markenprägenden Impulse von anderen Touchpoints kommen, aber wenn du schaust, womit beschäftigt sich das Marketing hauptsächlich aktuell immer noch ist es Kommunikations.

00:11:19: Ja

00:11:19: ich habe da auch immer so ein Schlüsselerlebnis und zwar hat mich auch hier in meinem Aktuellen Unternehmen habe ich auch mal einen Kollegen getroffen, der mich auch gerade als ich hier neu war angesprochen und sagt da kommt ja die Marke.

00:11:31: Und dann dachte ich mir selbst im Kundenservice tätig und dann dachte Ich mir eigentlich bist du viel stärker für die Markenprägung verantwortlich als ich denke die Strategie im Hintergrund vielleicht formuliere.

00:11:42: aber das tatsächliche erleben passiert natürlich genau im Kundenkontakt Und ich glaube, daran entscheidet sich ja natürlich auch wie dann wirklich eine Marke wahrgenommen wird und ob das was wir dann in der Strategie im Hintergrund formulieren.

00:11:55: Dann eben doch wirklich zum Leben erweckt wird oder ob es dann einfach wirklich bloß ne Präsentation bleibt.

00:12:00: Das ist gut!

00:12:01: Wie hast du darauf reagiert?

00:12:02: Hast du ihm dazu etwas gesagt?

00:12:03: oder war das nur etwas was hängen geblieben ist?

00:12:05: und du schaffst später darüber nach?

00:12:06: Es ist ein Hängebeben.

00:12:07: also es ist mittlerweile auch schon durchaus ein paar Jahre her.

00:12:09: aber wie du siehst hat mich dann doch immer weiter beschäftigt weil natürlich habe ich auch ich mehr diese Diese Frage immer wieder gestellt.

00:12:15: Was ist denn Marke?

00:12:16: Wie gucke ich da drauf, wie schafft man, wie grenzt sich dann auch eine Markenstrategie von der Unternehmensstrategies ab?

00:12:23: Ich sagen muss ja!

00:12:24: In Teilen auch gar nicht.

00:12:26: Also in Teilen muss das natürlich auch Hand-in-Hand gehen, aber es gibt natürlich ganz bestimmte Elemente, die dann einfach aus der Marke kommen und manche, die halt aus der Unternehmensstrategie vorgegeben

00:12:36: werden.".

00:12:37: Und ist nicht eigentlich auch die Markenstrategien Transmissionsriemen?

00:12:40: Weil am Schluss so wie Kunden lesen keine Strategiepapiere – und Mitarbeiter auch nicht!

00:12:46: Das heißt, man muss die Dinge ja verdichten Und die Marke hilft dabei, das zu transportieren.

00:12:51: Aber da steigen wir jetzt in unser Kernthema ein.

00:12:54: Nämlich die Marcke, wofür du verantwortlich bist.

00:12:56: Yellow, ne?

00:12:57: Das yellow-Prinzip und ihr seid ja gerade für zwanzig Jahre alt geworden letztes Jahr und Strom ist ja wie gesagt das ultimativ intangible Produkt.

00:13:08: Es gibt über tausend Energieversorger in Deutschland oder du korrigierst mich wenn es zwei Tausend Einhundert sind.

00:13:14: Aber warum wählt man jetzt trotzdem Yellow?

00:13:17: Zum Beispiel, dass wir nur die aktuelle Marken stärken.

00:13:19: Das wird da mal drauf fokussieren.

00:13:21: also was ist denn der Grund, warum man denn Yellow wählt?

00:13:26: Ja, Yellow ist natürlich schon immer eine Marke gewesen.

00:13:29: Der CC ist die twenty-fünf Jahre, die natürlich vor allem auch immer Dinge vereinfacht hat, die Dinge leicht gemacht hat und die Dinge auch für Konsumenten verständlich gemacht hat.

00:13:40: Das ist eigentlich etwas, was uns ja auch damals in der Anfangszeit, ich meine wir sind neun neunzig an den Markt gegangen.

00:13:46: Da wurde ja die Energiemark gerade liberalisiert und da ging es natürlich für viele Menschen überhaupt erstmal darum erstens zu verstehen Ich kann überhaupt den Energieversorger wechseln.

00:13:56: Es war ja vielen vorher gar nicht oder das war ja gar nicht möglich.

00:13:59: Das heißt, man musste überhaupt erst mal Lust darauf machen, dass man da auch woanders hingehen kann.

00:14:04: Häufig entsteht ein Wechsel natürlich auch durch eine Unzufriedenheit.

00:14:07: Das heißt das jemand vielleicht bei seinem Grundversorger irgendwie in Nachzahlung bekommen hat oder irgendwie intransparente Kommunikation oder gar nicht weiß wie wird denn seit Verbrauch da gemessen und dann einfach so einen Impuls hat.

00:14:21: gibt es denn noch was anderes?

00:14:23: Und das haben wir damals aufgegriffen und haben gesagt, ja es gibt Alternativen.

00:14:31: Es gibt diesen leichtfüßigen Moment, es gibt Marken die anders sind, der muss dann auch gerne ein bisschen als Paradiesvogel unter so den grauen Energieriesen bezeichnet oder Rückblicken natürlich.

00:14:43: Das heißt da gibt es halt eine Alternative, die Konsumenten auch ein Stück weit an die Hand nimmt.

00:14:47: also damals war er auch der Konsument kein Konsument sondern wurde eher als Abnehmer Das

00:14:54: Strom

00:14:57: wurde verwaltet.

00:14:59: Ja, und da sind wir ja auch so ein bisschen angetreten als Anwalt des Konsumenten das heißt derjenige der halt Kunden wie gesagt ermächtigt leichter einfacher kommuniziert die Dinge verständlich macht die Dinge erklärt Und dass ist eigentlich so'n Motiv was sich auch die ganzen Jahre auch bei der Marke weiter durchzieht.

00:15:18: also es kam natürlich immer wieder neue Themen hinzu über all die jahre So wie jetzt zum Beispiel das Thema Nachhaltigkeit hat insbesondere auch in den letzten Jahren, was natürlich für das ganze Thema Energiewende maßgeblich relevant ist.

00:15:33: Aber auch hier haben wir versucht die Konsumenten immer auf dieser Reise, die wir selbst durchlaufen haben mitzunehmen – Dinge wie gesagt auch da wieder runterbrechen, komplexe Zusammenhänge zu erklären und zu vereinfachen.

00:15:46: Und jetzt haben wir eigentlich ja schon mal so ein bisschen vor dem nächsten Schritt mit dem ganzen Thema Digitalisierung.

00:15:51: Also, was hat es da mit dem ganzen Thema flexible Tarife auf sich?

00:15:55: Wie gehen wir an den unterschiedlichen Touchpoints damit um?

00:15:58: und auch da versuchen wir eigentlich wieder die Dinge leicht einfach zu machen.

00:16:03: Und auch gern immer mit so einem Tick Spaß zu versehen.

00:16:06: Das ist mir dann natürlich vor allem in der Markenführung sehr wichtig.

00:16:10: Da haken wir später wieder ein.

00:16:12: ich würde jetzt kurz noch ein bisschen in der Vergangenheit weil wir haben hier so einen Publikum von Brand Nerds unsere Branche unsere Branche neigt ja auch zum Vergessen leider.

00:16:23: Und deshalb vergessen wir auch viele gute Dinge.

00:16:26: und deshalb würde ich ganz klar, weil ihr gerade das Jubiläum hattest und du dich auch intensiv damit beschäftigt hast, magst du uns ein bisschen auf eine Reise in die Markenvergangenheit von Yellow?

00:16:35: Wie ist denn Strom überhaupt gelb geworden?

00:16:37: Ja, wie ist es kommen?

00:16:40: Einfach mal so ein bisschen in die Anfänge zurück und auch die Learnings vielleicht auch ausarbeiten.

00:16:46: also wo man sich auch vielleicht vergalopiert hat einfach mal

00:16:49: Ja, gerne.

00:16:51: Du hast das ja gerade schon eingeleitet, dass wir natürlich ein Produkt haben im Kern was wir nicht anfassen können.

00:16:57: Das erinnert sich natürlich aktuell so ein bisschen, dass es natürlich auch angrenzende Produkte gibt wie eine Wallbox oder eine Wärmepumpe

00:17:05: etc.,

00:17:05: die man dann schon live erleben kann.

00:17:08: aber originär im Commodity Bereich ist Strom natürlich nicht anfassbar.

00:17:14: Und das war natürlich auch genau die Markenidee, mit der wir damals an den Start gegangen sind diesen Thema eine Farbe zu geben um es eben sichtbar zu machen.

00:17:26: Und genau so sind wir natürlich damals auch mit der ersten Kampagne, die da ja auch hieß welche Farbe hat eigentlich Strom.

00:17:33: Das war ja auch eine Straßenumfrage wo dann auch Menschen befragt wurden was glaubt ihr denn welche Farbe Strom hat?

00:17:40: Es wurde auch ne Zeit durchgezogen.

00:17:41: parallel wurde natürlich auch super viel mit Autofrom-Währungen gearbeitet.

00:17:44: Das waren

00:17:44: Testimonial Spots.

00:17:47: Wo man wirklich rund gegangen ist in der Fußgängerzone und dann kam der Slogan gelb gut günstig oder umgekehrt Gelbgut günstig.

00:17:58: Guck mal, ich meine, ist immer noch in meinem Kopf...

00:18:02: Ja und das geht auch nicht nur dir so.

00:18:04: also der Claim, der Alte hat tatsächlich eine nicht zu unterschätzen Bekanntheit.

00:18:09: Und ich kann

00:18:10: dir noch was sagen im multisensorischen Markengedechnis seid ihr mit einem quietschenden Marker in meiner Erinnerung und zwar dieses Abhaken, war das glaube ich.

00:18:19: War es im Spotten abhaken genau?

00:18:20: Dieses Geldquit gelb gut günstig und das ist ja sozusagen eine indirekte Haptik weil jeder kennt dieses Quietschen so wenn man da so ein Marker über einen Bord macht Genau und das war super kodiert also war sehr merkwürdig.

00:18:35: Das sehen wir tatsächlich auch immer noch.

00:18:36: Auch dass dieses was genau sagt dieses Quietchen von diesen Von diesen Haken halt auch immer wieder in Marktforschung Dass das immer wieder auch auftaucht und teilweise noch präsent ist Genau, aber erstmal ging es natürlich überhaupt darum wie gesagt dieses Produkt halt mit einer Farbe zu versehen.

00:18:53: Das war natürlich damals auch... also erstens gab es natürlich super wenige Energieversorger die überhaupt am Markt waren und dann war natürlich diese starke Symbol was wir natürlich auch wirklich intensiv nach draußen gebracht haben ja das hat natürlich extrem gut funktioniert und ist natürlich etwas was bis heute einfach weiter verfängt

00:19:14: Und aus der Marktforschung raus habt ihr da praktisch bevor die ganze Distinktiveness Diskussion da begann, habt ihr genau diesen Regeln halt auch Folge geleistet.

00:19:22: Ihr wart distinct.

00:19:23: Ihr habt euch erst mal abgegrenzt von dem restlichen Markt und auf eine andere Weise die leist, die eine komplett austauschbare Leistung kodiert?

00:19:31: Genau!

00:19:32: Es gibt eigentlich auch so zu den ganzen Themen Markenaufbau, weil damals mit einer Düsseldorfer-Agentur zusammengearbeitete ich natürlich nicht in Person aber die damals agierenden Akteure... Wer war das?

00:19:42: Weißt du noch

00:19:44: wer das war?

00:19:45: Bernd Kreuzer.

00:19:46: Ich glaube, das ist Kreuz und Partner oder ich weiß nicht genau wie die Agentur damals hieß aber Bernd Kreuzer war derjenige der das auch entwickelt hat Und dazu gibt es ja auch noch ein Buch halt auch über so die ganze Markenhistorie.

00:19:57: welche fahrbart eigentlich Strom und da werden auch Genau diese Anfänge halt nochmal beschrieben.

00:20:03: und was mich da halt auch immer wieder eigentlich sprachlos macht ist, dass auch die Markenattribute, die wir jetzt immer noch mal wieder uns angucken und neu herleiten.

00:20:15: Dass sie damals schon ursprünglich

00:20:18: fast so

00:20:20: angelegt waren, also dass die Marke optimistisch ist, das es Spaß machen muss, dass sie leicht daherkommen, dass sich auch ein bisschen dicklässig ist Das sind einfach so Elemente.

00:20:33: oder auch wenn man das halt bemerkt, dass Dinge einfach so konstant halt durchgezogen werden und wurden halt über all die Jahre.

00:20:40: Dass es da natürlich funktioniert.

00:20:42: Wie ist das denn gelungen?

00:20:43: Weil das ist ja ein Geheimnis von sehr starken Marken, Plattformen arbeiten, dass sie sich selber treu bleiben und die Innovation eher aus einer markentypischen Innovation heraus spielen.

00:20:56: Das heißt wie David Ogilvid das ist schon gesagt hat if you have nothing new to say you sing it also immer eine neue Form gefunden hat das gleiche eigentlich spürbar zu machen.

00:21:05: aber Wie ist das gelungen genau?

00:21:07: Das war meine Frage.

00:21:08: ja ich glaube das wäre ich ganz natürlich jetzt auch nur vor allem über die letzten Jahre halt bei mir selbst halt beobachten, aber wie ich jetzt rückblickend auch drauf gucke was er hat vorher gemacht wurde ist dass man sich natürlich so seiner Markenrolle sehr bewusst war.

00:21:23: Also welche Rolle nehme ich eigentlich im Markt ein?

00:21:26: Welche nehme ich ja auch zwischen unterschiedlichen Wettbewerbern ein?

00:21:29: Auch wenn es nicht durch den Wett-Bewerber set immer wieder auch wieder ändert.

00:21:33: Aber das ist halt wirklich und ich meine Das ist natürlich auch genau die Idee von markenführung Dass ich eine Persönlichkeit habe, dass ich bestimmten Persönlichkeitsaspekten einfach auch treubleibe, dass es auf der Ebene die Kontinuität gibt.

00:21:49: Also das was ich eben schon sagte immer so ein humoristischer Angang.

00:21:52: Die Dinge immer auch so ein bisschen leicht angehen.

00:21:56: also auch wenn es schwere Themen sind Natürlich wie gesagt das Thema Humor, dann natürlich die Farbe da halt so beizubehalten.

00:22:06: Weil und ich habe ja auch die ganzen Spots mir noch mal angeguckt, die man jetzt zum Beispiel über die letzten fünfzehn-zwanzig Jahre geschaltet hat.

00:22:13: Die sind natürlich durchaus schon sehr unterschiedlich.

00:22:16: Da sind ja auch verschiedenste Testimonials dabei.

00:22:18: Die Stories sind unterschiedlich.

00:22:21: Es war auch nicht so wie das ja heute, dass sich irgendwie digitale Kommunikation auch ein bisschen immer wieder eigentlich fortsetzt.

00:22:27: Das waren ja schon für sich ganz klar abgeschlossene Kampagnen die da eine Zeit im Fernsehen liefen und dann wieder offline genommen wurden.

00:22:35: Und da entschied einfach wirklich halt die Markenrolle aus meiner Sicht.

00:22:41: Und ich muss noch mal nachfragen weil trotzdem ist es was du gerade beschrieben hast, das ist so was Kulturelles.

00:22:49: Das heißt diese Kultur ist stabil geblieben, dieses Selbstverständnis ist stabilgeblieben und es gelingt ja nicht jeder Marke.

00:22:55: Da kommen ja immer dann auch Veränderungen die Neomanie, wir müssen mal etwas Neues machen und das sind jetzt die falschen Werte.

00:23:03: Und ihr seid ja eine Tochtergesellschaft von BNBW und das erzeugt Druck, so sagen und da nur so Nummer reingespürt.

00:23:13: Siehst du da etwas?

00:23:15: Ist das dann die einmal gewachsene Kultur, die sich grundsätzlich stabil gezeigt hat gegen Störungen oder Ansprüche an Veränderung?

00:23:23: Oder gibt es noch einen anderen Faktor den für die höhere Welt wertvoll ist zu vielleicht mal zu hören wie das gelingen kann?

00:23:31: Ja also ich glaube natürlich sagen wir mal in puncto Kampagnen gibt es natürlich schon auch, dass man vielleicht sagen kann.

00:23:38: Vielleicht sind wir hier und da mal zu weit von unserem eigentlichen Kern abgerückt?

00:23:42: Vielleicht hätten wir da ein bisschen näher dranbleiben können.

00:23:45: also solche Momente gab's natürlich schon und die habe ich jetzt auch in meiner eigenen Arbeit so wenn ich zurückgucke was ich vielleicht nochmal anders machen würde.

00:23:53: aber ich glaube das wichtige ist halt, dass sich nicht von seinem Umfeld zu sehr beeinflussen lässt indem wer man selbst sein will und wie man halt auf die Dinge guckt Sondern dass man die Veränderung, und das ist gerade angesprochen mit dem Thema NBW.

00:24:07: Die NBV ist natürlich auch im Markenaufbau und ist natürlich dabei große Kampagnen zu fahren.

00:24:13: Und natürlich stimmen wir uns da ab und sprechen uns dazu ab wie was macht ihr?

00:24:18: Was macht jetzt eine Yellow?

00:24:21: Wer übernimmt welche Rolle in einem Marktangang?

00:24:26: Aber dass man da nicht sagt, da wechseln wir jetzt komplett die Seiten, dann nehmen Werden wir jetzt jemand ganz anderes?

00:24:33: Ich glaube, dass das auch sehr stark damit zu tun hat.

00:24:37: Dass man auch so einen kulturellen Kern vielleicht auch wirklich im Unternehmen hat.

00:24:41: also Wir haben auch sehr viele durchaus auch sehr viel Mitarbeiter die auch schon lange dabei sind.

00:24:45: Also ich habe es selbst auch bei mir im Team verschiedene Leute Die auch wirklich seit fast an Beginn dabei sind und Das natürlich kombiniert mit neuen Leuten die neu reinkommen die völlig neu auf die Marke gucken gibt Es aber einfach so dieses Ich will nicht sagen dieses Gedächtnis, aber dieses Gespür.

00:25:02: Wie war das damals als wir in den Markt reingegangen sind?

00:25:06: Und dieses Gespur immer wieder auch aufleben zu lassen und auch neuen Kollegen mitzugeben und natürlich mit Veränderungen am Markt zu kombinieren.

00:25:14: Aber ich glaube dass sich darüber halt schon eine Konstanz eben zeigen kann.

00:25:19: Also da halten wir fest ist es eigentlich auch eine personelle Konstanz.

00:25:23: also es heißt kein Wechselkarussell von Zentralen Personen, also die kulturbildend sind.

00:25:28: Das ist das ja

00:25:29: ein stück Ja genau ich wüsste es gar nicht so an personen machen festmachen sondern wirklich eher wie gesagt allen an dem thema unternehmenskultur.

00:25:38: Also wie gucken wir als Unternehmen was macht uns aus und was ist halt auch innerhalb der leute die jetzt auch hier arbeiten?

00:25:44: Was ist da unser unser selbstverständnis auch am markt?

00:25:47: Wie pflegt ihr denn diese Kultur?

00:25:50: Ja, also auf das Thema Kultur.

00:25:52: Das ist schon bei Yellow auch ein sehr großes Thema.

00:25:55: Das kann ich glaube ich wirklich so sagen dass wir da sehr viel darauf achten natürlich in regelmäßigen Terminen zusammen zu kommen.

00:26:03: Wir haben gemeinsame Werte auch in einem langen Prozess halt auch definiert die wir uns auch wirklich gegenseitig immer wieder erinnern, die eine große Rolle auch in unseren Miteinander spielen.

00:26:14: Grundsätzlich wie gesagt sind In all dem was wir tun glaube ich durchaus auch sehr reflektiert.

00:26:25: Wir sind ein Unternehmen, das sich auch sehr viel einfach mit dem Thema Kultur beschäftigt und immer wieder guckt wo entwickelt sich das hin?

00:26:32: Wo sei es Mitarbeiterbefragungen oder sei es Reflektionen in unterschiedlichen Teams.

00:26:38: Es gibt auch immer wieder Teams, die auch natürlich mit Coaches zusammenarbeiten.

00:26:42: Wir machen regelmäßig auch Retrospektiven in den Teams und gucken was ist gut gelaufen?

00:26:46: Was hat sich verändert?

00:26:48: Wir im Führungsteam gucken immer wieder drauf wo stehen wir eigentlich als ganzheitliches System?

00:26:53: Wo gibt es Herausforderungen an Schnittstellen Und achten da einfach wirklich auf dieses Thema.

00:26:59: Kultur glaube ich schon sehr stark.

00:27:01: Ja

00:27:01: also ihr investiert in Kultur und habt gleichzeitig ein Leuchtturm gesetzt mit der Marke, also aus dem Marker abgeleitet wurde.

00:27:10: oder ist es eine separate?

00:27:14: Ist in Teilen schon separat.

00:27:16: Also entsteht ja vor allem aus dem Thema Unternehmenskultur, ist aber natürlich an die Marke auch angedockt und da ist damit natürlich allein.

00:27:24: Aber das ist nicht das Gleiche, wir haben sowas beispielsweise die Markenwerte sind schon nochmal... separat.

00:27:29: Das war auch immer wieder ein großes Thema natürlich für mich persönlich, dass ich überlegt habe muss man das jetzt irgendwie merken?

00:27:35: Ich hab mich dann aber hinter eigentlich doch dafür entschieden, dass man das auch

00:27:38: ein

00:27:38: Stück weit getrennt betrachten kann weil es wie gesagt in der einen wirklich um das Miteinander vor Ort, dass miteinander untereinander geht und das andere natürlich vor allem die Marke und ihren Auftritt am Markt auch betrifft.

00:27:52: Genau!

00:27:52: Aber als Arbeitgebermarke musst du natürlich die Menschen anziehen, denen da das was die Marcke selber verspricht vertreten können und Erleber machen.

00:28:01: Ja,

00:28:02: also das ist sicherlich vielleicht auch noch so ein Punkt dass wir natürlich auch schon ich meine Wir sind ja auch nicht unfassbar viele Leute hier Aber dass wir schon sehr sehr sorgfältig auswählen Und dass bei uns auch Bewerbungsprozesse schon immer auch einen gewissen Umfang haben.

00:28:15: Das heißt eigentlich jeder inklusive auch Werkstudenten die bei uns anfangen haben immer auch So ein Praxistag Mitgemacht.

00:28:21: das heißt da muss jeder auch erstmal seine Perspektive häufig auf die Marke auf das Unternehmen Muss eine kleine Präsentation vorbereiten spricht immer auch mit dem ganzen Team.

00:28:30: Das heißt, da wird einfach viel, du hast eben schon gesagt investiert aber vor allem auch Zeit von den einzelnen Leuten investiert um die neuen Kollegen zu finden, die dann wirklich bestmöglich dazu passen.

00:28:42: und wie gesagt das zeigt sich ja auch dass die Leute lange bei uns bleiben.

00:28:47: Und wie ich gerade gehört habe integriert ihr Marke direkt in den Onboarding-Prozess für diese Menschen?

00:28:53: Genau!

00:28:55: Dann lass uns doch mal zu dem Markenversprechen im Ursprünglichen kommen und was sich seitdem verändert hat.

00:29:00: Dieses gleich gut günstig, ja?

00:29:02: Günstig war er sozusagen.

00:29:03: hey wir sind also sozusagen Preisführer oder zumindest wir machen ein günstiges Angebot.

00:29:08: aber lassen es mal auf das Gut reflektieren weil was ist denn gut?

00:29:11: Gleicher Strom, gleiche Leitung, gleiches Steckdose.

00:29:13: alle meine Geräte funktionieren morgen genauso wie heute obwohl ich gerade den Anbieter gewechselt habe.

00:29:19: Das heißt woraus entsteht dann das Gefühl dass ich bei einem guten Stromanbietern bin?

00:29:24: Also welche Kontaktpunkte sind da besonders wichtig?

00:29:27: Wie habt ihr die identifiziert und wie managt ihr sie.

00:29:32: Genau, also die Touchpoints sind natürlich in vielen Teilen sind es tatsächlich auch dieselben wie bei auch Wettbewerbern.

00:29:38: Das ist schon völlig klar.

00:29:40: aber eben dieses Management der Touchpoints das ist schon essentiell.

00:29:43: Das heißt wir sprechen da auch gerne immer mal so von den Yellow Moments.

00:29:47: Also wie gestaltet sich denn da wirklich auch die Experience an den jeweiligen Touchpoints?

00:29:52: Da legen wir einfach sehr viel Wert drauf.

00:29:55: Ich sage mal einen Tick auch wenn natürlich Marke nicht Corporate Design ist, aber auf also unser Design.

00:30:00: Darauf sind wir schon auch sehr stolz und das ist beispielsweise jetzt mal so eine kleinste Einheit Wenn ich mit der Marke Kontakt habe sei es mit einer Rechnung, sei es Mit einer App über die man seinen Stromverbrauch auch tracken kann um beispielsweise Nachzahlungen zu vermeiden oder eine Webseite.

00:30:16: Also da legen wir schon wirklich sehr viel Wert auf das Detail Wie gesagt auf ne gute Gestaltung an die Ich Natürlich auch als Designer in der Historie sehr stark Wert lege und auch sehr stark dran glaube, dass das einfach einen großen Impact hat.

00:30:31: Natürlich müssen die Dinge auch einfach funktionieren.

00:30:35: aber das ist vielleicht noch so.

00:30:36: ein zweiter Aspekt, der extrem wichtig ist es muss einfach vor allem verständlich sein.

00:30:41: also das ist genau das was natürlich Menschen jetzt gerade so auch im Energiemarkt am stärksten halt auch umtreibt, dass sie die Dinge verstehen wollen.

00:30:51: Dass die Dinge für Sie nachvollziehbar sind.

00:30:55: Die brauchen keine Risiken.

00:30:58: Na ja ich würde nicht sagen Markenstands natürlich machen wir sowas auch aber es hat natürlich für uns eine ganz andere Bedeutung als vielleicht von der FMCG Brand.

00:31:08: das heißt bei uns geht's wirklich um das Erleben im Kundenkontakt.

00:31:13: Und wir wissen ja auch, manche Kunden haben tatsächlich nur einmal im Jahr Kontakt wenn sie halt ihre Rechnung kriegen.

00:31:18: Da wollte ich gerade darauf hinaus wie viel Kontaktmomente habt ihr eigentlich?

00:31:21: Also Yellow Moments finde ich übrigens super.

00:31:22: Yellow Momens!

00:31:23: Wir wollen mehr yellow moments da.

00:31:25: Das steckt ja auch schon direkt so der Sonnen.

00:31:27: die Sonne strahlt mich direkt an, wenn ich den Begriff aus spreche.

00:31:30: Ist gut Wie viele Kontakte habt ihr denn durchschnittlich so... mit Kunden.

00:31:35: Also wie auch der Klassiker ist natürlich einfach, dass das Kunden einfach den einen erstmal haben.

00:31:40: also sie haben in der Regel halt Kontakt wenn Sie ihre Jahresrechnung kriegen.

00:31:44: das interessiert natürlich auch jeden und damit dann haben die Leute natürlich auch Kontakt mit eben Energieversorger oder auch bei uns als Marke Yellow.

00:31:52: gleichzeitig ist das aber natürlich auch ein Punkt an dem auch viele sagen jetzt Jetzt habe ich vielleicht eine Nachzahlung, jetzt gucke ich mich doch noch mal neu um.

00:32:00: Das heißt es ist auch so ein Moment wo Leute wieder in den Markt hineingehen und daher versuchen wir das natürlich besonders positiv zu gestalten.

00:32:11: aber es gibt natürlich auch weitere Kontaktmomente.

00:32:14: Ich hatte eben schon das Thema Yellow App erwähnt.

00:32:18: Das heißt, die Leute, die auch unsere App halt haben und aktiv nutzen können darüber zum Beispiel auch ihren Zählaustand immer wieder scannen und werden von dieser App auch aktiv aufgefordert das regelmäßig zu tun.

00:32:31: Und das Ziel ist natürlich auch da, dass man eben auch einfach Nachzahlung vermeidet indem man seinen Verbrauch im Blick hält und entweder sein Abschlag anpasst oder runter setzt.

00:32:41: Dass es einfach zueinander passt und ich hinterher geschützt bin vor bösen Überraschungen.

00:32:46: Das ist beispielsweise auch etwas an das wir am sehr stark glauben.

00:32:50: Ja damit manifestiert er ja wieder einen Versprechen ihr macht es einfach.

00:32:55: freundlich, sozusagen hey ist es nutzerfreundlich und einfach.

00:32:58: Und du hast gerade zwischendurch gesagt ich glaube da dran dass das wirkt.

00:33:03: Da wird die Folge mit Stefan Sagmeister Why Beauty Matters?

00:33:06: was für dich?

00:33:08: Weil der erklärt sehr gut, dass Schönheit an sich eine Funktion ist für den Menschen weil der Mensch lebt... Wir haben ein Herzschlag, der ist rhythmisch!

00:33:19: Wir leben in Zyklen, in Jahreszeiten und wir empfinden Dinge als schön die sehr natürlich sind.

00:33:26: Die diesen Rhythmen zum Beispiel entsprechen.

00:33:28: und auch Optik, deshalb sind ja die Rhythmisierung also in der Architektur durch die Bögen

00:33:34: etc.,

00:33:35: das hat alles Entsprechung in der Musik und deshalb möchte ich das nur unterstützen.

00:33:38: oder so gerade gesagt, dass Schönheit... verkauft.

00:33:42: Und ich weiß nicht, wer das genau gesagt hat?

00:33:44: Aber hässliche Dinge verkaufen sich schlecht!

00:33:47: Hat irgendein ... Ich glaub der Raymond Löwey hat das gesagt oder so... aber das ist diese Attraktivität.

00:33:53: Das wird unterschätzt, diese kleinen Touchpoints auch schön zu machen Und Apple hat es ja vorgemacht, dass selbst die unsichtbaren Dinge im Laptop mussten dann so sagen trotzdem auch noch schön sein.

00:34:04: Also schön wirklich als Ordnungsprinzip.

00:34:07: Genau und eben nicht nur funktional sondern durchaus auch schön.

00:34:10: Das ist gestimmt das sehe ich ganz genau so.

00:34:13: Und weil du jetzt nach den Touchpoints gefragt hast also natürlich ist es auch durch unser Ansinn mehr Kontaktpunkte zu schaffen und mehr auch mit den Konsumenten in, oder mit unseren Kunden auch mehr in Kontakt zu kommen.

00:34:27: Weil das natürlich schon eben dann halt auch Momente sind wo sie halt die Marke erleben können, wo wir auch zeigen können was wir halt Gutes für Sie tun wie wir mit ihnen auch gerne in Kontakt bleiben Und da gibt es natürlich auch immer wieder unterschiedliche Anlässe und ein Thema Was da für mich natürlich auch wichtig ist das ganze Thema Energiewende.

00:34:48: Das heißt, wir als Yellowstrom sind ja auch damals nicht als reine Ökostromarke gestartet.

00:34:55: Das heißt das ist schon so ein Transformationsprozess den wir über all die Jahre durchlaufen haben der auch durchaus hin und wieder auch herausfordernd war.

00:35:03: also wie verknüpft man eine Marke die für die Farbe yellow-gelb steht eben mit dem Thema Nachhaltigkeit?

00:35:12: wo natürlich auch, als wir damit angefangen haben.

00:35:13: Als mir die ersten Vorschläge kamen, brauchen wir jetzt überall so einen grünen Strich oder ein grünes

00:35:19: Latt?

00:35:19: So eine Reflexreaktion!

00:35:20: Wir werden jetzt grün.

00:35:22: Genau und da kann man sich natürlich auch vertrefflich mit der Marktforschung streiten oder in der Marktforschungen streiten weil natürlich kann man auch wunderbar belegen dass die Farbe Grün natürlich die Assoziation mit dem Thema Nachhaltigkeit stärkt.

00:35:38: Wir haben es halt nicht getan oder ich habe's halt auch bewusst auch nicht getan, sondern ich habe ja zunehmend versucht die Farbe gelb mit dem Thema Nachhaltigkeit zu verknüpfen und eben mit unserem eigenen Angang.

00:35:52: Und wir haben in der Zeit also auch schon fast fünf Jahre her, haben wir natürlich auch unseren großen CD-Relaunch gehabt und in dem Zuge haben wir schon die Farben gelb um ein paar Farbnursen ergänzt, sowas wie jetzt Peach oder Bamboo.

00:36:09: Solche sanften Farben die aber trotzdem so ein bisschen diese starre Schwarz-Gelblogik, die wir natürlich ganz an den Anfängen hatten als wir noch gelbgut günstig waren das so ein bißchen aufzulockern und schon Türen zu öffnen für eine neue Assoziation und um das Thema Nachhaltigkeit genau.

00:36:29: Aber das ist natürlich nur der visuelle Aspekt denn da muss man natürlich trotzdem auch viel Auch viel tun uns natürlich auch verändern.

00:36:37: Unsere Kunden dann irgendwann auf Ökostrom umstellen und solche Themen.

00:36:41: Genau,

00:36:41: also wo erleben denn?

00:36:43: Es ist ja genau so eine Veränderung die vom Anfang sich... Aber wie verändert sich dadurch das Erleben der Kunden?

00:36:49: Also dieses Thema Nachhaltigkeit.

00:36:50: Wenn du sagst ich behalte gelb Und

00:36:53: füll

00:36:54: dieses Gelb aber mit einer erweiterten Bedeutung Die unter anderem Nachhaltigkeit beinhaltet Wie kommt es in den Köpfen der Menschen an oder im Erleben?

00:37:04: Genau, also wir haben neben dem ganzen Thema CD ist natürlich da auch wichtig dass ich überhaupt erstmal was tue.

00:37:09: Also das ich auch Proofpoints schaffe und mich da halt wirklich engagiere.

00:37:13: Und wie hast du so neben den Basics?

00:37:15: Wir werden jetzt oder sind ja jetzt schon seit Jahren ein reiner Ökostromanbieter.

00:37:20: Das halt erst mal umzustellen war natürlich die Grundlage dafür.

00:37:24: Ach das wusste ich zum Beispiel, es ist bei mir wahrscheinlich angekommen, ihr seid eine reine Ökonstrumanbiete

00:37:28: Genau!

00:37:29: Also wir verkaufen nur noch Ökustrom

00:37:31: Wie Lichtblick?

00:37:31: Genau, das ist völlig korrekt.

00:37:34: Und haben dann aber trotzdem auch immer, weil wir noch weitergehen wollten natürlich immer darüber diskutiert was sind denn also wo und wie wollen wir uns denn eigentlich auch engagieren?

00:37:45: jetzt mal so.

00:37:46: ein ganz einfaches Beispiel ist zum Beispiel auch unsere Kooperation mit der Impact Factory.

00:37:51: Also die Impact Factory ist ein sogenannte Start-up Incubator aus Duisburg auf dem Haniel Gelände.

00:37:57: also die fördern beispielsweise Start-ups, die sich fördernden Coaches, muss man dann nicht sagen.

00:38:03: Die sich halt so mit impactorientierten Themen auch beschäftigen.

00:38:07: Mit denen, die unterstützen wir sowohl finanziell in Form einer Sponsoringpartnerschaft arbeiten aber da halt auch mit Teams, auch mit Start-Ups zusammen holen uns natürlich neue Impulse ins Unternehmen rein und ermöglichen ist aber auch mit Mitarbeitern sich selbst da zu engagieren zum Beispiel auch Themen die sie selbst im Unternehmheit vorantreiben.

00:38:30: Vorzustellen den Startups beispielsweise was über Marketing, über Performance oder Themen wie halt für uns hier ganz selbstverständlich sind die eben auch näher zu bringen und da kommen wir natürlich schon in den Austausch einfach.

00:38:44: Ja, sehr spannend.

00:38:46: Da stelle ich mir jetzt gerade die Frage, warum ist diese Botschaft bei mir noch nicht angekommen?

00:38:50: Also was sind die Leuchtturmerlebnisse, die ich sozusagen verpasst habe?

00:38:55: Kannst du das sagen?

00:38:56: also wo war in meiner Customer Journey oder... Ich bin ja noch nicht Customer aber vielleicht nach diesem Podcast werde ich dann Customer.

00:39:02: Was hab' ich vielleicht verpas-

00:39:04: Ja, also wir haben natürlich eine sehr, dass Sie am Anfang gesagt sind die zweitbekannteste Marke im Energiemarkt.

00:39:12: Und natürlich haben wir sehr viele Markenkenner, die uns auch aus der Ursprungszeit kennen und die natürlich insbesondere auch den Markt Launch einfach mit erlebt haben.

00:39:23: Das heißt da gibt es natürlich immer viele Leute vielleicht gehörst du dazu?

00:39:27: Die natürlich die Transformation dann nicht in allen Phasen miterlebt haben versuchen natürlich aber auch auch teilweise ganz neue Zielgruppen noch mal zu begeistern, bei denen die haben natürlich diese Vergangenheit gar nicht mehr.

00:39:41: Die kennen uns nicht als gelb gut günstig und die assoziieren uns natürlich auch direkt mit dem Thema Nachhaltigkeit um in all den was wir halt heute tun das heißt Wir haben natürlich nicht diese absolute Reichweite vielleicht wie in den Anfangszeiten wir quasi allein am Markt auch kommuniziert haben dass wir einfach komplett die Botschaft durchgebracht haben Genau, aber vielleicht

00:40:06: wirst du

00:40:07: dich da ja von begeistert.

00:40:08: Wir haben hier auf jeden Fall einen Leuchtturm-Touchpoint durch unser Gespräch.

00:40:11: das bleibt auf jeden fall starkhaft.

00:40:13: Aber es ist das was Du auch gesagt hast mit der Impact Factory weil es ist ja wie verlängert ihr das?

00:40:22: Also wie nutzt Ihr das auch in der aktiven Kommunikation über Events?

00:40:27: Wie macht ihr das sichtbar dass ihr da tätig werdet?

00:40:30: Genau, also wir haben das auch gerade als es jetzt vor zwei Jahren haben wir das ja gestartet.

00:40:34: Da haben wir natürlich auch eine Kampagne dazu gemacht oder Kommunikationswerbemittel dazu auch erstellt in denen wir natürlich unser Engagement da dargestellt haben aber durchaus auch Start-ups eben aus diesem Startup Incubator selbst auch zu Wort kommen lassen haben inszeniert haben, haben da sehr viel über Social Media gemacht d.h.

00:40:53: Das waren schon die Kanäle.

00:40:55: Wir wollten's aber auch explizit nicht so nutzen.

00:40:59: Ich will nicht sagen, dass jetzt für so eine klassische Kampagne auszuschlachten und da irgendwie werblich drauf zu rücken.

00:41:04: Sondern es sollte eigentlich schon in so einem guten Verhältnis bleiben zwischen wir engagieren uns da, wir kommunizieren zwar auch gemeinsam aber eben wirklich mit dem Fokus auf die Gemeinsamkeit also das die Startups dargestellt werden, dass ihre Themen auch auf unseren Social-Kanälen ein bisschen erläutern können von den Content Cratern, mit denen wir bei Social Zusammenarbeiten von denen hier und da interviewt wurden ihre Themen erklären konnten.

00:41:29: Aber nicht dass sie einfach wirklich in der Kampagne dann als Abbinder oder so auftauchen das wollte ich bewusst auch nicht.

00:41:37: Wie kam denn diese strategische Entscheidung zustande zum kompletten Ökostromanbieter zu werden?

00:41:43: Und wann ist die Gefallen dieser Entscheidung?

00:41:47: Die war, also ich bin jetzt ja seit zwei tausend neunzehn im Unternehmen.

00:41:51: Da stand eigentlich schon die Entscheidung klar dass wir diesen Weg ganz ganz klar gehen wollen.

00:41:58: das sind natürlich und wir hatten es am Anfang wir gehören natürlich zu einem Konzern.

00:42:03: das heißt wir machen natürlich alles schon immer auch in einem definierten Prozess das heißt bei uns wird alles auch entsprechend abgestimmt muss natürlich zu unserer Konzert Strategie passen wobei sich natürlich auch die NBW als Konzern auch maßgeblich weiterentwickelt in einer großen Transformation befindet.

00:42:23: Das heißt, da war natürlich schon der volle Rückenwind auch dafür dar.

00:42:28: Genau!

00:42:28: Aber das ist durchaus jetzt schon einige Jahre wirklich der Fall.

00:42:32: Aber es war nicht so dass ihr die ENBW hat zum Beispiel auch einen großen Wasserkrafttarif?

00:42:37: Das wissen viele nicht, oder?

00:42:39: Also ENB W hat überdurchschnittlich viel Strom aus Wasserkraft.

00:42:43: Ihr habt da jetzt nicht die Angebote von Ehrenbw, die nachhaltig sind gebündelt und habt gesagt okay wir sind in der Markenarchitektur.

00:42:49: Es gibt die große Ehren-BW, die alle Energieformen anbietet und wir schaffen jetzt sozusagen Spitz als Speerspitze die Yellow wo wir diese Angebote alle bündeln?

00:42:58: Nein

00:42:59: also was wir natürlich schon machen und das kommt dann auch aus der Marke heraus dass wir z. B. in all unseren Ökostromtarifen immer einen Anteil Solarstrom haben aber halt auch inszeniert.

00:43:14: Und was sie über die Jahre natürlich jetzt auch eingeführt haben, ist beispielsweise dass wir immer einen sogenannten Klimaschutzbeitrag haben.

00:43:20: Das heißt jeder der bei uns ein Ökostromtarif abschließt investiert zusätzlich noch mal in einem Nachhaltigkeitsprojekt und das sind eben wieder solche Momente, die wir da versuchen zu generieren.

00:43:34: Wenn du jetzt so die ganze Brand Experience von Yellow dir anschaust?

00:43:37: Was würdest du sagen wenn du gezwungen wärst Touchpoints zu reduzieren, welche würdest du auf gar keinen Fall reduzieren?

00:43:46: weil du weißt das sind leuchtturm touch points die unsere marken wahrnehmung besonders stark prägen.

00:43:52: Genau also ich würde natürlich auf gar kein feier unsere app produzieren denn das ist für mich schon so dass das herzstück eigentlich der experience und die soll natürlich auch immer stärker noch eine rolle spielen.

00:44:03: also man kann ja fast sagen dass sie ab.

00:44:05: halt auch, wenn wir darüber sprechen wie entwickelt sich eigentlich so der Energiemarkt weiter.

00:44:10: Ich hatte es am Anfang aus ein bisschen erwähnt dass ich natürlich auch viele oder zumindestens Energiekonsumenten die auch vielleicht auch mal Eigenheim wohnen oder eine Wohnung besitzen und da vielleicht wie gesagt sich mit einem E-Auto beschäftigen mit einer Solaranlage, mit einer Wärmepumpe dann natürlich sich schon zunehmend in so nem Energieuniversum befinden was ist dann natürlich schon auch aktiv zu steuern gilt.

00:44:35: Das ist im Moment noch nur ein Teil natürlich und das wird auch nie alle betreffen, weil natürlich wir das beim Mietern immer nochmal ein bisschen anders aussieht.

00:44:46: Nichtsdestotrotz spielt diese App einfach für die Entwicklungen eine maßgebliche Rolle, weil ich darüber alles steuern

00:44:54: kann.".

00:44:54: Und wenn ich jetzt über so was wie flexibel Tarife nachdenke, wo es ja auch schon unterschiedliche Zeitzonen in unseren Tarifen gibt.

00:45:03: Irgendwie eine Sparzeit, wo der Strom günstiger ist oder eine Normalzeit und dann gucke stelle ich meine Waschmaschine an, wenn der Strom günstiger ist?

00:45:13: Oder lade ich mein E-Auto dann, wenn er günstig ist und damit häufig grüner ist?

00:45:19: Das sind Dinge, die ich perspektivisch viel stärker noch über die App steuern werde.

00:45:25: Und das schafft ja auch ein interaktives Erlebnis, ich gehe in Interaktion mit meinem Strom.

00:45:30: Ich hab das bei meinem Bruder erlebt der sich eine Solaranlage aufs Dach gepackt hat und dann immer ... er ist Ingenieur von Hause aus, der hat das geliebt zu sehen wieviel Energie er jetzt gerade produziert und wie günstig er sein Elektroauto über Nacht.

00:45:44: und plötzlich wird aus so einem kompletten Low-Interest Produkt Zumindest ein Medium Interest Produkt.

00:45:50: Und dann für Leute wie mein Bruder sogar ein High-Interest Produkt, merkst du das generell im Markt?

00:45:55: Dass das Produkt mehr ... Also dass die Kategorie grundsätzlich mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht auch aus natürlich politischer alles was man dem Nachrichten sieht.

00:46:03: also Energie ist ja hoch brisantes Thema auch.

00:46:09: Wie geht ihr damit um und was beeinflusst das denn eben Die Marke auch.

00:46:12: Genau, also auf jeden Fall!

00:46:13: Also ich habe zwar noch nicht die Mehrheit der Konsumenten, die jetzt so aktiv da halt wirklich all diese Dinge miteinander verbinden und sich wirklich ihr eigenes Energieuniversum erstellen ist immer noch ein Teil von so dreißig Prozent aus aber es werden mehr.

00:46:34: Und was in diesem ganzen Kontext eine maßgebliche Rolle gespielt hat ist natürlich die Energiemarkrise die wir in den letzten Jahren viele sehr aktiv, sehr intensiv auch erlebt haben.

00:46:47: Und in der Zeit – und das haben natürlich schon auch unsere Daten klar gezeigt – hat sich einfach das Involvement in Energie maßgeblich verändert.

00:46:57: Die Menschen waren sehr aufmerksam zu diesen Themen.

00:47:01: Da haben wir ja auch damals viele Videos produziert wo Mitarbeiter Zusammenhänge erklärt haben immer wieder unter diesen Markengedanken Themen zu vereinfachen, verständlich zu machen, anschlussfähig zu machen für die breite Masse.

00:47:16: Für den Mainstream da die Dinge runterzubrechen.

00:47:20: und seitdem ist einfach das ganze Thema Energie auf einem anderen Niveau als vor der Energiemarkrise.

00:47:28: Ihr als Marke, zweitbekannteste Marke in Deutschland übersetzt sich das auch im überdurchschnittlichen Marktanteil für euch.

00:47:35: Also für eure Unternehmensgröße im Vergleich.

00:47:37: Also übersetzt dich das in wirtschaftliche Kraft?

00:47:40: Also dass ihr weiter wachst...

00:47:43: Du meinst es in Bezug auf, dass wir stärker die Dinge auch übersetzen und für Menschen möglich machen.

00:47:50: Dass ihr merkt, dass sie attraktiver wird, weil wahrscheinlich so ... also ich erinnere mich an meine letzte Entscheidung zum Thema Strom.

00:47:55: Das lief dann über ein Vergleichsportal Und dann war der Wechsel zack, zack gemacht mit drei Klicks.

00:48:02: So und gleichzeitig erlebe ich die Kategorie als ... jetzt natürlich das liegt an meinem Alter wahrscheinlich weil viel hat sich in Digitalbereich verlagert aber trotzdem kein hohen Werbedruck aktuell also das heißt sind die Marktanteile relativ stabil?

00:48:19: Ist es eher dass die Marke hilft den Marktanteil zu halten oder ist die Markey ein Weg den Marktanteil auszuwählen?

00:48:25: Also sagen wir es mal so, dass der Werbedruck in der Branche ist schon sehr hoch.

00:48:33: Das ist vielleicht dann eine unterschiedliche Wahrnehmung aber sind schon viele Marken und es setzt sich natürlich auch immer mehr durch, dass man einfach Markenaufbau betreiben muss.

00:48:43: ich glaube das ist kein Geheimnis mehr in der Energiemarktbranche deswegen natürlich der Wettbewerb schon weiter ansteigt.

00:48:51: Aber man sieht natürlich, wir sprachen von den tausend Wettbewerbern Minimum, die es aktuell am Markt gibt.

00:48:56: Dass ich aber auch im Punkt der Preisportale das da schon auch trotzdem Marken eine Rolle spielen und so ein einfacher Selbsttest.

00:49:03: Ich mache das immer gerne mit meinen Studenten auch, dass man einfach guckt.

00:49:08: Man hat hier irgendwie die fünfzehn Fünfzehn Energiemarken, die irgendwie einen bei Zball V-Reworks oder checkvierundzwanzig angezeigt werden.

00:49:16: Auch für welche Marke würde ihr euch entscheiden?

00:49:18: Und dann kommen erstmal so drei vier fünf Marken, den man wirklich nicht kennt und dann kommt der erste von dem man schon mal was gehört hat oder die man irgendwie mit etwas Positiven assoziiert wie jetzt beispielsweise Yellow vielleicht.

00:49:32: Dann macht das halt selbst in einem noch einmal stärkeren Preiswettbewerb wie ein Preisportal trotzdem eine Rolle eben die Marke auszubauen und das ist natürlich auch wieder ein Touchpoint.

00:49:43: Genau, kann ich voll bestätigen weil mein Stromanbieter der war nicht auf Platz eins beim Preis aber es war eine Marke.

00:49:51: Dementsprechend hab ich gesagt, komm jetzt gehst du kein Risiko ein.

00:49:53: Reduziert mein Auswahlrisiko ... Mein Bruder zum Beispiel hat einen Gasanbieter gewählt der ganz oben stand und wurde dann als die Gaspreise durch die Decke gingen plötzlich daraus geschmissen.

00:50:07: Das ist ein anderer Punkt.

00:50:10: Lass uns da Studenten super Stichwort das heißt du lährst ja auch in Stuttgart an der Hochschule für ... Medien?

00:50:18: Genau.

00:50:19: ADM genau.

00:50:20: Und das bringt uns vielleicht zum interessanten Thema.

00:50:24: Wie wie misst also?

00:50:25: du verantwortest ja auch die marktforschung und wie mest ihr denn die kraft eurer marke eigentlich?

00:50:31: Also wir haben natürlich ganz klare marken messungen Die bei uns auch seit jahren ich will nicht sagen seit Jahrzehnten auch durchlaufen.

00:50:40: dass heißt wir haben Natürlich vor allem auch wahnsinnig lange Historienwerte.

00:50:45: Das heißt, wir können uns natürlich schon vergleichen mit wo steht die Marke heute und wo stand sie vor fünfzehn zwanzig Jahren weil wieder einfach die Zeit rein vorliegen haben?

00:50:55: Und das sind natürlich auch Messungen wie wir trotz allen Neuerung dies in der Marktforschung hier und da halt gibt Auch fortsetzen einfach um diese Zeit rein Die Marke.

00:51:05: Wie entwickelt sich die Marken und hier sind wir wieder beim Thema Konstanz während sich der Gesamtmarkt und die Situation drumherum natürlich maßgeblich verändert.

00:51:14: Wie halten wir da quasi Kurs?

00:51:17: Und das sind natürlich so Grundlagen, Messungen, die wir halt immer wieder machen, sei es jetzt was wie Bekanntheit oder wie attraktiv sind wir oder natürlich auch wie nachhaltig werden wir schon wahrgenommen.

00:51:28: Das sind einfach so Aspekte ,die wir einfach über gewisse lange Zeiträume schon messen.

00:51:35: Machen aber auch immer wieder zwischen Checks dass wir natürlich auch gucken Wo steht denn die Marke?

00:51:42: Also wenn man jetzt auch mit Kunden drüber spricht.

00:51:47: Ich weiß natürlich nicht alles, was Kunden über eine Marke denken können sie ja ausdrücken

00:51:54: oder die Gründe

00:51:55: erklären warum Sie

00:51:55: sich entscheiden hier.

00:51:57: Ja gut, qualitative Marktforschung kann ja auch enorm wertvolle Erkenntnisse bringen.

00:52:01: ist denn das was du beschrieben hast was im Preisportal passiert Genau der Markeneffekt, das Preis-Premium.

00:52:08: Also ich bin bereit nicht die Nummer eins zwei oder drei zu nehmen obwohl die X Prozent billiger sind sondern die Marke.

00:52:15: Habt ihr das in eurem Tracking auch integriert sozusagen dieser wirtschaftliche das Preisprämium der Marke?

00:52:21: Das haben wir nicht durchgängig integrieren aber wir haben diese Messung schon durchgeführt und man kann halt auch sagen also dieser Effekt ist natürlich schon sichtbar.

00:52:30: Ich muss nicht verraten, wie viel es ist.

00:52:33: Aber es ist da!

00:52:33: Okay sehr schön.

00:52:34: Ist ein wichtiger Punkt.

00:52:36: Aktuell wird wieder gepredigt McKinsey Report Branding auf Platz eins der Themen aber diese wirtschaftliche Komponente dass das eben Marke natürlich Geld kostet ohne Investitionen in Marke funktioniert es nicht aber am Schluss auch sehr viel Geld bringt.

00:52:52: also bei einem Kunden der bundesweit tätig war hatten wir das mal ausgerechnet und da war das allein in einem einzigen Produkt Zusatzattrag bei einem identischen Produkt.

00:53:05: Ja, das ist schon sehr interessant

00:53:07: und das ist natürlich in so dem Markt wie jetzt der Energiebranche schon.

00:53:11: also unser Unternehmen und allen den die wir hier auch an der Unternehmenssteuerung tätig sind schon sehr bewusst eben dass das Thema Marke unser Hauptasset ist dass wir das pflegen und weiterentwickeln müssen.

00:53:26: Aber trotzdem, wie du sagst.

00:53:28: Man muss sich natürlich nicht nur immer wieder daran erinnern sondern man muss halt auch trotzdem immer wieder auch neue Impulse setzen.

00:53:35: also auf der einen Seite diese Kontinuität schaffen aber trotzdem immer und nach all den Jahren immer wieder mit was neuem zu kommen und auf die Veränderung eben am Markt zu reagieren.

00:53:46: das hält es einfach schon sehr.

00:53:49: Ja,

00:53:50: man hält einen beschäftigt.

00:53:51: Du kommst ja aus diesem Gestaltgefühl auch durch die künstlerische Vergangenheit und dann kommt sozusagen diese harte Datenebene dazu.

00:53:59: Hast du auch schon erlebt wo diese Daten einem richtig in die Irre geführt haben?

00:54:04: Wo eigentlich die Intuition anders war?

00:54:07: aber die Daten haben etwas suggeriert was sich aber nicht verwirklicht hat.

00:54:13: Das passiert natürlich immer wieder.

00:54:16: Also das ist auch vielleicht natürlich auch da, künstlerische Vergangenheit.

00:54:24: Für mich ist Marktforschung eine Datenquelle also einer von mehreren und ich würde mich glaube ich niemals ausschließlich auf Daten verlassen.

00:54:35: sie müssen halt zu dem matchen was man auch intuitiv spürt wenn man darüber nachdenkt sich überlegt kann es sein?

00:54:46: Also können diese Daten so passen.

00:54:49: Das ist tatsächlich auch ein Thema, was mich eigentlich auch schon fast mein ganzes Leben beschäftigt, dieser Match zwischen Daten und Intuition.

00:54:57: Und natürlich weiß ich mittlerweile, dass viele Menschen die lange in der Branche unterwegs sind, Intuition natürlich auch daher kommt weil sie einfach schon sehr viel Erfahrung haben, sehr viel mitgemacht haben man dadurch auch eine Intuition aufbaut, die gar nicht so... subjektiv vielleicht ist, wie sie auf den ersten Moment wirken mag.

00:55:18: Sondern sehr viel Erfahrungswissen einfach beinhaltet.

00:55:21: aber das sind einfach zwei Punkte die schon zueinander passen müssen.

00:55:26: und ganz häufig hat man es natürlich schon auch bei Kampagnentests erlebt dass man da vielleicht dachte ach Das ist jetzt aber eine tolle Idee das geht doch bestimmt durch die Decke wie sonst war's.

00:55:36: Und dann sieht man da irgendein Konsument der über diese idee spricht in Manchmal fast empört ist.

00:55:43: Dann kann er in diesem Todfall über diese tolle Idee sprechen.

00:55:46: Aber da wird man natürlich dann auch ganz klar wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und muss eben wie gesagt die so unterschiedlichen Perspektiven dazu zusammenbringen.

00:55:54: Ja,

00:55:54: man ist dann empört wie wenig die erinnert haben von dieser großartigen Botschaft wo wir so lange dran gearbeitet haben.

00:56:01: oder fand ich die Empfehlung sehr gut von Jenny Romagnuk über das Thema Distinktiveness also your least interested customer Das muss immer die Benchmark sein.

00:56:12: Seid euch bewusst, keiner steht morgens auf und will von euch irgendwas hören und irgendwas lernen!

00:56:18: Und das bestätigt ja eure Strategie auch.

00:56:20: dieses Plakative, diese Distinktiveness, die Codes konsequent zu spielen an allen Touchponsen und diese Erinnerungsspuren halt zu erhalten ist ein ganz wichtiger Punkt aus den Augenwinkeln unscharf mit wenig Aufmerksamkeit busy und lazy sind die Leute da draußen.

00:56:36: wenn man die Kommunikation so gestaltet dass jemand der Busy & Lazy isst Trotzdem was behält, dann hat man was Gutes gemacht.

00:56:43: Und ein Teil davon war ja auch der Mut.

00:56:46: Ihr seid ja frech gewesen und frech erzeugt ... Da haben wir am Anfang drüber gesprochen in der Kunst Störungen.

00:56:53: Also Störung der Erwartungen erzeugte ihr in der Kunt auch ein bewusstes Stilmittel.

00:56:59: Wann hast du das besonders stark erlebt?

00:57:00: Wo sich Mut bei euch auch mal ausgezahlt hat also ohne vollständige Datenbasis.

00:57:06: Was ...

00:57:08: Also als Marke, wenn ich jetzt auch an die Zeit zurückdenke, wo ich noch gar nicht im Unternehmen war.

00:57:14: Da waren wir natürlich auch massiv!

00:57:16: mutig, also mit der Kommunikation sei es auch unsere Schweinehundkampagne.

00:57:20: Gehen wir

00:57:20: mal ein Beispiel weil viele kennen ja diese alten Kampagnen nicht.

00:57:23: Also da wurde sagst du oh!

00:57:25: Da musste man...

00:57:25: Ich weiß so beispielsweise beim Thema Schweine-Hund, da ging's natürlich ja nur darum erstmal über Winde da in inneren Schweine Hund, weil die Leute ja überhaupt erst einmal dazu damals dazu gebracht werden mussten ihren Energieanbieter zu wechseln.

00:57:38: Und was war beschreibt kurz optisch so die Kampagne?

00:57:40: Also Schweine Hunde war das Key Visual und dann...

00:57:42: Dass der Schweine Hunt war tatsächlich einen Eine Mischung zu einem Schwein und einem Hund, das.

00:57:48: aber da war auch eine Person drin die den auch gespielt hat.

00:57:52: Und dann halt wirklich durch den Spot lief und beispielsweise Personen halt aktiv auch davon abgehalten hat ans Telefon zu gehen und ihren Energieversorger zu wechseln.

00:58:02: Das heißt dass wurde ja schon verkörpert und wenn ich mir diese Spots von damals angucke dann finde ich sie natürlich find sie vor allem auch witzig, Ja, schon sehr Aufmerksamkeitsstark.

00:58:14: Und das wurde damals auch von der Londoner Kostümbildnerin gebaut.

00:58:18: dieser Schweinehund ich habe den ja für fünfzwanzig Jahre dann irgendeiner Kiste wiedergefunden und haben wir ihn wieder aufgebaut.

00:58:23: Der steht jetzt an meinem Arbeitsplatz würde man so natürlich nie wieder in der Plakativität machen.

00:58:29: Da ist die Frage warum?

00:58:31: Warum würde man es nicht mehr machen?

00:58:33: weil das ist tatsächlich zu beobachten in den Kampagnen dass zum Beispiel Maskottchen, ja?

00:58:38: Die auch so ist stark rückläufig.

00:58:42: Aber die Werbewirkungsforschung zeigt das Characters, Brand-Characters sind mit das stärkste Markensignal was man hat.

00:58:49: Sonic Assets und Brand-characters.

00:58:52: Sind aber voll aus der Mode!

00:58:54: Ja,

00:58:57: wir haben natürlich jetzt mit unserer vorletzten Kampagne Das ist eine Klimawandelkampagne, haben wir ja auch schon so den Klimawandelsymbolisch eigentlich in einer Person im Komikerin dieser Flagge übersetzt.

00:59:11: Die dann halt auch so gegen alles was irgendwie pro Energiewende pro nachhaltigen Lebensstil ist pöbelt und auch sehr dominant eben auftritt.

00:59:21: Was ich jetzt fast schon, es ist kein Character aber war schon eine sehr plakative Darstellung Und das hat natürlich schon auch extrem an Aufmerksamkeit gewonnen.

00:59:31: Das hat extrem stark funktioniert.

00:59:35: Trotzdem haben wir dann hinterher dann immer wieder diskutiert Ist das noch wie Passt das zu unserer Markenturnalität?

00:59:43: War das nicht dann doch wieder ein Stück weit zu krass, wie wir da aufgetreten sind haben das ja jetzt auch ein bisschen abgeschwächt.

00:59:50: Aber das sind natürlich in der Tat genauso Momente die ich auch meine wo man sich ausprobiert.

00:59:57: Im Marketing, also nicht in der Markenführung.

00:59:59: In der Markenführung muss es natürlich konsistent bleiben.

01:00:02: aber im Marketing wie stark kann man da auch mal neue Dinge ausprobieren?

01:00:06: und ab wann rückt das zu weit von diesem Markenkern?

01:00:09: Der bei uns natürlich immer wulig und angenehm und positiv optimistisch im Kern sein muss.

01:00:16: Wie weit kann man dann im Marketing... Und du sagst es vorhin Kommunikation halt vielleicht nur was hast du?

01:00:22: Ja zwanzig Prozent.

01:00:24: unterdenklich

01:00:28: kann man natürlich schon

01:00:30: die natürlich wichtig sind.

01:00:31: das darf mal auch nicht.

01:00:32: also wenn ich das so erzähle muss man es ja einordnen weil marken steht er immer aus leistungs erwartung und leistung erfüllungen.

01:00:39: Und die prägenderen erlebnisse sind natürlich der füllung.

01:00:41: aber ohne dass eine erwartungen geweckt wird kann auch die erfüllung nicht stattfinden.

01:00:45: also ohne.

01:00:46: ich möchte die kommunikation auf gar keinen fall oder die werbliche kommunikations auf gar kein fall abwerten.

01:00:51: Aber wenn man so aus der Gehirnperspektive schaut, was die Marke ausmacht als positives Vorteil dann sind halt seventy fünf Prozent der Touchpoints, die eben nicht klassisch werblich sind, sind da markenprägende und dann auch welche, die ihr gar nicht unter Kontrolle habt nämlich World of Mouth also Leute, die einfach über euch gut sprechen Und da ist natürlich Dinge zu schaffen, die überhaupt besprechenswert sind.

01:01:14: Da würde ich dann ein Stab für Mut brechen weil ich glaube es kostet sehr viel Geld.

01:01:18: Das Risiko ist größer nicht mutig zu sein.

01:01:21: Weil du nämlich beliebig wirst und dann gehst halt komplett durch den Wahrnehmungsfilter durch.

01:01:29: Genau!

01:01:29: Und das ist natürlich genau der Anspruch, denn wir uns natürlich auch setzen oder auch über unsere eigenen Markenwerte oder unseren markenanspruch eben immer wieder mit Ja, mit was Neuem um die Ecke zu kommen.

01:01:40: Das kann halt wie in der Kommunikation halt passieren.

01:01:43: aber es setzt einen natürlich auch gerade wenn ich sage so neig gucke dann und wir haben es bei uns auf der Webseite beispielsweise auch drauf unsere Hesports sehr unterschiedlichen Jahre.

01:01:53: Wenn man sieht wo da halt auch manchmal die Messlatte liegt Denkt man sich, oh da jetzt zwanzig Jahre später wieder einen drauf zu legen ist schon auch ein Anspruch.

01:02:02: Aber macht natürlich auch Spaß.

01:02:04: und wenn man natürlich zurückguckt also das gucken wir uns natürlich manchmal auch im Team an.

01:02:08: Spots von damals die man so vielleicht heute einfach nicht mehr machen würde.

01:02:14: Genau und da wieder die Frage Warum nicht?

01:02:18: Weil, ne.

01:02:19: Also da hab ich einen kritischen Blick drauf weil viele Dinge wo man sagt das würde man heute nicht mehr machen warum weil es irgendwie nicht mehr der Stil der Zeit ist.

01:02:26: aber aber Es ist halt die Frage was ist effektiv?

01:02:30: und da vielleicht du bist ja auch in vielen juries unterwegs Und da ist er jetzt gerade auch Die deutsche bahnkampagne zum Beispiel mit der anke engelke die Ja sehr mutig war ja in einer krisen zeite deutschen bahnen Aus meiner Sicht extrem merkwürdig.

01:02:45: Also alle haben drüber gelacht, hat natürlich auch wahnsinnige Reichweiten erzielt und da fehlt aber dann der Mut diesen Weg konsequent weiterzugehen.

01:02:55: Und jetzt wird wieder in eine relativ beliebige Kommunikation das Ganze überführt.

01:03:00: Weil ich glaube diese Emotion, diese Ehrlichkeit die in der Kampagne ist meine persönliche Meinung, diese Erlichkeit die darin steckt wo jeder Bahnkunde sich auch drin widererkannt hat also diese Erlebnisse und dann der Unterhaltungswert Es ist einfach

01:03:13: gut gewesen.

01:03:14: Genau, das ist aber auch natürlich da diese Stringenz in der Kommunikation.

01:03:19: Da muss wahrscheinlich ja irgendwas passiert sein, weswegen es dann auch so abrupt wirklich auch gestoppt und überarbeitet wurde.

01:03:28: Das vermag ich jetzt gleich zu bewerten.

01:03:30: weiter über das was man natürlich mitbekommen hat.

01:03:34: Aber wie gesagt immer wieder einen draufsetzen, immer wieder anzudocken auch an das Gefühl was gerade auch so in den Konsumenten und da muss man ja auch gucken.

01:03:42: Was ist denn eigentlich auch seine Ja nicht nur Zielgruppe?

01:03:45: Was ist da auch die größte Vertriebszielgruppe auf die man eben auch guckt?

01:03:49: Was bewegt die Menschen in diesem Kontext und da immer wieder mit Antworten in der Kommunikation anzusetzen?

01:03:55: Das ist natürlich die entscheidende Frage.

01:03:58: Aus deinem Blick wer macht es denn grad besonders gut?

01:04:01: Gibt's bei dir ein Favoriten Von anderen Marken, wo du sagst die sind wirklich mutig und sind tun damit viel für ihre Marke.

01:04:08: Muss

01:04:11: ich jetzt noch mal einen Moment drüber nachdenken?

01:04:13: Ja

01:04:13: vielleicht fällt es dir gleich nochmal ein.

01:04:14: Dann komm mal drauf zurück.

01:04:17: Hast du gleich noch einen Gedanken aber dann... Obwohl

01:04:19: ja doch doch!

01:04:19: Ich habe einen Gedanken.

01:04:20: also was an das natürlich.. mich im Moment sehr umtreibt, ist natürlich so diese Scalable-Kampagne.

01:04:26: Die ja genau das ganze Thema sparen Anlage im Depot eben mit diesen einfachen Sprüchen halt auch aufgreift.

01:04:34: und wenn man selbst dann schon ein paar Jahre dabei ist in diesem Investmentspiel, dann dockt das natürlich genau an.

01:04:41: diese Hürde fangen doch mal an!

01:04:43: Warum hast du wie viel Prozent kannst du hier jetzt auch investieren?

01:04:49: Ich hab immer noch im Kopf, was machen wir mit Oma's Asche?

01:04:52: Da glaub ich auch so eine.

01:04:54: Die natürlich auch provokante ist aber so eben auch wirklich im Kopf bleibt.

01:04:59: also das muss ich sagen finde ich schon extrem stark und auch wenn ich auch deswegen vielleicht jetzt nicht morgen eben dass dann Depot eröffnen würde.

01:05:12: Bleibt es haften.

01:05:13: in dem Moment wo ich dabei bin mich halt damit zu beschäftigen wo ich gehe denn hin würde mir diese Mark auch wieder Einfallen und das machen wir natürlich wirklich top.

01:05:20: Auch ein schönes Beispiel, dass man immer noch mit Text auch wirklich gut werben kann.

01:05:25: also diese die Glaube einfach an typo auf plakat ist schon sehr stark.

01:05:31: Jetzt würde ich noch zum Abschluss noch einen wichtigen Punkt für das was du schon erwähnt hast dieses Diese Kultur Dieses prägen von Verhalten über Marke.

01:05:42: Du hast ja auch eine Ausbildung als systemischer coach gemacht.

01:05:45: aber Ja Wie siehst du da parallelen zu dem Thema CMO und Rolle der Marke auch als Führungsinstrument?

01:05:56: Ja, also die würde ich vor allem so sehen dass ich natürlich jetzt auch aus dem Marketing heraus in der Regel gar nicht... Also ich bin ja nicht für alle Touchpoints verantwortlich.

01:06:08: Und ich kann Entscheidungen auch nicht an jedem Touchpoint sagen wir stellen uns die Website so und so um.

01:06:13: das ist jetzt irgendwie unser neuer Sales Funnel oder Was ist das?

01:06:17: Ich die App so und so umgestalten, sondern ich bin natürlich immer im Gespräch mit unterschiedlichsten Personen, die für unterschiedliche Schnittstellen zum Kunden verantwortlich sind.

01:06:28: Und ich muss eigentlich mir erstmal anhören, was für Herausforderungen gibt es an den jeweiligen Touchpoints?

01:06:35: Was beschäftigt sich die Menschen, die von diesen Touchpoints oder dann auch diese Journeys zum Kunden oder vom Kunden weg eben auch verantwortlicher sind?

01:06:44: Und kann dann erst eigentlich ihnen auch stärker vermitteln, wie wollen wir denn diese Touchpoints ausprägen?

01:06:52: Aus Markenperspektive.

01:06:54: Wie kommen wir da zusammen zwischen deiner Herausforderung die du erlebst und dem was wir als Yellow Moment quasi noch oben drauf setzen oder wie wir das spezifisch ausprägten wollen?

01:07:04: Denn ich verstehe das eigentlich immer so dass Also eine Experience gibt es natürlich immer oder ein erleben, gibt es immer einen Funktional.

01:07:13: Also funktionale muss das natürlich funktionieren?

01:07:15: Das ist auch jedem Touchpoint owner völlig klar.

01:07:18: aber mir geht es ja darum dass markenspezifisch auszuprägen also spezifisch zu sagen wie soll denn die Empfindung danach sein?

01:07:25: neben Es hat funktioniert.

01:07:27: Es soll ja markenspezifische sein und es soll bestimmt es sollen bestimmtes Attribut vielleicht im Kopf der Leute hängen bleiben wenn sie diesen Kontakt sei als mit der App der Webseite dem Kundenportal auch eine Hotline eben hatten.

01:07:42: Genau, und da geht es natürlich wie gesagt sehr stark um einen Austausch, um ja doch auch empathische Reaktionen zum ersten Mal verstehen des anderen.

01:07:51: Und hast du da ein Tipp?

01:07:52: Also wie gelingt dir das?

01:07:53: oder bestimmte Bilder oder eine Formulierung wo man plötzlich jemanden der eigentlich denkt mein Touchpoint hat gar nichts mit Marke zu tun.

01:08:02: Plötzlich die Augen öffnest ach guck mal das ist ja auch Marke!

01:08:06: Gibt's also Eine Technik, die von denen die höher profitieren können.

01:08:12: Ja also eine spezifische Technik habe ich dann nicht.

01:08:14: Also ich würde natürlich da immer schon auch versuchen, den anderen nicht nur mitzunehmen sondern den auch so einen Ticken anzufixen zu begeistern ihnen sozusagen was wäre halt hier noch möglich?

01:08:27: wie kommen wir jetzt zusammen?

01:08:29: und es ist halt dein Es ist dein Touchpoint, ich will dir da gar nicht sagen du musst das so und so machen.

01:08:34: Sondern ich zeig dir halt ein Möglichkeitenraum auf was wir in unserer Markenpalette noch an Angeboten noch an Ideen haben und Du kannst auch mitgestalten.

01:08:43: Das ist eigentlich dieses Ausring oder diese Interaktion die ich dann natürlich innerhalb des Unternehmens versuche mit den unterschiedlichen Kollegen Teams verantwortlich aufzubauen.

01:08:55: Und hast du ähnlich wie das Beispiel am Anfang mit dem Course-Hintermitarbeiter eine Geschichte?

01:08:59: was das illustriert, wo es gelungen ist.

01:09:01: Wo vorher die Haltung so war und danach etwas anderes passiert ist?

01:09:06: Also das haben wir eigentlich schon auch relativ über die letzten Jahre schon sehr gut aufgebaut.

01:09:14: Ein konkretes Beispiel werde ich da gar nicht, aber wir haben zum Beispiel bei mir im Team gibt es auch verantwortliche Schnittstellen in die unterschiedlichen Bereiche beispielsweise in den Bereich Bestandskunden, in dem Bereich Neukunden Performance und so wo die Leute einfach eh sehr eng zusammenarbeiten und dann einfach so ein Vertrauensverhältnis besteht dass man da einfach gut mit Markenideen um die um die Ecke kommen kann.

01:09:38: Aber

01:09:38: wo hast du vielleicht Freude gehabt, wo du etwas gesehen hast?

01:09:41: Wo du gar nicht ganz genau weißt was der Prozess war aber wurde gemerkt, ach guck mal das ist ja total markentypisch was da jetzt so im Service...

01:09:48: Ja also was mich beispielsweise jetzt im Moment sehr positiv stimmt ist dass wir natürlich auch sehr viel mit dem ganzen Thema AI und Chatbots und solchen Themen halt auch experimentieren.

01:10:00: Und da, wir haben natürlich auch eine spezifische Ton of Voice definiert für Yellow.

01:10:04: Das heißt die Art und Weise wie die Marke spricht und wie die marke klingt also auch eine Spezifischen Sound DNA.

01:10:10: Und dass diese Elemente jetzt ohne das wir eigentlich irgendwie dabei waren in der Konstruktion auch direkt missgedacht worden?

01:10:16: Die Kollegen dann gesagt haben Wir brauchen hier jemand aus dem Markenteam Der auch mit drauf guckt haben wir das jetzt auch so genau implementiert Wie das eben auch zu euren Überlegungen halt auch passt und da wirklich halt auch sagen wir brauchen euch da.

01:10:30: Und das freut mich natürlich wahnsinnig, wenn das wie gesagt dann von der von anderen Teams dann auch so angefragt wird.

01:10:36: Das ist toll wo Nachfrage entsteht.

01:10:39: Sound!

01:10:40: Gute Frage.

01:10:40: Wir wissen dass Strom gelb ist.

01:10:42: Wie klingt denn gelb?

01:10:43: Und wie seid ihr dazu gekommen dass yellow so klingt wie es jetzt klingt?

01:10:48: Genau, also wir haben natürlich dieses ganze Thema multisensorisches Markenerlebnis.

01:10:53: Damit beschäftigen wir uns ja schon sehr lange und die Marke hatte auch schon bevor der Zeit, bevor ich zu Yellow gekommen bin, auch schon ein Soundlogo was durchaus auch eine gewisse Bekanntheit auch schon hatte in den Tv-Spots dann halt auch drin war.

01:11:07: Wir haben dann aber so mit dem ganzen relaunch CD relaunch schrieben, wo wir das Thema Nachhaltigkeit viel stärker implementiert haben.

01:11:16: Das Thema Digitalisierung nochmal jetzt deutlich vorangebracht haben.

01:11:20: Haben ja auch gemerkt dass wir halt auch das Sound erleben noch mal angucken müssen und da sind wir natürlich auch ja auch ein bisschen wissenschaftlicher auch dran gegangen, haben uns dann beschäftigt die Attribute, die wir einfach in der Marke definiert haben.

01:11:38: wie übersetzen wir den auch am besten im Sound oder was?

01:11:42: Wie muss die Marke klingen, damit sie diese Attribute dann eben bei den Konsumenten auch im Kopf erzeugt?

01:11:48: Und so sind wir da eigentlich auch dran gegangen.

01:11:50: Natürlich auch in der Sound-Agentur und da auch in einem sehr umfangreichen Prozess.

01:11:55: nicht nur ein Soundlogo sondern halt auch wirklich verschiedene Soundpatterns, was ich auch im Sound von Bewegtbildkommunikation beeinflussen, die auch ein Social Media Team sich eben nehmen kann und nutzen kann.

01:12:10: Die immer wieder in der Hotline auftauchen, dass es einfach wirklich ein stringentes Erleben ist.

01:12:18: Und wie gesagt, die Town of Voice, also die Sprache eben da um diesen Soundaspekt ergänzt und das Inhalt.

01:12:24: so weit, Auch durchaus das eine oder andere Event, auch schon mal gemacht wie unseren Pop-up Space vor zwei Jahren wo es um das Thema Wasserstoff ging.

01:12:34: Wo Ali Neumann dann so ein Auftritt hatte die wir natürlich auch dann wieder beispielsweise gematched haben also mit Künstlern die für uns eine Rolle spielen.

01:12:42: Also Musiker passen die in unsere Sound DNA oder auch jegliche Vorschläge von Agenturen halt damit matchen passt das zu unserem ganzheitlichen Magen erleben

01:12:53: Also sehr spannend.

01:12:54: Und dieser Relaunch, der ist jetzt... Du hattest es schon erwähnt?

01:12:58: Wie lange ist

01:12:58: das?

01:12:58: Ja also Anfang, Anfang zwanzig, also ist ja schon vier

01:13:03: Jahre

01:13:03: auch her.

01:13:04: Okay

01:13:05: und habt ihr da im Markentracking etwas gesehen dass die Marke sich durch den Relauch verändert hat?

01:13:14: Was für uns natürlich immer auch super wichtig ist einfach um da Effizienzen zu heben ist natürlich das Thema Unternehmenszuordnung.

01:13:22: Das heißt, dass man natürlich ganz klar weiß oder auch bei schnellsten Verheben-Kommunikationsmittel sofort zuordnen kann.

01:13:29: Dass das eben von Yellow ist und da haben wir halt schon nochmal gesehen, dass wir einfach noch viel mehr Touchpoints, noch viele mehr Assets die sich einfach schneller auf uns zurückführen lassen.

01:13:40: Die Marke noch mal

01:13:41: stärker.

01:13:42: Die Markenzuordnung hat zugenommen.

01:13:44: Magst du uns einen Teil haben wie stark das zugenomen hat durch das Multisynsocial Branding?

01:13:50: Also das würde ich jetzt nicht in Prozentzahlen oder so bemessen wollen.

01:13:53: Es ist natürlich angestiegen, wir messen da halt auch wirklich unterschiedliche Touchpoints, beispielsweise messen wir es natürlich auch in Kampagnen, dass wir da halt sehen, wenn die Farbe gelb gut zur Geltung kommt, dass die Unternehmenszuordnung natürlich viel besser ist.

01:14:09: aber wir sehen halt auch, dass es durch das gesamte CD eben kommt

01:14:14: und

01:14:15: auch deutlich stärker ist als bei Wettbewerbern, aber da möchte Ja, keine Zahlen jetzt zufällig.

01:14:20: Alles gut!

01:14:21: Also du kennst die Zahlen aber?

01:14:22: Das ist schon mal gut.

01:14:23: Das ist ja wichtig das zu erfassen weil ein Großteil in dem Moment wo die Marke nicht zugeaut wird ist es gesamte Media Invest verloren.

01:14:30: Das muss man den Leuten auch nochmal klar machen dass Distinktiveness einer der stärksten wirtschaftlichen Hebel ist um mehr aus dem Marketing Budget rauszuholen.

01:14:41: Genau, wir haben da auch für uns so ein bisschen einen eigenen KPI definiert.

01:14:45: Wir nennen das immer Branded Reach.

01:14:46: Das ist eigentlich genau eine Unternehmenszuordnung oder aber auch Kampagnenerinnerung.

01:14:51: So'n gemixte Wert der einfach diesen Hebel dann beschreibt.

01:14:56: Denn ich kann natürlich mit einer geringeren Kampagne-Erinnerung die wunderbar der Marke zugeordnet wird viel mehr erreichen als durch den Media Push und ein starkes Medierbudget starken Kampagnen-Wahrnehmung, die man aber nicht der Marke zu schreibt.

01:15:13: Super!

01:15:13: Dann zum Abschluss noch ein bisschen in die Zukunft.

01:15:15: Was passiert wenn morgen Amazon Stromtarife anbietet?

01:15:20: Wenn morgen Amazon Strontarife an bietet dann werden wir natürlich trotzdem auch weiter yellow bleiben weil natürlich Amazon ein ganz anderes Markenerleben hat sicherlich auch ein sehr positives Aber sicherlich keins.

01:15:32: was die Menschen jetzt wirklich für die Experience von Yellow brennen oder sich davon begeistern lassen unbedingt in großen Scharen davon abhalten wird auch weiterhin bei uns Strom zu beziehen.

01:15:42: Also das Vertrauen einfach ist anders, bei Amazon?

01:15:47: Genau es sind vielleicht auch einfach andere Zielgruppen, es sind andere Bedürfnisse und ich glaube die Leute die sich jetzt für eine Marke Yellow interessieren sind schon auch ne bestimmte... ist auch schon eine bestimmte Gruppe von Leuten, die wie gesagt Design schätzen.

01:16:05: Die eine Anschlussfähigkeit schätzen, die es gerne einfach mögen und sich aber durchaus auch schon für eine Marke eben auch begeistern wollen.

01:16:14: Jetzt habe ich in der Vorbereitung zu dem Gespräch, da hab' ich so überlegt mit was ist denn der Energiemarkt eigentlich vergleichbar?

01:16:19: Und da ist mir ein Markt eingefallen nämlich Finanzdienstleister.

01:16:23: Ja, kannst du auch nicht Probe fahren?

01:16:25: Wird aber auch geprägt durch Transaktionspost und solche Dinge.

01:16:29: Versicherung wichtigster Touchpoint ist die Rechnung einmal im Jahr Und dann kommt die große Kündigungswelle nach der Rechnungen.

01:16:35: Also der Touchpoint hat auch negative Auswirkungen weil man vergessen hatte... Ach!

01:16:40: Die Versicherungen habe ich ja noch Aus der Perspektive von Yellow.

01:16:44: was können Versicherungs- und Finanzdienstleistungsmarken Von Yellow lernen?

01:16:51: Was würdest du denen mitgeben?

01:16:54: Sie haben natürlich auch die Herausforderung, dass sie wahrscheinlich versuchen müssen mehr Touchpoints mit dem Kunden, also mehr Kontaktpunkte mit dem Kunden überhaupt zu haben und zwar mehr positiv.

01:17:03: Und eben nicht nur wenn die Rechnungen, wie dann vielleicht jedes Jahr ein bisschen ansteigt, dass das der einzige Kundenkontakt ist.

01:17:11: Das heißt, sie müssen eigentlich neben den Markenerleben Anlässe schaffen in denen man sich beschäftigen möchte, also positive Anlässe und vielleicht gibt es auch eine Parallele eben in diesem Thema Themen an sie heranzutragen.

01:17:32: Sei's als Experte aufzutreten oder auch nur als Inspirationsgeber.

01:17:36: aber ich glaube das sind Punkte die sich schon da auch klar übertragen ließen.

01:17:45: Würdest du Ihnen auch raten mutig zu sein?

01:17:47: Frech!

01:17:50: Naja, ich habe ja vorhin Scalable auch schon erwähnt.

01:17:53: Ich denke schon also um erstmal herauszustechen kann man glaube in der Kommunikation schon auch frech sein.

01:18:02: Also da sehe ich jetzt keinen Widerspruch auch wenn es natürlich ein Produkt ist was auch Vertrauen basiert.

01:18:07: aber Vertrauen lässt sich ja nicht durch ne oder nicht zu schnell durch eine Kommunikations vielleicht gänzlich erschüttern sondern eher durch negativen Kontakt und den geht's natürlich parallel extrem gut zu gestalten.

01:18:21: Ja, noch zwei Fragen und zwar wenn du so zurückblickst gab es doch etwas wo du sagst oh das hätte ich besser nicht gemacht vielleicht auch aus deiner Agenturzeit muss gar nicht bei Yellow sein.

01:18:35: aber wo man sagt wo man noch was mitnehmen kann und man sagt okay da habe ich echt was falsch eingeschätzt übersehen was wertvoll wäre man muss ja nicht alle Fehler selber machen was die Hörer vielleicht wissen soll.

01:18:53: Also was ich, wenn ich jetzt noch mal innerhalb von Yellow auch zurückgucke.

01:19:00: Hatten wir auf jeden Fall eine Phase in der wir uns auch stark mit dem Thema Gaming beschäftigt haben und auch gedacht haben Gaming ist ja auch mit dem thema Strom sehr eng verknüpft.

01:19:11: das war auf jeden fall.

01:19:13: Ich weiß nicht, ob ich jetzt sagen kann, dass es ein wirklicher Fehler war.

01:19:16: Aber ich glaube so in puncto stringens und gerade in punto auch wir treiben die Energiewende voran und sind da auch Inspirationsgeber für einen nachhaltigeren Lebensstil waren das vielleicht Impulse, die nicht unbedingt so absolut in die richtige Richtung geführt haben?

01:19:33: Also da war der Brandfit im Nachhinein, hat's das Gefühl...

01:19:36: Ich glaube als Kategorie waren andere Themen stärker, die wir auch schon bespielt haben.

01:19:45: So wie das Thema E-Mobilität was wir ja auch schon viele Jahre gespielt haben da hätten wir noch stärker vielleicht hier und da dran bleiben können.

01:19:52: Das würde ich vielleicht rückblickend auch noch ein bisschen anders betrachten.

01:19:57: Aber wie gesagt dass es halt immer so dieses zwischen ausprobieren und man muss natürlich in dem Moment dann auch Entscheidungen treffen und Rückblicken kann man nur gucken War die Linie ganz gerade und natürlich war sie nie gerade.

01:20:10: Steve Jobs, you live like forward and connect backwards.

01:20:15: Das fühlt mich zum Markencode von Markenkraft.

01:20:18: das ist immer die letzte Frage und zwar wenn morgens markenverantwortlich in Deutschland, die für ein intangibles Produkt verantwortlich sind.

01:20:27: Und morgens auf ihr Handy gucken, ihr Laptop aufschlagen oder ihren PC anschmeißen und du hast die Möglichkeit da einen Bildschirmschoner einzublenden so als Appell- als Motivationssatz was würde da stehen?

01:20:41: Also ich glaube das ist gar nicht ein... Ich glaube dass es da gar nicht unbedingt einen Satz geben muss der für jetzt insbesondere intangible Produkte funktioniert.

01:20:52: Ich würde mir eigentlich lieber so einen Motivationsspruch oder würde mir den Wünschen, den auf den Handyscreens zu sehen.

01:21:01: Der eher diesen Transformationsgedanken, das Markenführung wie gesagt auf der einen Seite einfach Stringenz erfordert aber auf der anderen Seite auch immer wieder so ein Anspruch an Veränderungen und könnte mir sowas vorstellen ohne es zu politisch zu meinen sowas.

01:21:15: die Revolution is not a one-time event.

01:21:18: also ich muss immer wieder was Neues entwickeln.

01:21:22: Ich muss immer wieder neu angreifen, meine Wettbewerber mögen sich verändern, meine Umstände der Kontext verändert sich aber ich als Marke bleibe meinem Auftrag treu und stelle mich jeweils den Herausforderungen wie sie mir in den Weg stellen.

01:21:37: also So was würde ich... Evolution

01:21:39: is not a one-time.

01:21:40: Revolution!

01:21:42: Ah, okay.

01:21:42: also es ist der große Knall, der aber nie getan ist und dann immer wieder.

01:21:47: Also revolution is not the onetime event und das Ganze natürlich auf einem gelben Hintergrund.

01:21:54: Richtig.

01:21:55: Super.

01:21:55: Jojane vielen Dank für dieses Gespräch.

01:21:59: Was ich heute mitnehme ist ja die Stärke von einer Marke.

01:22:04: die zeigt

01:22:06: sich nicht

01:22:06: da, wo alles gleich ist.

01:22:08: Ihr hattet Mut anders zu sein und wenn die Leitung dieselbe, die Steckdose dieselbe dann entscheidet das was im Kopf passiert ja?

01:22:18: Das ist der entscheidende Punkt!

01:22:20: Und dass für alle die Markenführung auch ein wichtiger Punkt.

01:22:23: So, dann haben wir sonst gelernt also eigentlich ... das Marketing was du beschrieben hast oder die Markenführungen für intangible Produkte ist eigentlich gar kein Sonderfall sondern es ist eigentlich der Ernstfall Marke.

01:22:37: So, dann haben wir über Daten und Intuition gesprochen und dass eigentlich beides ist und Intuitionen auch Daten sind aus der Statistik unserer Umwelt gesammelt und das die Brand Experience nur zum kleinen Teil aus Kampagnen steht und ganz andere Kontaktmomente viele Chancen bieten und die Kleinigkeiten nicht viel sind sondern alles.

01:22:57: Und an der letzte Punkt Haben wir den Mut aus dem was für Wissen auch zu handeln.

01:23:04: Das würde ich mal so Spontan zusammenfassend machen und dir sehr viel für diese Inspirationen danken.

01:23:10: ganz herzlich.

01:23:11: Und schön, dass wir gesprochen haben.

01:23:13: Cool!

01:23:19: Vielen Dank dir.

01:23:35: für euch selber und die Menschen in eurem Leben.

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