Service Branding: Das Wesentliche besonders machen — Susan Schramm, CMO | Motel One

Shownotes

In dieser Episode spreche ich mit Susan Schramm, ehemalige CMO von McDonald's Deutschland, die für diese Arbeit u. a. mit dem CMO of the Year Award ausgezeichnet wurde und seit Oktober 2023 Markenchefin von Motel One. Wir tauchen tief ein in ihren persönlichen Werdegang und die Kunst der Markenführung: von globalen Kampagnen und Krisenkommunikation über die Bedeutung von unscheinbaren Touchpoints wie Gutscheinen bis hin zur Bedeutung der gelebten Unternehmenskultur und dem Mut, Neues zu wagen. Susan teilt persönliche Erfahrungen, Learnings aus ihren internationalen Stationen und erklärt, warum Zuhören und Verlässlichkeit unterschätzte Superkräfte in der Markenführung sind.

Gemeinsam entdecken wir, was Motel One so besonders macht, wie Transformation von Marken gelingt und warum Erlebnisse das Herz jeder Marke sind. Wenn du wissen willst, wie wichtig Kultur für Markenerfolg ist, dann ist diese Folge für dich.

Motel One

Susan Schramm

The Cloud One Hotels

Dieter Müller

Branded Money - Das Whitepaper

Transkript anzeigen

00:00:07: Willkommen bei einer neuen Episode von Markenkraft.

00:00:09: Für alle, die von Marken fasziniert und für ihr Wohlergehen verantwortlich sind.

00:00:23: eine Marke, die seit über zwanzig Jahren wächst.

00:00:27: ohne klassische Markenkommunikation kein großes Werbebudget keine Kampagnenstrategie im klassischen Sinne sondern Design, Architektur das richtige Bett der richtige Lichtschalter die richtige Bar in der Lobby Extrem kundenorientierte Mitarbeiter.

00:00:44: Mortal One ist so groß geworden durch Erlebnis, durch das was man fühlt wenn man die Tür aufmacht.

00:00:50: Das Ehepaar Müller hat das über zwei Jahrzehnte selbst kuratiert.

00:00:54: Ursula Schelle Müller hatte der Marke ihr Gesicht gegeben.

00:00:56: Zimmer für Zimmer, Lounge für Lounge.

00:00:59: und jetzt zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens gibt es jemanden der von außen kommt aus einer komplett Anders gearteten Marketingschule.

00:01:08: Aus der Welt der großen Botschaften, der Kampagnen und der Markenführung – ganz auch im eher klassischen Sinne!

00:01:13: Sie kommt aus einem Konzern, der wie kaum ein anderer für gesteuerte, konsistent kodierte, kampaniengetriebene Markenkommunikation steht auf globaler Bühne unter enormem öffentlichen Druck.

00:01:24: Mein Name ist Olaf Hartmann und ich spreche heute mit Susan Schramm.

00:01:28: Susan war viele Jahre die Marketingchefin von McDonalds Deutschland Als erste Frau in der Geschichte des Unternehmens, in dieser Rolle.

00:01:34: Ausgezeichnet als CMO of the Year und seit zwanzig dreiundzwanzig ist sie CMO von Mortal One.

00:01:41: Sie übernimmt damit eine Aufgabe die es in dieser Form bei Mortal One vorher nicht gab.

00:01:45: Und sie tut das in einer Zeit in der die Marke selbst im Umbruch ist vom gründergeführten Familienunternehmen hin zu einer international skalierenden Gruppe.

00:01:55: Susanne herzlich willkommen beim Markenkraft!

00:01:57: Schön dass du da bist.

00:01:58: Ja vielen Dank für die Einladung Freut mich sehr.

00:02:01: Wir starten immer mit dir als Mensch ganz simpel gefragt, wo bist du?

00:02:07: Wo kommst du her?

00:02:08: Wo bist du aufgewachsen und was hat dich dabei geprägt.

00:02:12: Ich bin geboren in Schleswig-Holstein im hohen Norden und hab da auch eigentlich alle meine Ferien verbracht bei meinen Großeltern.

00:02:20: deswegen habe ich glaube ich einen gewissen norddeutschen Einschlag aber aufgewachsen zur Schule gegangen und alle meine ersten Prägungen habe ich in der Pfalz erfahren.

00:02:32: Ich bin ganz klasse als Försters Tochter groß geworden, wie man dieses vorstellt in einem sehr schönen Fausthaus.

00:02:39: In der Falz?

00:02:41: Mit Dackel allem drum und dran!

00:02:44: Also quasi das Forsthaus Falkenau in live.

00:02:48: Deswegen kann ich auch glaube ich mit Fuchenrecht sein eine sehr glückliche Kindheit gehabt und eine sehr schöne Kindheit.

00:02:55: Und das Ganze... Das wird es vielleicht, hat das näher meinen Weg vorbestimmt ohne dass ich's erahnt habe im durchschnittlichsten Dorf Deutschlands, nämlich in Hassloch.

00:03:04: Ich werde es noch kennt inzwischen, das ist ja kein Test.

00:03:08: Ja, erzähl

00:03:09: mal genau für unsere jungen Hörer, erklär mal was Hasslochs

00:03:12: war?

00:03:12: Hassloches war quasi die Realität gewordene Truman Show.

00:03:19: also im Grunde genommen war Hasslocht das durchschnittlichste Dorf Deutschland denn Ich weiß nicht mehr genau, wie die Zahlen waren.

00:03:24: Aber ich glaube den deutschen Durchschnitt hatte man sich zwei Komma drei Kinder hat ein Auto zwei Fahrräder und einen Einfamilienhaus was auch immer.

00:03:32: und dieser durchschnitt hat sich quasi in Hassloch eins zu eins gezeigt.

00:03:36: plus es war ein sehr gut abgrenzbarer Raum als damals im TV Schaltung etc.

00:03:43: betrafen.

00:03:43: und so hat man da einen Testmarkt geschaffen von der GFK Und wurde im Grunde genommen bei jedem Einkauf hat man eine Karte vorgezeigt.

00:03:54: Und ich erinnere mich immer noch daran, meine Eltern haben damals dafür ein Hörzoo-Abo bekommen bis heute.

00:04:03: Wie wurden die denn incentiviert?

00:04:04: Das

00:04:04: Incentiv war damals die Hörzu, das gratis Abo.

00:04:09: Also ich glaube zu der Zeit war man sich gar nicht bewusst was da eigentlich passiert.

00:04:13: Ich habe eigentlich erst verstanden, was das alles war als ich angefangen hab nachher in Mannheim an der Uni zu studieren und dann quasi wurde mir eigentlich bewusst, ah das war's.

00:04:25: Aber wir waren sowieso kein sehr repräsentativer Haushalt denn während alle meine Freunde schon mit Videoregordern und den wildesten Techniken ausgestattet waren, war bei mir Zuhause immer noch dieses Neu brauchen wenn ich ... Wir haben Fernseher passt so.

00:04:42: Ich musste auch noch aufstehen zum Umschalten.

00:04:44: Das zeigt mal wie alt ich bin als insofern Also bei uns wurden keine anderen Spots eingespielt.

00:04:51: Aber tatsächlich im Nachhinein, wenn man dann darauf geachtet hat als ich älter wurde und meine Eltern besucht habe, hat man dann gesehen es gab da Produkte die sonst nirgends gab Und das wurden eben auch teilweise andere Werbungsschalte platziert man ein anderes Plakat gesehen als man's im Rest von Deutschland sehen würde.

00:05:07: Also vielleicht hat mich

00:05:09: das ja schon geträgt Komplett quantifizierte Stadt.

00:05:14: Wir halten fest, du bist also nicht digital überreizt aufgewachsen.

00:05:18: Das Gegenteil!

00:05:19: Ich bin sehr naturnah und wirklich sehr freiheitsliebend.

00:05:24: Also morgens hat man sich auch seinen Fahrrad gesetzt und sich mit Freunden getroffen und ist losgezogen.

00:05:28: Also das war eine andere Kindheit als man sie heute hat.

00:05:32: Und was war damals so?

00:05:33: die Erinnerung an das erste Geld?

00:05:37: Das erste Geld habe ich verdient... einem fehlenden Job in der In einer Sektkellerei.

00:05:48: Und das war ziemlich hart!

00:05:49: Das kann

00:05:50: ich mir vorstellen, was musstest du da machen?

00:05:52: Flaschen von einem Band in Kisten packen?

00:05:56: und ja also flaschen vom Band in eine Kiste

00:05:59: packen.

00:06:00: Ach schon am Tag!

00:06:02: Also das war sehr hart.

00:06:05: Da gibt es noch längere Geschichten zu aber das erspare ich jetzt allen.

00:06:09: und dann habe ich tatsächlich sehr oft auf Weinfesten gejobbt Ganz oft, das war natürlich klassisch für Schüler.

00:06:14: Wenn man in der Pfalz aufwächst, dass man auf irgendeinem Weinfest arbeitet und dort als Bedienung.

00:06:21: Und ab später auch während meinen Studiums viel jetzt so in Cafes oder sowas bedient um Leben bei Geld zu verdienen.

00:06:29: Ja.

00:06:30: Und erinnerst du dich an den Moment wo du erst das erste Mal eine Entscheidung getroffen hast?

00:06:34: Aufgrund einer Marke.

00:06:36: Man fängt ja so an zu konsumieren.

00:06:37: Man hat ein bisschen Geld verdient im Ferienjob.

00:06:39: Man gibt das Geld aus.

00:06:40: Und irgendwann kommt es einen Moment wo man vielleicht eine Produkt dann doch unbedingt braucht und obwohl es funktional genauso ist wie das andere, endet sich an dem Moment oder besonders prägendem Moment.

00:06:51: Ist vielleicht vorher schon passiert aber wurde sagst

00:06:54: du

00:06:54: da kam mir nix anderes ins Haus als diese Marke?

00:06:58: Also in den achtziger Jahren war's ja sehr aufwug dass man quasi auf seinen sweatshirts große Logostruck sind.

00:07:05: sofern also ich glaube in der männlichen Zielgruppe stand meistens ein sehr groß Boss vorne drauf.

00:07:13: Mädchen waren es dann, glaube ich sehr oft, beneten.

00:07:17: Das war damals tatsächlich so ein Punkt, das war schon cool und ich erinnere mich noch, ich wollte damals ... das war Chiemsee!

00:07:26: Das war eine Marke die, also ich würde richtig sagen, ich glaube, es war Chimsee aus einem Zwetschert und das fand ich damals auch sehr, sehr cool.

00:07:32: Also der Klassiker in der Mode, in der Ich-Botschaft die man nach außen sendet.

00:07:39: Und dann hast du studiert?

00:07:40: In Mannheim?

00:07:41: Aber du hast auch im Ausland studiert ne?

00:07:43: Ja

00:07:43: ich bin erst nach meinem Abitur... also ich glaube wie es wahrscheinlich jedem heute so geht oder den meisten geht Was macht man denn nach dem Abiturnen?

00:07:52: Man denkt und kennt die Welt und man denkt auf.

00:07:54: man ist schon sehr erfahren was kostet die Welt.

00:08:00: Ich war mir aber nicht so ganz klar, was ich wollte.

00:08:02: Also ich wollte irgendwas Kreatives machen und hab mal zwischendrin überlegt, ob ich Architektur studiere oder in der dann aber von abgegangen... Und habe dann entschieden, dass es vielleicht eigentlich ganz cool wäre nochmal eine Zeit lang ins Ausland zu gehen und zu überlegen, was sich denn mache.

00:08:20: War auch ein bisschen durch viele Zufälle geblieben.

00:08:25: Jetzt hab' ich's dann rausbekommen!

00:08:27: durch viele Zufälle geprägt.

00:08:29: Ich hatte die Chance in Korn, der Normandie zu studieren und habe dann da ein Jahr lang das französische Literaturgeschichte

00:08:38: etc.,

00:08:39: es war so einen Studiengang für

00:08:40: ausländische

00:08:42: Studenten und hab das da gemacht und war eine würde ich sagen sehr sehr prägende Erfahrung weil man natürlich mit achtzehn geht.

00:08:49: man zieht man los und denkt ja man weiß alles man kann alles.

00:08:55: Wenn man dann plötzlich in einem fremden Land lebt und die Sprache ok spricht, würde ich mal sagen.

00:08:59: Also Französisch war meine dritte Fremdsprache.

00:09:04: Das

00:09:04: erzeugte

00:09:05: auch wie lange ich dann Französischen konnte.

00:09:08: Ich

00:09:09: habe tatsächlich dort erstmal alleine in so einem Apartment gelebt, hab nebenbei auch da vielleicht hat sich das dann auch schon festgelegt jetzt mein späterer Weg im Hotel gejobbt, nebenbei immer sonntags die Rezeption gemacht was sehr, sehr nett war.

00:09:24: Weil die Familie, die mir das abhatten.

00:09:25: Also es ist eine längere Geschichte aber auf jeden Fall habe ich da immer Sonntags die Rezeption gemacht.

00:09:28: dafür habe ich durfte ich da kostenlos wohnen und studieren Und bei eben sehr sehr spannender.

00:09:35: Aber plötzlich merkt man wie das ist wenn die Wäsche nicht mehr gewaschen wird sondern man in einem Waschzahlung steht und mit einer Münze das Geld quasi da rein steckt und warten muss bis sie fertig ist und auch noch dafür zuständig ist Ja, dass einfach immer selber gewaschen wird.

00:09:50: Plus ein Telefon anmelden in einem Land wo man die Sprache wirklich zu dem Zeitpunkt rudimentär sprach ist schon lustig und es prägt halt weil man an einem Punkt plötzlich merkt ja man muss sich durchbeißen man an bestimmten Punkten ja einfach hilft auch nichts zu jammern sondern Augen zu und durch und nachher war's eine ganz ganz tolle Zeit Aber man ... Ich glaub, ich hab auch erst

00:10:13: ... Das klingt super.

00:10:14: Erst mal romantisch, aber dann muss man die Zähne zusammenbeißen.

00:10:17: Sehr

00:10:17: romantischer war's am Anfang und wie gesagt, meine Eltern haben mich damals hingefahren.

00:10:23: Ich hatte auch typisch Französisch einen Döschloh in der Ente.

00:10:29: Und als meine Eltern weggefahren sind, ich dann winkend da an meinem Auto stand.

00:10:35: Zwei Tage später hätte ich am liebsten alle Koffer gepackt Wenn ich nicht zu stolz gewesen wäre, weil ich vorher natürlich groß erzählte.

00:10:44: Ich gehe ins Ausland und dachte nie dass die Blöße kann ich geben das geht auf gar keinen Fall.

00:10:49: Und habe mich dann durchgebissen.

00:10:50: und wie gesagt naher war es eine ganz kandioso Zeit waren also ein ganz tolles Jahr.

00:10:54: aber am Anfang ja

00:10:56: Aber super, also finde ich total wertvoll.

00:10:59: Weil es hat auch mit unserem Thema zu tun, weil was man da merkt... Also ich habe diese Erfahrung auch zweimal gemacht und einmal in Brüssel hab' ich gelebt und sprach auch relativ schlecht.

00:11:08: Ich kann das total mitteilen!

00:11:09: Diese unlogische Sprache allein schon die Zahlen.

00:11:12: Katrevin Kerns?

00:11:14: Da muss sich ja mitrechnen.

00:11:15: Vier mal zwanzig plus fünfzehn und dann weiß ich dass das fünf neunzig sind.

00:11:19: Das ist an so vielen Stellen schwierig.

00:11:22: Und nachher geht's auf den Kopf.

00:11:23: aber ich habe auch zwei Jahre in USA gelebt Und auch da dachte ich, sprach ich schon sehr gut Englisch.

00:11:29: Aber man steht dann plötzlich in diesen Alltagssituationen im Supermarkt und fragt ein Paper Plastik.

00:11:34: Was meint ihr jetzt von mir?

00:11:37: Ob ich eine Papiertüte oder eine Plastiktüte möchte.

00:11:40: Man ist halt so in diesem Kontext, gerade wenn er noch jung ist und zum ersten Mal diese Erfahrung macht, holt einen das so auf den Boden zurück.

00:11:50: eine super Schleife, wie wir zu unserem Thema dahin kommen.

00:11:54: Weil was man da auch merkt ist das eigene Weltbild, was man im Kopf hat eben nicht allgemeingültig ist und dass es immer gut.

00:12:02: also Sarah Carter war ja kürzlich bei mir im Podcast und erst mal sie sagt alle sind desinteressiert an dem was du zu erzählen hast.

00:12:10: Consumers don't give a shit!

00:12:11: Und das zweite is they think differently.

00:12:14: Und wenn man das so im Ausland erlebt, dass man auch ganz anders auf die Welt blicken kann.

00:12:19: Dann ist das eine extrem gute Erfahrung um später auch Kommunikation zu machen, die eben nicht nur dem Angler schmeckt sondern den Fisch.

00:12:27: Dass man es schafft sozusagen sich hineinzudenken in diese Dinge.

00:12:30: und dann bist du ja nach einem Studium erst mal in die Werbergenturwelt abgetaucht.

00:12:37: Glaube ich hilft mir, wenn ich irgendwas vergessen hab.

00:12:39: Hi und Partner hier auf dem Schirm Wächter und Wächtern.

00:12:42: Also lange bei hi und also lange.

00:12:44: das war so meine erste Arbeitserfahrung.

00:12:46: Hab da das Local Store Marketing gemacht?

00:12:49: Also quasi so.

00:12:50: die haben über Spaß aufgesetzt der Maschinenraum.

00:12:54: Es war quasi Regionen und einzelne Franchisenehmer von McDonald's betreuen.

00:13:00: aber sagen wir eine

00:13:02: der besten

00:13:02: Schule die man haben konnte

00:13:04: bitte Das war schon von Anfang an hast du auf McDonald's gearbeitet.

00:13:08: Ja, also ja also das war quasi das war auch so einem bestimmten grad glaub ich auch der trigger weil ich tatsächlich damals wurde jemand gesucht für dieses für den account eben McDonalds und das war glaube ich das was ich auch spannend fand zu dem zeitpunkt argentur.

00:13:24: zum einen auch da hatte man ja damals noch eine sehr romantische sichtweise wobei wirklich ne tolle schule waren bis heute man kontakte und freunde aus dieser zeit noch hat.

00:13:35: Aber trotzdem war McDonald's schon ein großer Trigger.

00:13:39: Für so eine Marke in der Agentur zu arbeiten, das ist schon spannend.

00:13:46: Und damals

00:13:47: ist nicht wissend aber mein Leben geprägt!

00:13:49: Ja, das glaube ich und dann hat er ja auch High and Parton aus, so etwas lag ein bisschen außerhalb, war nicht in einer großen Metropole, war ja auf dem Land mehr oder minder unterhaching.

00:14:08: Ich liebe es aus Deutschland quasi sein Siegeszug angetreten hat, wo dann immer in den USA gesagt und die Kampagne oder die Agentur aus Anderhetsching.

00:14:18: Das war einfach relativ schwierig für die Ander-Hetsching!

00:14:26: Genau aber das war ja ungewöhnlich dass so ein in Deutsch also in der Provinz, also aus amerikanischer Sicht in der Provinze entwickelt die Idee plötzlich weltweit eingesetzt wird.

00:14:35: Das war ja schon ein Riesenerfolg.

00:14:39: Und du hast dann bis auf Kundenseite gewechselt?

00:14:45: Da würde mich interessieren... Was hast Du auf der Agenturseite gelernt was dir dann auf der Seite als Marketingverantwortliche geholfen hat?

00:14:58: Also meine Ich bin dann auf die Kundenseite gewechselt, aber das hat natürlich noch mal eine andere Facette.

00:15:06: Weil ich bin auf die Kundenseite geweckelt in den USA.

00:15:08: Also ich bin ja also mein erster Kundenerfahrung oder auf Kundenseiten zu arbeiten bei in Chicago.

00:15:15: Als ich habe bei McDonald's in Chicago begonnen quasi was mir geholfen hat glaube ich diese fünf Jahre an der Pulsader von McDonalds zu lernen.

00:15:28: Also tatsächlich das System lebt und atmet über Franchisenehmer.

00:15:34: Und es ist schon ein entscheidender Punkt zu verstehen, wie dieses System tickt.

00:15:40: Das hat mir dann nachher auch in der internationalen Arbeit sehr geholfen.

00:15:46: Ich glaube auch, dass man in einer Agentur schon lernt ... Auch da vielleicht ein bisschen sich durchzubeißen, Dinge zu tun ab und zu mal... Tief durch zu atmen und sagen jetzt machen wir das so.

00:16:01: Aber man eben auch gleichzeitig viel freiheiten hat, Dinge auszuprobieren, Dinge zu tun.

00:16:06: Und ich glaube dass hat mir später geholfen.

00:16:09: also ich vermute mal in dem Wechsel auf Kundenseite zum einen den Kunden schon zu kennen aber auch da noch sagen sie trotzdem nochmal eine ganz neue Erfahrung im USA dann zu arbeiten und dann eben auch nochmal in einem komplett anderen Arbeitsumfeld plötzlich, also weil USA tickt schon noch mal ganz anders als wir Deutschen das tun.

00:16:31: Und was mir aber auch geholfen hat ist diese, die man immer so ein bisschen herauf beschwert, aber diese deutsche Arbeitseetik, wie man hat.

00:16:41: Das will ich jetzt erledigen und tun.

00:16:43: Das muss jetzt fertiggestellt werden.

00:16:46: Was mir glaube ich manchmal geholfend hat, manchmal aber auch tatsächlich einen an die Grenzen geführt haben, weil ich global tätig Und eigentlich ist immer irgendeiner in der Welt aufgestanden, der irgendwas wollte.

00:16:58: Dann wird es irgendwann zu dieses... Ja muss man sich auch organisieren lernen!

00:17:03: Ja das glaube ich.

00:17:04: Also das ist ganz interessant dass den Ruf haben die deutschen international, dass wenn Engländer sagt oh ja yeah we're gonna do this.

00:17:12: Das heißt noch lange nicht, dass das passiert.

00:17:14: Wenn ein Deutscher sagt Yeah We're Gonna Do This ...it's gonna happen, ja?

00:17:18: Und das empfinden die teilweise als befremdlich.

00:17:20: Ja, die machen ja wirklich was, die sagen... Das ist doch bei uns eigentlich nur soziales Schmiermittel,... dass wir sagen, dass wir das tun werden, damit jetzt hier sozusagen das Gespräch weiter im Fluss bleibt und wir uns alle gut verstehen.

00:17:30: Aber das heißt dann auch lange nicht, dass we das wirklich tun!

00:17:33: Das

00:17:34: stimmt.

00:17:34: Das ist glaube ich sehr deutsch.

00:17:36: Also man merkt dann, dass man vielleicht deutscher ist, als man das denkt, so wie es das betrifft.

00:17:41: Und was war der wahrnehmbar größte Unterschied für dich...?

00:17:44: Von der lokalen Ebene, also nationalen Ebenen auf eine globale Ebene.

00:17:48: Du hast glaube ich die Disney Allianz heute zwischen McDonalds und Disney?

00:17:52: Was ist ja auch ein spannendes Thema.

00:17:54: aber was hast du da als... Das ist super!

00:17:57: Auch allein aus der Markensicht wieder.

00:17:59: Erzähl da gerne drüber.

00:18:00: Aber was haste so als größten Unterschied wahrgenommen zwischen national arbeiten und global?

00:18:06: Tatsächlich sich auf diese ganzen unterschiedlichen Mentalitäten einzustellen und da eben auch viel zu lernen.

00:18:12: ich kam von der Universität, wie gesagt also meine internationale Erfahrung war jetzt Frankreich und Urlaube.

00:18:19: Aber plötzlich in einem Land zu leben und dann aber auch plötzlich... Also sagen wir mal, ich werde richtig gesagt das für diese McDonald's Disney Alliance zuständig haben und da ging es eben auch sehr viel um Verhandlungen, um Release Dates verschieben von Filmen die mit Happy Meal relaunches oder Happy Launches nicht relaunchen sondern Happy Meals Promotions abgestimmt werden musste.

00:18:40: Das heißt, wenn einer irgendwas verschieben wollte war das ein Problem für den anderen, dass immer auf Länderebene... Das heißt gab auch viele Diskussionen und das zum einen zu moderieren, zum anderen auch zu verstehen wie bestimmte Länder oder die bestimmten Regionen ticken.

00:18:58: Also es war wirklich spannend.

00:18:59: also wir haben einmal einen globalen Spot gemacht und diese Abstimmung mit Europa Asien Amerika unglaublich.

00:19:07: Also, wo man wirklich irgendwann dachte das gibt's doch alles gar nicht also weil immer einer irgendein Problem mit irgendwas hatte.

00:19:14: Das war dann so dass man dachte es ist irgend einen gemeinsamen Nenner zu finden.

00:19:18: also näher gelingt es dann schon.

00:19:19: aber man muss sich wirklich in diese Mentalitäten rein fühlen und lernen.

00:19:25: wir sind ja Bildungspotcast.

00:19:27: also wenn wir den Leuten da draußen was mitgeben sollten die dann in so eine Position rutschen hast du irgendwas dabei gelernt wurde merktest Da hast du dir so eine Technik angewöhnt, wie du solche kritischen Momente besser bewältigt hast oder irgendwie so ein Ding was am Anfang wurde dir immer ne blutige Nase geholt hast und später hast es anders gemacht und das hat dann funktioniert.

00:19:46: Gibt's da so etwas was man den Leuten mitgeben kann?

00:19:50: Ich glaube das ist eher ein persönliches Ding.

00:19:52: ich finde es schadet immer nicht erstmal zuzuhören also einfach zu verstehen und zu beobachten wie jemand tickt.

00:20:02: meine ersten Meetings in Lateinamerika.

00:20:06: Also man ist dabei, man beobachtet, man ist auch aktiv dabei aber ich finde man bekommt ganz viel mit wenn man seine Antennen einfach mal offen lässt oder seine Wahrnehmung mal bewusst darauf konzentriert.

00:20:20: was passiert hier wie agieren Menschen miteinander hat natürlich auf jeden Fall wahrscheinlich mit Empathie zu tun die man hoffentlich hat.

00:20:28: Aber ich glaube das hilft am Anfang erst mal zu beobachten und nicht gleich als der Zampernoder reinzuspringen.

00:20:35: Glaubst du, das fällt Frauen leichter als Männern?

00:20:38: Ja

00:20:41: Du warst ja auch die erste Frau auf sozusagen erster Frau im Vorstand von McDonald's.

00:20:47: In Marketing, genau.

00:20:49: Und da war die Verweildauer der Männer, die davor waren, ja nicht besonders lange.

00:20:53: Und du hast ja richtig lange ausgehalten.

00:20:55: Sechs

00:20:55: Jahre.

00:20:56: Worauf fühlste das zurück so?

00:20:59: Ja sind viele Faktoren.

00:21:01: also zum einen Es ist nicht einfacher, wenn ich nicht sagen.

00:21:06: Aber es ist natürlich ein großer Vorteil, wenn man das System kennt und vor allem aus vielerlei Facetten kennt.

00:21:12: also wie gesagt ich habe im Maschinenraum angefangen bei der Agentur hab dann ganz viele Bereiche auch innerhalb des McDonalds Systems durchlaufen.

00:21:22: Ich war in USA,

00:21:24: d.h.,

00:21:24: man weiß so'n bisschen wie's funktioniert Und

00:21:27: ich glaub

00:21:28: Der entscheidende Punkt Also war er für mich zumindest immer ist diese Zusammenarbeit mit den Franchise nehmen die natürlich ein ganz ganz großes Mitsprache recht haben weil.

00:21:38: Das Marketing Budget ist quasi deren Geld so.

00:21:41: das heißt, dass es in Anführungszeichen hatte ich zwei Chefs einfach mein CEO aber natürlich auch die Gruppe der Franchises nehme.

00:21:51: und ich glaube wenn man.

00:21:53: Das versteht und auch da eine gewisse Wertschätzung und Respekt gegenüber zeigt dann kann man schon sehr, sehr gut arbeiten mit dieser Gruppe und hat ungeahnte Möglichkeiten auch in diesem Unternehmen.

00:22:07: Weil man natürlich ja auch mit riesigen Budgets und wahnsinnig viele Möglichkeiten dort ausgestattet ist.

00:22:15: Aber ich glaube der Kern ist, man muss verstehen wie das System funktioniert und den Vorteil hat man natürlich wenn man lange dabei ist.

00:22:23: Und du hast wahrscheinlich dann auch mit Vorurteilen am Anfang kämpfen müssen?

00:22:27: Gab's da so... Etwas wurde sass ok da hat sich das dann aufgelöst.

00:22:31: Das war eine aktion, dass war eine leistung oder ein moment wo du sagst okay jetzt nehmen die mich wirklich ernst.

00:22:38: also eine was ja durchklingt ist der konnte man ja nix vormachen.

00:22:41: Du wusstest

00:22:43: das klingt auch gar nicht so war es nicht.

00:22:45: aber ich sage ich glaube ich habe das.

00:22:47: also ich kenne das system oder ich kannte das system sehr gut und Die menschen die da agiert haben und es hat ja immer viel mit mit menschen zu tun mit dem man interagiert, mit denen man zusammenarbeitet.

00:23:01: Und ich fand es immer wichtig tatsächlich dieses Thema auch da zuhören und mitnehmen was da in Kommentaren kommt.

00:23:10: Ich glaube das ist etwas... Das System vertriegt ganz wenig Arroganz zurecht also ist ja auch selten eine angenehme Eigenschaft aber dieses als Partner zu sehen und ich hatte wirklich gerade jetzt meinerzeit dieses Franchise-Komitee ganz tolle Franchise nehmen, mit denen es auch wirklich Spaß gemacht hat zu arbeiten die auch begeisterungsfähig waren und Dinge weitergebracht bringen wollten.

00:23:33: Und auch mal quasi ungewöhnliche Dinge gemacht haben.

00:23:38: Das hat wie du sagst wahrscheinlich aus Mit Vertrauen zu tun dass man sich erarbeitet weil ich auch mir persönlich manchmal nicht zur Bullshitten also dieses Manche Dinge musste man eben auch als Unternehmen dann mal versuchen durchzubekommen die vielleicht Franchises nehme nicht so toll finden.

00:23:53: umgekehrt und ich glaube das ist immer ein geben und nehmen Aber solange das in der respektvollen Art und Weise passiert, finde ich kann man auch viel gemeinsam erreichen.

00:24:02: Und ich hatte da wirklich tolle Partner mit denen es auch wirklich Spaß gemacht hat Dinge zu machen.

00:24:05: Das ist auch nochmal was entscheidendes.

00:24:08: Mir hat das immer wahnsinnig viel Spaß gemacht also dass es so vielleicht ein besonderer Luxus dem man hat, dass man was hat wo man wirklich jetzt nicht jeden Morgen und jede Sekunde aber einfach hingeht und sagt brauche ich arbeite für eine tolle Marke?

00:24:23: Und das ist auch noch mal entscheidend.

00:24:27: Ja, schön!

00:24:28: Okay also wir nehmen mit zuhören Killer-Kompetenz.

00:24:33: Empathie, Wertschätzung und dann eben auch wenn die Leute einem glauben dass man im Sinne der Sache arbeitet, dann hat man auch mehr... Ist man auch wirksam als wenn man da herkommt und den Leuten die Welt erklärt.

00:24:44: Definitiv.

00:24:45: Das ist gut.

00:24:46: Du hast ja zwanzig neunzehn?

00:24:48: Dann ein sehr wichtigen Teil bei McDonald's verändert.

00:24:51: du hast also sozusagen die McDonalds App so zum strategischen Herzstück gemacht und ein bisschen weg von der Massenkommunikation.

00:24:59: Das kann ich, musst du korrigieren wenn es falsch ist aber ich glaube ein bisschen also die sozusagen... Es war aber ein ganz wichtiger Teil der wurde natürlich auch beworben.

00:25:07: Ist ja klar wurde drum herum viel Kommunikation gemacht.

00:25:10: Aber was war der Auslöser da?

00:25:11: So kannst du ein bisschen so die strategische Situation mit der App beschreiben warum ihr dann so massiv drauf gesetzt habt.

00:25:20: Es ist natürlich auch eine Unternehmensweite Initiative gewesen.

00:25:23: Das kam damals sehr stark aus dem globalen Management, die sich eben so drei große Themen vorgenommen hatten also das Thema Delivery damals dann Digitalisierung und... ...das war tatsächlich diese Digitalisierung hat sich ja wahnsinnig entwickelt mit App, mit diesen ganzen Mobile Marketing usw.. Da hat McDonalds natürlich gesagt okay da muss man dabei sein.

00:25:50: Und natürlich kam diese Initialzündung schon aus USA und auch von uns, wir hatten schon immer eine App.

00:25:57: aber das so weiter zu entwickeln, auch im Zusammenspiel mit den Kiosken die dann überall eingeführt wurden in den Restaurants.

00:26:07: Also dieses ganze Thema nicht nur App sondern wirklich den ganzen Bestellablauf, die ganze Customer Journey viel mehr zu Personalisieren hat man einfach eine Notwendigkeit empfunden, weil ich glaube es gibt unglaublich viele Daten die man damals als McDonalds hatte.

00:26:24: Aber eben nie dieses im Detail.

00:26:27: also dies zu sagen wer kommt wann wie oft was ist ich komme der immer zum Frühstücken kommt er dies also diesen Datenreichtum der eigentlich da lag hat man vorher nicht.

00:26:37: also man wusste diese ganzen allgemeinen Markt Forschungsdaten die man natürlich hatte auch bis zum get know.

00:26:44: aber diese die Schönheit eigentlich der Personalisierung und was man damit alles machen konnte.

00:26:51: Da hat natürlich einfach das Potenzial, dass da drin war, jeder erkannt und insofern ist der Zug dann auch wirklich mit Vollgas losgestartet.

00:26:59: Und Deutschland war eben auch einer der Kernmärkte, die das mit nach vorne getrieben haben und einfach eine spannende Reise gewesen.

00:27:09: Ja.

00:27:10: Magst du ein Beispiel teilen, wo was dann daraus zum Beispiel abgeleitet wurde?

00:27:14: Was anders danach war also ob das Produkte waren oder die Erkenntnisse weil Daten sammeln.

00:27:21: Das ist ja mein super Argument aber dann handlungsleitend daraus etwas ableiten.

00:27:26: Wir

00:27:27: sind jetzt, ich würde mal sagen Donaldsdeutschen war immer schon sehr digitales jetzt falsch.

00:27:32: in den Anfängen waren wir eines der ersten Länder dass damals eine Crowd-Sourcing-Kampagne gemacht hat gesagt, quasi build your own Burger.

00:27:40: Also die erste kleine digitale Kampagne.

00:27:43: Wo man dann gesehen hat wenn man wirklich mal... ...die Gäste fragt, die dann ihre eigenen Produkte entwickeln konnten?

00:27:49: Dann wurde gewoted quasi online Werden jetzt das beste Rezept hat der wurde in der Kampagnen und der Burger wurde auch tatsächlich mehr eingeführt.

00:27:57: So so hat sich das schon endlich, dass man sagt okay da ist ein Riesenpotenzial drin weil man viel näher am Kunden ist.

00:28:03: Und ich glaube wo sich natürlich viel geändert hat ist auch zu sagen wir haben ja Also kennt jeder die großen Kupon mailings von McDonald's hier im regelmäßigen Abständen auch verteilt werden und jeder in seinem Briefkasten findet, aber eben auch da zu sagen ist es noch zeitgemäß.

00:28:21: Und da hat natürlich auch nochmal die App ein Riesen push bekommen und so sagen Ist das nicht dass ich jedem quasi immer das gleiche gebe?

00:28:28: oder ist Es nicht?

00:28:28: zum Beispiel wenn ich jetzt ganz banale Beispiele Ich bin Vegetarier bin ich nicht.

00:28:33: Wenn ich das denn wäre und bekomme Big Mac Gutscheine hilft mir das nicht.

00:28:36: So wie kann ich das viel viel mehr aussteuern?

00:28:39: und das ist eben sehr viel klar geworden.

00:28:41: oder ich hab jetzt plötzlich sehen können, was wir ganz konkret dann gemacht haben auch Nutzungsanlässe und sagen.

00:28:46: Das ist jemand der kommt immer zum Frühstück jede Woche.

00:28:49: kann man den nicht eigentlich mit einem Coupon z.B.

00:28:51: oder einer speziellen Kommunikation noch mal dazu bringen vielleicht auch nochmal zum Abendessen zu kommen also diese ganzen Themen benutzungsanlässlich zu schaffen?

00:29:01: in der direkten Ansprache.

00:29:03: Und das hat man früher eben nicht gemacht war es eher das Gießkannen-Prinzip hat aber auch sehr gut geklappt.

00:29:11: Aber jetzt eben nochmal eine Spierspitze.

00:29:14: Ja, interessant!

00:29:15: Aber wo du gerade die Gutscheine erwähntest finde ich ganz interessant weil wir haben kürzlich nämlich den Einfluss von Giftcards also wirklich Geschenkgutschein also Karten auf die Wahrnehmung von Handelsmarken untersucht und haben gesehen dass sowohl bei Käufern als auch bei Empfängern einmal die Resonanz an allen Touchpoints zugenommen hat, also war wie so eine Brausetablette für die gesamte Markenkommunikation.

00:29:41: Also man nimmt die Marke überall stärker wahr, bewertet sie besser und hat auch noch ein stärkeres Markenbild.

00:29:47: deshalb wundert mich dass ich glaube McDonalds Deutschland setzt es bis heute keine keine sozusagen.

00:29:53: die Starbucks-Karte ist ja ein anderes Beispiel einen Riesenerfolg wo Neben dem wirtschaftlichen Teil, das ist ein Großteil der Guthaben da.

00:30:00: Direkt sozusagen gewinnneutral als Cashflow-Injektion funktioniert.

00:30:06: aber die Starbucks Karte war ja auch ein Riesenerfolg.

00:30:09: Warum hat McDonalds zumindest in Deutschland das nie gemacht?

00:30:12: Also immer nur mit diesen Gutscheinen und Coupons gearbeitet?

00:30:16: Kann ich so sagen... also zu meiner Zeit, wir haben es mal versucht zwar damals Eine ganze Weile her, aber wenn ich mich richtig erinnere hat es damals einfach eine Problematik was die interne Verrechnung mit.

00:30:28: Also Franchisenehmer selbstständig unter also

00:30:31: wo die wo die Erträge oder die sozusagen das schlummer Geld oder die Breakage

00:30:35: verbucht ist.

00:30:36: Wenn ich jetzt aber nicht dass sie etwas Falsches sage, also falls ihr den Podcast hört und das nochmal berichtigen kann Aber ich erinner mich, dass es glaube ich der Grund war, dass wir das intern in der Frechnung so kompliziert wurde Dass quasi der Gutschein ja bei einem Franchisnehmer zum Beispiel gekauft werden kann Und dann beim anderen eingelöst,

00:30:53: wer kriegt jetzt das Geld?

00:30:54: Richtig.

00:30:57: Vielleicht hatten wir uns inzwischen auch schon gelöst, das weiß ich nicht aber damals war es so ein sehr komplizierter Prozess und war dann irgendwie der Stand auffahnt und wird nicht gegeneinander.

00:31:10: In Österreich ja, aber

00:31:12: wenn sie in Österreich gehen müsste es eigentlich in Deutschland auch gehen.

00:31:15: Da, wie sagt er?

00:31:16: Kommt ja vielleicht noch.

00:31:18: Nicht dass meine ehemaligen McDonalds-Kollegen jetzt gerade aufschreien und sagen Gott das will

00:31:22: nicht!

00:31:23: Aber es war ein sehr interessante Erkenntnis weil man denkt so wie eine Gutscheinkarte die ist das ein wichtiger Markentouchpoint.

00:31:29: Wie kann denn das sein?

00:31:31: aber wenn man mal psychologisch darüber nachdenkt.

00:31:33: ich kaufe so einen Geschenkkarte Ich will sie verschenken meinem Neffen und was weiß ich.

00:31:38: Und dann ist ja die Psychologie auch so ich will ja nicht blöd dastehen vor ihm Ja, und das heißt danach bin ich total mein Gehirn ist total aufgespannt.

00:31:46: Auf alle Markensignale?

00:31:47: Ja klar!

00:31:47: Das war eine gute Entscheidung der wird sich riesig darüber freuen.

00:31:49: dann gibt es den Moment der Übergabe emotional besetzt und die Marke spielt da eine Rolle Und dann kriegt derjenige die Karte und dann denkt er schon drüber nach ach da gehe ich mit meinen Freunden hin oder Dann löse ich die ein oder und plötzlich ist auch dessen gehören total auf gespannt alle markensignal wegen des steh.

00:32:05: also Es ist und das tolle daran ist Der kunde bezahlt's auch noch.

00:32:09: alle andere Formen der markenkommunikation muss man ja als Unternehmen bezahlen.

00:32:13: In dem Fall gibt uns der Kunde Geld, also ich bin da ganz fasziniert von dieser Kenntnis.

00:32:19: Aber selbst wieder weil du das sagst mit diesen Coupons, es war immer eine Diskussion, druckt man diese Coupon noch?

00:32:25: Also folgerlich die App auch wurde und wir haben damals mal so ein Research gemacht zu diesem Coupant-Häftchen, also es hieß immer Coupanbuch.

00:32:34: Ja ich erinnere mich, ich habe die auch noch, ich hab dir auch noch eingelöst.

00:32:37: So und

00:32:37: es war wirklich interessant, dass tatsächlich... Man hat immer so, ja ist das wertig für eine Marke etc.

00:32:43: Also die Leute warten oder die Menschen warten auf dieses, also die meisten sind so trainiert, dass sie genau wissen, da kommt bald wieder irgendwie eins weil wir natürlich auch bestimmte Zeiträume hatten.

00:32:52: aber auch dieser Schnipsel an sich von dem man denkt der ist ja nicht sonderlich wertvoll er wird im Geldbeutel getragen und der hat eine Wertigkeit und es ist die Marke jetzt immer wieder präsent.

00:33:02: Also auch die hängt am Kühlschrank mit dem Magneten.

00:33:05: Media-Wert, überleg mal!

00:33:07: Die Marke hängt dann irgendwie drei Monate am Kühlschrank?

00:33:10: Absolut.

00:33:10: und da kann man jetzt sagen ja was ist das?

00:33:13: Die ist präsent und die ist im Haushalt.

00:33:15: plötzlich also bei mir uns auch gegen die Zack am Kohlschrank wird die dahin gepinnt so dass es so... Und es hatte einen Wert.

00:33:24: also wenn wir dann teilweise mal gefragt haben was für dich jetzt gerade ein relevanter war es ist auch schon eine Weile her aber das war dieses Es hatte einen großen emotionalen wird dieser Schnipsel.

00:33:34: Das hätte ich niemals gedacht, naja das ist halt günstig.

00:33:37: also es wird genommen weil man den Arbeit... nein!

00:33:40: Man trägt's im Geldbeutel und hat ihn dabei.

00:33:44: Deshalb haben wir die... Wir haben dann White Paper drüber geschrieben, dass haben wir auch branded money genannt.

00:33:49: Das ist im Endeffekt branded money.

00:33:53: Und was auch interessant ist, wenn wir irgendwas kaufen, dass unser Gehirn damit sozusagen Wenn wir Geld ausgeben müssen, dann findet unser Gehirn das nicht toll.

00:34:03: Das ist wie Schmerz!

00:34:05: Also wir wissen dass im Gehirnen im gleichen Bereich gefeuert wird wie wenn ich mir den Finger schneide.

00:34:10: So und in dem Moment ja es ist nicht ganz so schlimm, nicht ganz intensiv aber es ist wie als würde ich mir einen Fingerschneiden.

00:34:17: Aber in dem Moment, dagegen steht natürlich der Wert, den ich bekomme.

00:34:21: Also das Belohnungszentrum wird aktiviert und mittlerweile können die im MRT, also im Magnet-Resonanztomographen, können sie voraussagen ob jemand kaufen wird oder nicht indem sie einfach die Ladung des Belohnenszentrums mit dem Laden des Schmerzzentrums vergleichen.

00:34:34: und wenn Belohnungen mehr, schmerz weniger dann wird gekauft.

00:34:37: Und jetzt hier der Gutschein weil du gerade sagst Jetzt gehe ich da rein und ich kriege ja den vollen Wert des Menüs Hab aber reduzierten Schmerz und dass das natürlich auf die Marke positiv abstrahlt ist offensichtlich.

00:34:51: Das heißt, es ist ein super Moment also für alle da draußen Bildungspotkast denkt darüber nach wie ihr solche Momente für eure Kunden gestalten könnt.

00:35:00: Noch mal zurück zu McDonald's.

00:35:02: In der Pandemie, das war ja wirklich eine Nagelprobe und du hast da auch sehr viel Krisenkommunikation und Markenführung miteinander kombinieren müssen.

00:35:11: Und da hast Du was uns wichtig ist diese Kampagne im Lockdown gemacht.

00:35:19: Hast dann aufgerufen in dieser branchenübergreifenden Aktion zusammen gegen Corona.

00:35:24: Ja, das weiß ich

00:35:26: nicht.

00:35:27: Wir waren Teil dessen.

00:35:28: Aber es ist ja schon ein Spannungsfeld gewesen auch als amerikanischer Konzern wenn man sieht was in Amerika passiert ist mit Impfgegnern und so weiter.

00:35:37: aber warst du davon anfangen klar?

00:35:39: da müssen wir dabei sein weil ihr wart ja mit sozusagen von Anfang an.

00:35:42: dabei War dir das Risiko klar oder hast einfach gesagt Du fühlst dass das richtig ist?

00:35:48: Da hatte ich jetzt ja Risiko.

00:35:50: also tatsächlich hat Überzeugungsarbeit gekostet.

00:35:55: Und das war ja eine relativ schnelle Aktion, die damals gemacht wurde.

00:35:58: aber wie du sagst ich hatte es gefühlt dass es richtig ist damit so und es auch wichtig ist damit zu machen.

00:36:04: Die größere Herausforderung war man musste sein Logo ändern und das ist was.

00:36:11: also ob ich die Aktion mache?

00:36:13: Das musste ich quasi mit meinem Ziel erhoben.

00:36:15: Also wie gesagt das ist ja was ich gesagt habe.

00:36:17: Man konnte bei uns wirklich... Ich hatte einen unglaublichen Gestaltungsspielraum.

00:36:26: Das war nicht das Problem, sondern dieses ... Ich hab nachts Gespräche mit USA geführt um zu sagen okay wir ändern es jetzt weg.

00:36:32: Also wo dürfen wir ran?

00:36:35: Deswegen haben wir auch nachher den Claim quasi der hat nicht das Logo... Wir sind auf ein bisschen an der Grenze entlang gegangen.

00:36:44: von dem was jetzt global glaube ich jetzt aber am Ende dass das Ergebnis hat alles gerechtfertigt.

00:36:51: Kannst du

00:36:51: kurz diejenigen, die die Kampagne nicht mehr auf dem Schirm haben, kurz beschreiben was da gemacht wurde?

00:36:58: Ich weiß gar nicht wieviel es waren.

00:37:00: Über fünfhundert Unternehmen glaube ich an das richtigem Kopf habe, die sich zusammengeschlossen haben und jeder hat... Also es ging darum dass man eben, dass das Impfen wichtig ist in Coronazeiten und haben ihr Logo geändert in irgendeiner Form mit einem Claim der zum impfen Aufruf Aufrief.

00:37:20: damals, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.

00:37:22: Auch das ist schon echt lange her.

00:37:23: Also und ich glaube alles was Corona betrifft hat man irgendwie aus seinem Gehirn

00:37:26: teilweise gesprochen.

00:37:27: Ich hab gerade ein Neugier... Das verwerte man früher immer wirklich mit Inzidenzen und dies und jenes.

00:37:32: also weiß man all des Zuglück nicht mehr.

00:37:34: aber auf jeden Fall war das eine gute Initiative.

00:37:37: alle haben sich dort zusammengeschlossen haben gesagt sie ändern ihr Logo in dem Wissen also dass man's erkennt aber den Claim zum Beispiel passen denen an.

00:37:43: Also witzig geistreich um das eben zu zeigen dass es ne wichtigkeit hat für uns alle quasi, dass alle gemeinsam für alles einstehen.

00:37:52: Und das haben wir auch damals mit voller Überzeugung gemacht und war auch richtig, das zu tun finde ich bis heute.

00:37:58: Es steckte da ist ja nichts passiert in dem Sinne aber es steckt ja trotzdem im Shitstorm Risiko darin, gesellschaftspolitisch aufgeladen große Fraktionen dagegen und so weiter.

00:38:07: und McDonalds ist ja schon immer unter Beobachtungen auch also mit Massentierhaltung etc.

00:38:12: Auch da wieder einfach gefragt Umgang kritischen Themen, Shitstorm wie Risiko.

00:38:18: Was würdest du da empfehlen für Markenverantwortliche die in solche Situation kommen?

00:38:24: Hast du da irgendwas gelernt wo du sagst okay vor allen Dingen in solchen Situationen eins zwei drei beachten?

00:38:34: Ja wahrscheinlich gibt's ja kein pauschal Empfehlung oder keinen Pauschal Rezept.

00:38:38: also McDonalds weil kann man sagen ganz früher war Vormitter ist jetzt nicht so noch weit vormitter immer sehr sehr verschlossen mit allem was Kommunikation betraf Und sehr, wir erzählen nichts.

00:38:50: Wir tun

00:38:50: nichts.".

00:38:53: Dann hat man sich stark geöffnet und war viel transparenter in der Kommunikation.

00:38:58: Hat auch mal Blick hinter die Kulissen erlaubt.

00:39:01: Die Kommunikationsabteilung ist völlig anders als es früher war.

00:39:04: Da wird wirklich sehr offen kommuniziert.

00:39:06: Es wird in den Dialog gegangen.

00:39:08: Genau dieser Angang hilft einem auch in kritischen Zeiten.

00:39:13: Wenn man als Unternehmen wahrgenommen wird das transparent und ehrlich kommuniziert ... Es kommt natürlich jetzt auf den Grad des Problems an, muss man auch sagen.

00:39:25: Ich glaube es hilft nicht irgendwie alles zu beruhigen wenn das nicht der Fall ist.

00:39:28: aber ich glaube mit einer Ehrlichkeit und Offenheit zu kommunizieren ist das beste weil ich glaub dass das alles was man vielleicht früher ich sag gar nichts oder ich gehe nicht raus ist irgendwann backfired ist auf ein.

00:39:43: also meine Erfahrung jetzt aus allen wenn's mal kritisch wurde war er den in den offenen Dialog zu gehen.

00:39:52: Also je nachdem, wie gesagt muss auch wieder gucken was jetzt also was die Situation ist.

00:39:55: man kann das ja nicht so.

00:39:56: allgemein würde ich sagen also bei manchen den kann man einfach nichts dann kommunizieren.

00:40:02: aber im normalfall finde ich wird es eher gewertschätzt wenn über den langen zeitraum hinweg schon als transparentes offenes unternehmen wahrgenommen wird und auch dann in dem fall eine gewisse ehrlichkeit waren.

00:40:14: weil auch gerade in unseren zeiten Ich glaube, ich kann mir sowieso kaum noch was irgendwie hinterm Berg halten.

00:40:19: Und deswegen lieber auch mal eine Schwäche eingestehen, was aber nicht so einfach ist für Unternehmen und gerade in den Strukturen, in denen wir alle groß geworden sind, wo man sehr stark über Kontrolle, welche Kommunikationskanäle wie was... Aber diese Ehrlichkeit wird eher belohnt und jeder Shitstorm zieht dann irgendwann vorbei.

00:40:42: Was ich daraus ziehe, der richtige Umgang mit dem Shitstorm weit vor dem Shitstorm beginnt.

00:40:48: Das heißt, man muss die Grundlage schaffen um im Shitstorm glaubwürdig zu sein musste viel früher anfangen.

00:40:53: und diese Kultur der Transparenz.

00:40:55: Und was mit dem Zugeben von Schwäche?

00:40:58: das ist ja interessant aus der Psychologie der sogenannte Pretfall Effekt Der passt an der Stelle dass viele Angst haben davor schwächen zuzugeben.

00:41:07: aber in einem bestimmten Kontext wenn deine Kompetenz etabliert ist Dann wirst du sympathischer und die Leute sind bereitwilliger, dir auch Fehler zu verzeihen wenn du dich als menschlich zeigst.

00:41:18: Wenn du sagst damit ringe ich noch hier habe ich Schwierigkeiten mit hier hab ich vielleicht ein Problem.

00:41:23: Wenn deine Kernkompetenz da nicht angegriffen wird dann stärkt es sogar die Wahrnehmung.

00:41:29: also das wurde untersucht eben mit jemandem der in eine Situation geführt wurde und als mega kompetent dastand.

00:41:36: Und beim rausgehen sozusagen der eine verschütteten Kaffee bisschen auf seine Hose also sozusagen eine menschliche Schwäche, die aber nichts mit der vorherigen Kompetenz zu tun hatte.

00:41:46: Und der andere ging einfach strahlen von der Bühne ab und danach wurde bewertet wie sympathisch sind die Leute?

00:41:52: Wie viel Vertrauen haben sie zu den Menschen?

00:41:54: Und der, der Kaffee verschüttet hat, hat viel mehr Vertrauen bekommen von den Leuten.

00:41:58: Das heißt das... Also von der Psychologie her auch für die Marke übertragen.

00:42:02: Das heisst auch mal zwischendurch so sagen wenn da was zu berichten ist, was jetzt nicht mit der Kernkompetenz zum Beispiel Lebensmittel Vergiftung von Bürgern zu tun hat.

00:42:12: Ja, das ... Tintinkriegswahl

00:42:14: hatte ich zu glücklich.

00:42:18: Dann kann man da sehr offen und transparent mit umgehen.

00:42:21: Man kann sich auf die Psychologie verlassen, dass der Marke eigentlich gut tut.

00:42:26: Super!

00:42:26: Da haben wir doch was Schönes rausgearbeitet.

00:42:30: Du wurdest ja CMO auf dir.

00:42:32: Das ist ja... Im Corona-Zeiten?

00:42:34: In Corona-Zeiten!

00:42:35: Das ist krass.

00:42:36: Und du saßtest damals selber, dass du bei McDonalds auch die Führungskultur verändert hast und das war auch ein Teil davon wurde immer wieder erwähnt.

00:42:45: Darf ich fragen?

00:42:45: Weil da habe ich nichts drüber gefunden.

00:42:48: Was hast Du denn anders gemacht?

00:42:50: Was war Dein Einfluss auf die Föhrungskultur?

00:42:55: Man sagt ja viel.

00:42:56: Ich weiß

00:42:57: nicht, ob ich jetzt die Förungskultur verändert hab... Es ist ja immer

00:43:01: so im Marketing.

00:43:02: Im Marketing.

00:43:03: Ja nur um den Bereich.

00:43:05: Sag ich, das hörst du vielleicht auch ein bisschen raus?

00:43:07: Ich glaube ja fest, dass die Marke hat in meinen Augen viel mit Kultur zu tun und bin überzeugt, dass sich eine Marke also jetzt gerade wie McDonald's zum Beispiel für Lebenslust, für diese Freude und den schönen Genussmoment steht oder den kleinen GenussMoment oder irgendwie auch viel Spaß.

00:43:29: Ich den nur vermitteln kann, wenn ich auch selber ein bisschen Spaß habe an dem was ich tue.

00:43:32: Habe ich ja vorhin schon mal gesagt dass ich muss glaube ich auch einen Umfeld schaffen in dem man Dinge gestalten kann indem man mit Leuten auch mal neue Ideen entwickeln kann und an manchen Dingen vielleicht auch mutig sein.

00:43:45: also ich hatte das Glück ich hatte eine ganz tolle Agentur Partner mit denen zusammen man das gemacht hat.

00:43:51: Und meine Philosophie ist halt die Richtung Empowerment Weil ich selber weiß, wie ich gerne arbeite.

00:44:01: Ich mag nicht, dass mir jemand auf die Finger guckt und mir jeden Schritt irgendwie vodekliniert.

00:44:07: Also ich lasse mich gerne an meiner Zielerreichung messen aber wie ich da hinkomme, finde ich, mache schon gerne meinen Weg.

00:44:15: Ich stimme das ab, ich nehme auch Leute mit.

00:44:17: Das ist so, das ist schon wichtig.

00:44:18: Aber ich glaube, das habe ich auch mal bin davon ausgegangen, die Leute, mit denen ich gearbeitet hab.

00:44:22: Und es war bei den meisten eben so ticken und Dinge erreichen wollen und gemeinsam ein Ziel verfolgen.

00:44:30: Und deswegen hat für mich eben dieses Thema Marke Kultur und Kultur entsteht durch Leadership.

00:44:37: Das hängt alles sehr eng zusammen, das klingt so ein bisschen nach Phrasendrescherei.

00:44:41: aber ich glaube man muss tatsächlich hinter dem stehen was man sagt.

00:44:46: man muss den Leuten Vertrauen gegenbringen dass sie Dinge bewegen können schaffen können.

00:44:51: natürlich muss man es an einem Stimmung dann auch wieder abstimmen und alles zusammenführen.

00:44:55: Aber diese Kultur Denkt, glaube ich nicht sehr hierarchisch.

00:45:01: Also das ist und vielleicht ist das ein Unterschied.

00:45:03: also Ich höre gerne auch andere Stimmen neben anderen mit rein.

00:45:08: Vielleicht was ich gesagt habe vorhin auch mit Franchise-Nemann deren Meinung enorm wertvoll war Und je nachdem wie man sieht manchmal gesagt ne, wir machen Marketing und es sind Franchises... Also ich hab' das anders gesehen sondern ich glaub', dass so ein System Ob's jetzt McDonalds heißt oder ob's Motor One heißt oder sowas Das wird stark durch Das Zusammenspiel aller Kräfte, die da sind.

00:45:29: Und nicht dadurch dass jeder irgendwo vor sich hinmuckelt und am Ende sagt das war meins oder komisch hat nicht geklappt.

00:45:35: Weil gerade jetzt Marketing ist eine Disziplin, die immer mehr mit allen vernetzt ist, die mit allen sich irgendwie abstimmen zusammenarbeiten muss damit sie ihre Wirkung erzielen kann.

00:45:45: Und das war wahrscheinlich würde ich mal sagen der Führungsstil oder die Leadership, die ich damit reingebracht habe.

00:45:51: also das nur aus meiner sozusagen endgleich eins Beurteilung.

00:45:55: das unterscheidet schon auch viele andere Formen von Führung und passt auch gut zu dem, was zum Beispiel Guido Heffels erzählt hat in der Markenkommunikation von Hornbach.

00:46:05: Dass er sagt es ist genauso gut wenn der Kunde eine gute Idee hat also dieses Teamgefühl sozusagen wir sind hier gemeinsam in einem Boot und egal wo die Idee herkommt.

00:46:15: Wir müssen sie nur erkennen und dann richtig umsetzen.

00:46:18: Also das ist ein Merkmal was du gerade beschrieben hast.

00:46:22: Gut, dass es noch mal explizit darüber gesprochen haben.

00:46:24: Das lohnt sich und wir verlinken in den show notes da nochmal strenger vertrauen führt.

00:46:29: Ja das ja.

00:46:30: die die illusion dass man alles kontrollieren kann was eine mitarbeiter tool ist ja Aber dann enge reporting systeme und meeting marathons Hindern auch an spitzenleistung.

00:46:41: also vom vom ziel her ausdenken von den ergebnissen hier messen Und dann den weg dahin den leuten auch überlassen.

00:46:47: Es hört sich nach ne Winning combination

00:46:52: oft und jetzt nicht immer, aber oft

00:46:55: absolut.

00:46:58: Naja in komplexen system ist es ja wirklich so die illusion von kontroll abgeben.

00:47:03: Jetzt kommen wir zu einer marke die mir ganz nah am herzen ist und zwar ich bin sozusagen kunde der ersten stunde

00:47:11: bei

00:47:12: deinem jetzigen arbeitgeber motel one Und du hast, zwanzig-zweiundzwanzig dann McDonalds auf eigenen Wunsch verlassen.

00:47:19: Du hast dann, glaube ich, Subetical noch gemacht und mal ein bisschen dich in der Welt umgeguckt.

00:47:24: Ein bisschen?

00:47:25: Hat gut getan!

00:47:25: Ja.

00:47:26: Toll.

00:47:27: Also ... War's wahrscheinlich...

00:47:29: Wie gesagt, ich habe McDonalds geliebt bis heute großer Fendermarke aber es war auch so der Punkt auch was anderes wieder zu sehen und einfach also für mich ab der sehr genossen einfach so die einfachen dinge mal zu machen das klingt das wird aber sich morgens mit einer zeitung mal.

00:47:46: An den wiener platz hier in münchen zu setzen kaffee zu trinken und zu gucken was da so passiert oder sich mit freund im morgens mal im victuali markt zutreffen.

00:47:54: also so einfache dinge für die man fairerweise die man jetzt nicht vermisst hat wenn sie nicht mal die sehr sehr schön sind wenn man sie einfach mal wieder tut.

00:48:03: Zeit zu haben.

00:48:04: dann hatte ich aber, doch wieder was gereizt.

00:48:07: Was war das?

00:48:08: Ich wollte auf jeden Fall wiederarbeiten, also das weiß ich nicht.

00:48:11: Also es war so...ich glaube ich bin jetzt kein Aussteigertyp weil ich glaube das hört man auch raus und ich bin wirklich ein Markenenthusiast.

00:48:18: Mir macht es wirklich Spaß dieses Thema für mich wirklich meine Berufen gefunden.

00:48:26: Und dann schaut man sich um, man hört so und dann kam Motor One um die Ecke aber eher so bisschen unauffällig tatsächlich auf LinkedIn Meinem Headhunter.

00:48:38: Und ich dachte, ja höre ich mir mal an als ich habe erst danach gesagt dass es die Marke ist und dann war ich echt so dachte ich war das super spannend weil wie du sagst ich bin ein großer Fan von Moto One gewesen schon bevor ich jetzt hier angefangen hab zu arbeiten.

00:48:53: Ich war ja viel unterwegs auch bei McDonalds und hatte immer so als Reisende vor allen Dingen muss man sagen das Gefühl wenn man alleine einmal unterwegs war Dass man so ein Zuhause hat.

00:49:03: Man kannte alles, man wusste genau was er erwartet ist.

00:49:06: auch das was mir jetzt immer wieder gespiegelt wird wenn mich jemand anscheinend sagt ich übernachte bei dir und sie ist... Ich weiß genau was ich da habe!

00:49:13: Und so ging es mir auch schon.

00:49:15: und ich hatte immer auch das Gefühl, dass zum Beispiel beim Frühstück man ist da irgendwie durch diese ganze Loungeatmosphäre so wie du es aufgesetzt hast.

00:49:22: Man sitzt da und im Englischen heißt so dieses You Blend in.

00:49:26: Das ist so.

00:49:26: dieses.

00:49:27: Man hat nicht jetzt, man sitzt sich alleine am Tisch alle gucken einen an und denken guck mal die kennt niemand die Arme.

00:49:32: Sondern man hat einfach so, man fließt drin und ist dabei.

00:49:37: Und das fand ich immer ein ganz ganz angenehmes Gefühl.

00:49:40: Die Lage war halt immer tip top.

00:49:41: So dann...und ich fand tatsächlich von außen damals die Markenführung ganz grandios.

00:49:47: Du hast es vorhin in deiner super schönen Einleitung ja schon gesagt Ursula Schelle Müller, die das wirklich so der Marke des Gesicht gegeben hat und geprägt hat wusste ich damals alles jetzt so genau nicht, sondern einfach das Gefühl, dass man hatte.

00:50:02: Und dann war ich in den Gesprächen und hatte so mein erstes Gespräch.

00:50:05: Das war schon gut.

00:50:06: Dann hatte ich glaube ich insgesamt fünf oder sechs Gespräche und ging immer sehr, sehr stark um das Thema Kultur, was ich interessant war.

00:50:13: Es war weniger das fachliche, es war auch sein Netz von irgendjemandem mal gesagt naja das setzen wir jetzt mal voraus bei dem Lebenslauf aber dieses passt jemand in das Unternehmen rein.

00:50:25: Da wurde unglaublich drauf geschaut, vielleicht auch weil es natürlich sehr große Fußstapfen sind, in die man tritt muss man sagen also ist wirklich sehr beeindruckende tolle Persönlichkeit von Schelle Müller, so ein Fangirl.

00:50:43: Deswegen wurde da auch sehr viel Wert darauf gelegt dass man jemand hat der sich in diese Kultur einfügt, der da passt.

00:50:50: Und je mehr Spräche ich geführt habe, war zum einen das Thema Marke, was ich ganz treu war.

00:50:54: Aber zum anderen auch die Personen, also damals Dieter Müller und Ursula Schelle Müller, die ich wirklich extrem beeindruckend fand.

00:51:02: Und faszinierend!

00:51:03: Dann hab' ich so gedacht okay hier könnte ich mich sehr gut aufgehoben fühlen und aus einem, weil ich hör's mir mal an wurde ein, wo hoffentlich klappt es?

00:51:12: Ja, auch nicht schön.

00:51:13: Unfallig klappt.

00:51:14: Ja super.

00:51:15: Und inzwischen auch schon fast drei Jahre, also ist es schon... Heute ist wie im Frühvergang.

00:51:20: Genau, also das was du da beschreibst und da würde ich gerne ein bisschen tiefer einsteigen.

00:51:26: Das ist ja so in komplexen Systemen hat eine Gründerpersönlichkeit Und auch selbst wenn man die Leute nicht live erlebt aber dass es bei DM mit Götz Werner so gewesen Also bei wirklich extrem starken kulturell geprägten Marken sind ja diese Menschen die das alles ins Leben gerufen haben total wichtig.

00:51:44: Deshalb wir beide sind weil wir schon lange die Marke kennen, da draußen sind.

00:51:48: Es gibt tatsächlich noch Leute, die Motel One nicht kennen und deshalb wollen wir ein bisschen einsteigen mit der Markengeschichte von Motel one.

00:51:55: also der Name ist erst mal ungewöhnlich für eine deutsche Hotelkette Motelone.

00:52:00: und was war so der Idee?

00:52:02: Alles was sozusagen im kurz durchlauf was eigentlich der Kern

00:52:08: ja der Kern wenn ich die Markel beschreiben müsste ist auch so ein Mantra-Satz, den wir haben dieses wesentliche Besonderes machen.

00:52:15: Also ich glaube das sagt sehr viel über diese Marke aus aber gegründet zwischen vor sechsundzwanzig Jahren von Dieter Müller.

00:52:23: und also die Geschichtsschreibung sagt Die Idee wäre in einer Tiefgarage entwickelt worden, also hier im Café in Heithausen wäre die Idee entstanden und an der Tief garage hätte man quasi in einem Container gebaut und geführt, wie viel Platz braucht denn ein Zimmer um sich wohlzufinden?

00:52:42: Die Grundidee war irgendwie muss Design teuer sein oder kann man auch quasi ein tolles Hotel-Erlebnis bieten zu einem vernünftigen Preis.

00:52:54: Weil damals gab es entweder günstig also jetzt ich meine hier sieht man nicht despektierlich bei einem

00:52:59: bisschen Chitty

00:53:01: oder es gab eben High End fünf Sterne so aber dieses das ist beides auf vernünftige Art und Weise verbunden wird gab es eben nicht.

00:53:08: Und diese Frage muss die sein immer teuer sein, stand glaube ich im Raum.

00:53:12: was braucht wirklich damit sich ein Gast wohlfühlt?

00:53:15: Das wurde wohl dann ausprobiert und so ist Motor One entstanden.

00:53:19: Inzwischen hat Motor One in vierzehn Ländern, wir haben jetzt gerade letztes Jahr von der zweiten Marke The Cloud One, Portugal den Markt mit eröffnet.

00:53:32: Wir haben... Was kann ich noch alles erzählen?

00:53:38: Wir haben über hundertzehn Hotels.

00:53:40: Ich könnte so viel erzählen, deswegen muss jetzt kurz mal mein Gehirn ordnen, weil sich denn jetzt wo ich dann jetzt mal strukturiert anfange, falls es sonst aus mir raussprudelt.

00:53:49: Wie gesagt, über hunderte zehn Hotels in vierzehnt Ländern und die Marke basiert eben sehr stark auf diesem Thema.

00:53:59: Qualität, Design, Lage, Lage-Lage So einem Toppreis.

00:54:05: Also dieses Preis-Leistungsverhältnis und das wird mantrahaft quasi durchgezogen.

00:54:11: also kein Kompromiss beim Thema Lage gemacht, Qualität spielt eine Rolle auch wenn keiner hinguckt.

00:54:17: es sind die Details in denen hier unglaublich auf die hier unglaubliche Wert gelegt werden in jedem Bereich.

00:54:24: Das Thema Servicequalität oder Gastgeber aus Leidenschaft haben.

00:54:27: ganz großes Thema ist auch was einem immer wieder zurückgespielt wird wie toll die Mitarbeitenden sind.

00:54:34: eben nicht so ein antrainiertes Herzlich Willkommen schädig, sondern tatsächlich ein von Herzen kommendes.

00:54:42: Dass man wirklich sich freut, dass es ein Gast da ist und versucht als Problemlöser zu agieren oder eben auch jemand der Menschen willkommen heißt.

00:54:49: also sind ganz viele Punkte die da zusammenspielen.

00:54:52: aber der Kern ist eben tatsächlich dieses sehr funktionale Preis Lage Design Also das immer durchgezogen wird.

00:55:02: Und jetzt ist ja immer toll, wenn andere Leute dein Lied singen und deshalb singe ich jetzt mal als Markenfan das Lied einfach nur aus meiner Wahrnehmung.

00:55:09: Ich habe mich ja viel mit Multisensorik beschäftigt wie multisensorische Reize grundsätzlich Urteile fällen etc.

00:55:16: Was mich von Anfang an begeistert hat es dass was du mit Details sind nicht viel.

00:55:19: sie sind alles Dass du zum Beispiel auf der haptischen Ebene bei Mortal One alles was Du berührst hat.

00:55:25: Qualität Ja also.

00:55:27: und dann andere Dinge die dann die Baukosten zum Beispiel reduzieren Wie zum Beispiel Elektroleitung, Aufputz verlegt in den Zimmern.

00:55:36: Hat wahrscheinlich noch niemand gesehen unten dieser kleine Kabelkanal.

00:55:40: Das kostet deutlich weniger als die Wände aufschlagen.

00:55:46: Keine beweglichen Teile im Badezimmer, die halt kaputt gehen können, Scharniere

00:55:51: etc.,

00:55:51: alles ist fest verbaut.

00:55:53: Ist auf jeden Fall Servicekosten niedriger.

00:55:55: Aber die Amatur, die ich in die Hand nehme, Und die Leuchten sind Artemide und die ganzen Sessel sind Design.

00:56:05: Was ich gehört hab, ist dass am Anfang die Designmöbelhersteller auch skeptisch waren überhaupt zu beliefern weil so ein billig-Designhotel wollen wir dauerhaft präsent sein.

00:56:15: was tut das mit unserer Markenwahrnehmung?

00:56:17: Heute ist ein Designklassiker... Ist das Jakob Jensen?

00:56:21: Ja ne?

00:56:22: Das ist der Stuhl.

00:56:24: Der Eckscher!

00:56:26: Arne Jacobsen, genau.

00:56:29: Das ist ja ein ganz interessantes, das habt ihr einen Signé eigentlich, einen Icon, einen echten Markenkohon und ein distinctive Bryant Asset würde Jenny Roman Jux sagen aus einem existierenden Asset gemacht.

00:56:42: Ja?

00:56:42: Das ist sehr genial mit der Verbindung mit der Farbe.

00:56:46: Mit dem Takis, genau.

00:56:47: Und dann dieses ... Das finde ich auch sehr interessant.

00:56:49: die Kultur, die spürbar ist.

00:56:51: Dieses wirklich auf die Menschen zugehen.

00:56:53: Ich bin noch nie in einem Mortal One so sagen die abgefertigt worden sondern als allererstes haben die alle das was wir vorhin besprochen haben erst mal versucht zu verstehen was es eigentlich das Problem war.

00:57:05: derjenige jetzt da hat und er hat mir wieder gespiegelt ich hab verstanden worum's geht.

00:57:09: ja und jetzt versuchen wir das zu lösen.

00:57:12: Das war ganz toll.

00:57:13: Ja und von daher wundert es mich nicht, dass Motel One weiter wächst?

00:57:18: Ich hätte aus der markentechnischen Frage mal... Aus der Perspektive noch eine Frage.

00:57:24: Cloud One.

00:57:26: war das nötig?

00:57:27: weil Motal One international nicht

00:57:30: so

00:57:30: stark als Name ist.

00:57:31: Weil Motl hat ja so ne Assoziation, du weißt auch in Amerika lange Zeit.

00:57:36: Motil ist eher wirklich billig.

00:57:38: Diese Straßenhotels, die man aus den amerikanischen Thrillern kennt.

00:57:42: Wo dann die Toten nach dem Drogendeal gefunden werden?

00:57:44: Das passiert immer in den Hotels.

00:57:46: Man

00:57:46: hat ein bestimmtes Bild davon.

00:57:51: Ist das der Grund oder wie kam The Cloud One?

00:57:55: Jetzt spreche ich natürlich aus der Vergangenheit weil es vor meiner Zeit passiert.

00:57:59: aber zum Einen ist natürlich es gab die Chance glaube ich dieses Hotel in den USA zu öffnen also das erste Hotel.

00:58:07: Ich glaube, wir waren die erste deutsche Hotelkarte, die ein Hotel in den USA eröffnet hat.

00:58:13: Es gab diese Chance und wie du sagst da war natürlich der Name ja ein Fragezeichen plus.

00:58:21: Motivon hatte eine extrem, extrem starke DNA und eine ganz, ganz klare... Das was die Gäste erwarten ist ganz klar definiert so.

00:58:33: das heißt Wenn ich jetzt irgendwie davon abweiche oder in bestimmte Richtungen auch im guten Abweichen, dann verzeihen das die Gäste sehr wenig.

00:58:42: Also weil sie einfach so sagen, dass ist aber jetzt gar kein Motor One.

00:58:45: also was gut und schlecht ist, wenn man natürlich einfach da so gefestigt hat genau das was du gesagt hast ein Zimmer sieht so aus.

00:58:51: Das ist die Dornbracht-Amatur Da hab' ich die Atemiedelampe, da habe ich meine Lounge, die immer im Design ist.

00:58:57: So mit der Cloud Run habe ich jetzt die Möglichkeit eben auch mal andere Properties zu entwickeln.

00:59:05: Also man hat ein bisschen mehr Flexibilität, was Hotelstandort also nicht Standorte, was Lage betrifft?

00:59:11: Das ist auch Toplagen.

00:59:12: aber was eben den Grundriss auf dem Hotel ist betrefft.

00:59:16: Es gibt ja im Motivon-Clash aber kein Restaurant es gibt keinen Spa, es gibt keine Pool.

00:59:23: Aber dafür gibt's unter einen tollen Motivontos.

00:59:26: Jetzt zum Beispiel das Cloud One dass wir in Les Sabonne öffnet haben.

00:59:30: und jetzt das erste ist eine grandiose Ruftop bar Das hat ein Restaurant tatsächlich drin, einen kleinen Pool.

00:59:37: Also das Hotel ist sehr klein, fast ein Poutique-Hotel.

00:59:42: aber man hat Flexibilität in den Immobilien die man übernimmt und das ist tatsächlich ein Grund dessen und man spricht vielleicht auch nochmal andere potenzielle Gäste an als man es mit Motivon tut.

00:59:57: Okay, danke.

00:59:58: Das ist gut!

00:59:58: Dann lass uns über deine Arbeit sprechen in den drei Jahren die du da warst aber auch das was du jetzt vor hast.

01:00:05: weil Motel One haben wir ja gerade aus der Architektur gewachsen, aus Design dem physischen Erlebnis Service und du kommst ja schon auch aus einer stark kommunikativ getriebenen Marke.

01:00:17: Was heißt das für dich?

01:00:21: Ist das etwas, was auch gewünscht wurde?

01:00:23: Dass Mortal One stärker vielleicht durch die Investoren stärker sichtbar wird.

01:00:28: Dass sozusagen das Wachstum unterstützt wird durch mehr Kommunikation außerhalb der Gebäude und des reinen Produkterlebnisses.

01:00:36: Magst du uns da ein bisschen Einblick geben, was du schon getan hast und was du noch vorhast?

01:00:42: Wie gesagt ich hatte ja den Luxus eine sehr gut geführte Marke zu übernehmen.

01:00:47: Was nicht heißt dass man nicht an bestimmten Schrauben drehen kann.

01:00:50: Also für mich war natürlich ein gewisser Wechsel.

01:00:53: Ich kann mir von der Marke, die quasi sehr stark über also erstmal eine globale Bekanntheit über Jahrzehnte verfügt hat.

01:00:59: Es gibt kaum jemanden, der es McDonalds nicht kannte.

01:01:03: Riesenbudgets wie schon gesagt habe und natürlich eine wahnsinnige Konsistenz auch über die Jahre, was Markenbekantheit etc.

01:01:10: trifft.

01:01:11: So,

01:01:12: Motor One ist insofern anders das natürlich eine jüngere Marke ist, obwohl inzwischen auch schon sechsundzwanzig Jahre alt.

01:01:21: Dieter Müller mal so schön gesagt hat, ach das klingt jetzt aber schon alt.

01:01:24: Ich möchte ja eigentlich schon eher ein junges Start-up sein vom Gedanken her.

01:01:29: Aber es sind sechsundzwanzig Jahre finde ich ist immer noch sehr jung und also da sind natürlich ein paar andere Anforderungen.

01:01:36: und was ich festgestellt habe als ich herkam die Marke ist sehr stark gewachsen auf diesem Thema der funktionalen Kommunikation.

01:01:45: Also dieses Thema Lage, Design, Qualität Und das ist auch gut so ist auch sehr erfolgreich, dass darf man auch nicht davon auch nicht beiseite lassen.

01:01:53: Aber was du vorhin beschrieben hast diese Wärme die eben ganz viele Menschen empfinden und diese Liebe auch tatsächlich zur Marke also das hat mich am meisten fasziniert als ich angefangen habe wenn ich dann bei irgendwelchen Veranstaltungen war dieses Wie viel Begeisterung wird entgegengeschlagen.

01:02:08: wie du auch gesagt hab ich bin Fan der ersten Stunde.

01:02:10: Also das höre ich ganz ganz oft von Menschen dass sie wirklich Unglaublich viele Erlebnisse über die Marke mitteilen oder auch schöne Erlebnisse und sagen, das ist quasi mein Home away from home.

01:02:22: Aber diese Wärme und diese Verlässlichkeit, die tatsächlich auch ein bisschen mehr nach außen zu tragen weil wir ganz stark diesen Designfokus haben der auch wichtig ist, weil er für die Marcke steht du hast es vorhin ganz richtig gesagt also ich glaube in unseren Lobby hat jeder Stuhl einen Namen Das sind alles Designerstücke, da ist auch nicht irgendein Fake.

01:02:43: Sondern das sind wirklich Originale und das spürt man.

01:02:47: Also das war immer so sehr oft wenn ich mit der Frau Schellemühle unterhalten habe aus dieses... Da werden keine Kompromisse gemacht weil der Gast spürts, dass man diese Qualität ernst nimmt und dass einem das wichtig ist.

01:03:01: Auch wenn er vielleicht nicht jetzt kennt, dass es ein Backstallsofa ist oder eine vom dicksten Lampe sondern das ist einfach.

01:03:07: aber man spürtt wie du sagst Wer da steht.

01:03:10: So und das eben dieses, dieses trotzdem das Design spielen zu lassen aber gleichzeitig auch diese Wärme bisschen mehr diese Marke quasi noch mit einem Thema aufzuladen Das fand ich eben tatsächlich weil wir zum Beispiel nie Menschen gezeigt haben in unseren Bildern.

01:03:29: also es ist ja Sehen wir Design, Design.

01:03:32: Preis?

01:03:32: Preisstand früher ganz großen Vordergrund sogar an den großen Schaufenstern oder an den Scheiben.

01:03:41: Ab neunzebzig

01:03:42: Euro.

01:03:45: Und insofern dieses... Natürlich sind die Greensie, das ist die Eintrittsschwelle quasi zu sagen ich muss mir das leisten können.

01:03:52: Ist auch wichtig dass man da eben nicht niemanden aussteht als eine demokratische Marke.

01:03:57: aber eben so sagen Kann ich von dieser klugen Effizienz Erzählung, die ich die ganze Zeit gemacht habe.

01:04:06: Also Lage-Design-Preis kann ich da jetzt umswirzen oder addieren hin zu einer Marke, die man eben bucht nicht nur weil sie funktional richtig ist oder effizient sondern dass man sie eben auch liebt, weil sie eben einen berührt.

01:04:21: und ich glaube diese Marke hat die Power das sie Menschen berührt also tut es Und das eben auch ein bisschen mehr nach außen zu bringen und deswegen haben wir auch tatsächlich diesen Claim like the price of design, jetzt abgelöst mit Design for you.

01:04:34: Also dieses zu sagen das ist für den Menschen.

01:04:36: alles was wir tun ist quasi gedacht aus der Sicht des Menschen oder des Gastes und vielleicht auch nicht nur aus Sicht des Gasten sondern auch Aus Sicht des Mitarbeitenden.

01:04:47: also Wir intern nennen es Human Centered Hospitality.

01:04:52: aber dieses zu Sagen Der Mensch ist im Mittelpunkt Und Alles Was wir tun muss dafür sorgen dass es dem Gast gut geht und dass der eine gute Zeit hat bei uns.

01:05:00: Und ich glaube, das darf man eben auch in der Art wie man als Marke kommuniziert sagen.

01:05:06: Was vorhin ja gesagt, während McDonalds sehr stark über Reichweite geht, passiert das Markenerlebnis bei Motor One ist sehr, sehr stark mit dem Thema Experience.

01:05:16: Ich spüre die Marke natürlich in aller Kommunikation, die wir machen in der Pre-Arrival und Post-Arrive nach dem Abreisen.

01:05:25: Also diese ganzen Dinge, da kommuniziere ich ja als Markel.

01:05:28: Das, wo ich die Marke wirklich spüre jetzt in dem Moment, indem mich das Hotel betrehte.

01:05:33: Also noch bevor ich irgendein Logo gesehen habe, spüre ich ja das was du eben genannte Design.

01:05:38: Ich gehe an den Check-In Counter und im Normalfall erinnere ich nicht wieder genauer Prozess war sondern ich erinner mich daran wie ich mich gefühlt hab als der mich empfangen hatte.

01:05:48: Genau das was Du sagst.

01:05:49: also der hat das Gefühl dass jemand ist der dich erstmal wahrnimmt und der eben auch versucht zu verstehen was es gerade dein Problem ist.

01:05:57: Ob der Prozess jetzt so und so mit Opera, Cloud oder sonst was passiert ist dir als Gast komplett schnurz.

01:06:03: Also die Technik dahinter muss funktionieren.

01:06:05: aber das was den Unterschied macht ist dieser kleine Moment des Willkommens und des Erlebnisses Und dass es glaube ich der große Wechsel Jetzt auch in der Arbeit die ich tue, sehr viel mehr über das Thema Experience und Das vermitteln von diesen kleinen magischen Momenten.

01:06:23: und wie kann man dies skalieren?

01:06:26: Dass das ein großes Thema ist, in dem was wir jetzt gerade tun.

01:06:31: Ja und das Tolle ist dass du ja gar nichts erfinden musst.

01:06:33: es ist ja da die Substanz ist ja so wie grade beschrieben hast Die einfach noch stärker nach außen tragen.

01:06:40: Das war sowieso in den gefühlen schon da ist.

01:06:42: übrigens die markenstärke hat sich mal gezeigt Was gar nicht anders war.

01:06:46: ihr hattet mal ein richtiges software problem ich glaube die seite wurde gehackt oder sowas.

01:06:51: also auf jeden fall ich ernehmlich selber dass die buchungsprozesse nicht mehr funktionierten Bei mir selber, welche Geduld ich da aufgebracht hab.

01:06:58: Um Schiefgelaufende und ich hatte total... Ich so ja vollkommen Verständnis natürlich.

01:07:03: na ne klar dann machen wir das jetzt hier telefonisch Ja aber trotzdem buhre ich bei euch Und da merkte ich bei mir selber wie stark die Verbundenheit zu der Marke war

01:07:12: Weil man Vertrauen hat.

01:07:13: Man hatten Vertrauen dass sie selbst also man weiß inzwischen dass überall Fehler passieren können.

01:07:19: Aber man vertraut der Markel dass quasi Vertrauensvoll auch ist mit dem umgeht was man tut auch wenn was passiert ist und das ist glaube ich wie du sagst dass es ein riesen riesengroßer bonus.

01:07:31: viele in diskussion intern als wer.

01:07:34: Was macht denn die mark aus?

01:07:35: ist das besondere?

01:07:36: weil natürlich jetzt, ich komme ja aus einem sehr klassisch organisierten unternehmen mit Prozessen und so weiter wo man eben auch dieses was ist denn die Positionierung?

01:07:43: wofür stehen wir?

01:07:44: was ist das gefühltes?

01:07:45: war also diese ganzen markengrundlagen die auf mal festzuschreiben jetzt auf den motor one.

01:07:50: und dann haben wir sehr viel über dieses thema verlässlichkeit diskutiert.

01:07:54: Manchmal ist es nicht langweilig.

01:07:58: Es ist eines der stärksten Güter, die man als Marke haben kann.

01:08:02: Gerade in unserer Zeit.

01:08:03: Die Verlässlichkeit und Verläslichkeit sind nicht langeweile.

01:08:07: Das ist immer diese Angst, dass wir im Schlafwagen unterwegs sind.

01:08:13: Nein, sondern diese Verläßlichkeit als hohes Gut zu schätzen und dem Gast das auch zu geben ... finde ich ist wahnsinnig wichtig.

01:08:21: und das genau, was du gesagt hast.

01:08:22: Dann verzeiht man oder dann vertraut man auch drauf dass selbst wenn etwas schief geht.

01:08:26: das wird schon geregelt werden in der guten Art und Weise.

01:08:30: Und ihr seid ja auf eine Weise verlässlich die nicht langweilig ist weil die Zimmer sind immer gleich.

01:08:36: Aber alles, was in der Lobby selber passiert ist ja immer anders.

01:08:39: Nimmt Rücksicht auf den Standort, erzählt die Geschichte allein wie oft ich in Berlin in unterschiedlichen Mortal Ones war und jedes ist anders wenn ich reinlaufe.

01:08:48: An einer Stelle wird die Geschichte der Telekommunikation erzählt.

01:08:51: an einem hackischen Markt ist halt ganz andere Themen diese ganze Flohmarkt Vergangenheit, Vintage Möbel

01:08:59: etc.,

01:09:00: dass das wird da auch zelebriert.

01:09:01: Und das ist etwas genau die richtige Mischung zwischen ... zwanzig Prozent Stimulation und achtzig Prozent Verlässlichkeit.

01:09:07: Das erlebt man immer wieder bei Motor One.

01:09:09: Du hast natürlich auch lokale Künstler, mit denen du arbeitest... ...dass du diese Geschichte des Ortes, an dem sich das Hotel befindet,... ...die immer aufgenommen wird in einer sehr spielerischen und charmanten Art.

01:09:21: Und das ist glaube ich auch, dass du es ausmachst!

01:09:23: Du hast eine Handschrift die du schon erkennst.

01:09:25: Ich finde, du erkennest einen Motor One-Lobby.

01:09:28: Also du erkannst, das ist eine Designhandschrift, die unser Designteam wirklich ganz hervorragend löst Und trotzdem ist jeder anders.

01:09:35: Also keine ist wie die andere

01:09:37: und

01:09:38: trotzdem spürst du, es is eine Motor One Lounge.

01:09:41: Ja siehst du eine Gefahr jetzt in diesem Übergang?

01:09:45: Fremdes Geld bringt auch immer fremde Energie.

01:09:50: Wie geht ihr damit um?

01:09:51: also das was ich gerade gehört habe ist das was vorher Kultur war wollt ihr stärker kodifizieren auch so ein bisschen expliziter machen damit's erhalten bleibt.

01:09:59: aber Wie sieht du das?

01:10:02: Also wie vermeidet man, dass der Spirit aus so einer Marke dann Stück für Stück entweicht, wenn die Gründergeneration eventuell sich in zehn Jahren zurückgezogen hat.

01:10:14: Ich habe ja das große Glück, dass mein Chef als mein CEO, also Co-CEO an den ich berichte ist, der Sohn, der Familie.

01:10:23: Der trägt noch sehr viel Spirit mit und er ist wirklich ein super Chef!

01:10:27: Insofern bin ich auch ganz viel Kulturpower hier.

01:10:31: Aber Spaß beiseite das ist ich glaube, dass es tatsächlich die größte Aufgabe du sagst.

01:10:37: Ich weiß aber gar nicht ob das jetzt das genannte des fremde Geldes kommt, die Herausforderung ist sondern ich glaube da bieten sich auch extrem viele Chancen und auch viele Dinge, das natürlich auch nochmal ein paar andere Perspektiven reinkommen und man vielleicht jetzt auch Dinge tut, die man vorher nicht getan hätte im positiven Sinne.

01:10:56: Was eine größere Gefahr ist wo man wirklich in Auge das Wachstum, dass man trotz wachstums eine Klarheit wählt.

01:11:06: Das wofür die Marke wirklich steht weil man neigt dazu dann ein bisschen zu zerfasern und sagen das machen wir auch nicht so diesen was hier in der gründung für dieses absolut fokussieren auf das was wichtig ist und das also das wesentliche besonders machen.

01:11:22: also du es auch gerade genannt hast Und ich glaube, das ist es wichtig.

01:11:26: Diese Klarheit zu wahren und das, wofür die Marke steht und nicht irgendwie sagen wir machen da noch ein bisschen und dort noch ein bißchen sondern wirklich dieses absolut Fokussierte auf dass was man isst.

01:11:37: und ich glaube das ist die Herausforderung, dass man sich immer wieder ins Gedächtnis ruft und sagt Das ist wer wir sind und Wir machen das jetzt nicht wir Machen das alles nicht komplexer Es wird von alleine komplex.

01:11:49: allein da ich das in vierzehn Ländern bist, dass du jetzt irgendwie wohnen da zehn Hotels heißt still growing ist natürlich die Gefahr, dass Dinge komplexer werden.

01:12:00: Aber nichtsdestotrotz glaube ich muss das nicht an der Kultur ändern wenn man bewusst darauf achtet, dass sie erhalten bleibt.

01:12:09: aber es ist eben auch kein Selbstläufer und das ist das Wichtige.

01:12:12: Das ist nichts was man sagt ja so die ist auch gut passt schon.

01:12:16: also ich glaube das Kultur war es ist dass man immer wieder in den vordergrund stehen auch wirklich drauf achten muss dass die nicht verloren geht.

01:12:24: Ja, sonst ist eingeschlafen im Sattel das Motto.

01:12:26: Das Pferd kennt schon den Weg und es nicht so.

01:12:29: Wir sprachen davon, dass ein großer Teil von dem Markenerlebnis das verhaltene Mitarbeiter ist Und das ist mir auch immer wieder aufgefallen.

01:12:37: wie schafft ihr's da?

01:12:38: Dass sozusagen der dieses diese Marke zum Glüh'n kommt bei denen und dass sie wirklich auch im Selbstverständnis wie Sie den Menschen gegenüber habt in spezielle Akademien.

01:12:49: Ihr seid einen sehr beliebten Arbeitgeber auch in der Hotelbranche ich glaube einer der top Arbeitgeber, so von der Beliebtheit.

01:12:56: Was steckt dahinter?

01:12:58: Weil das ist etwas was natürlich alle Marken da draußen die im Servicebereich unterwegs sind bis hin zu Finanzdienstleistern die noch mit Filialen arbeiten oder sowas total wertvoll.

01:13:11: darüber nachzudenken wie schaffe ich es denn meine Marke zum Leben zu erwecken in den Menschen?

01:13:16: Also dann natürlich erstmal Kudos an unsere People and Culture heißt das bei uns als HR Team, die da wirklich einen sehr guten Job machen.

01:13:25: Auch sehr viel in den Hotels unterwegs sind und auch jetzt an die Führungsebene in den Märkten also die Regional Manager alle die da quasi zu viele schon sehr lange dabei sind auch und diesen Motive One Spirit in sich tragen.

01:13:42: Und der Ursprung all dessen liegt tatsächlich in den Gründern.

01:13:49: Also dieses was du Einmal hier quasi mit so einer Druckbetankung reingegeben hast, als Gründer wie du tippst was du machst.

01:13:58: Also ich fand es immer faszinierend wenn ich auch mal mit Frau Schelle Müller dann im Hotel war oder so wie viel Begeisterung entgegen gekommen ist von Mitarbeitenden die sich gefreut haben dass sie gekommen sind.

01:14:12: also das spürt man das ist nicht gespielt und ich glaube dieses Gefühl in dem Unternehmen im Langevorherrschte wir arbeiten für die Familie Müller Das ist schon was, das getragen hat lange Zeit.

01:14:24: Deswegen habe ich gesagt, dass muss man jetzt weiterführen.

01:14:26: Das macht aber unser People in Culture-Team sehr gut natürlich mit Schulungen hier.

01:14:31: Es gibt hier in unserem Büro einen Campus wo eben auch Liveschulung, Seminare

01:14:37: etc.,

01:14:38: sehr viel passiert.

01:14:40: Aber auch eben sehr viel vor Ort gemacht wird und fängt vermutlich bei der Auswahl der handelten Personen an.

01:14:50: Das ist seine Kleinigkeit, das was ich vorhin gesagt habe.

01:14:52: Dass eben in den Gesprächen, dass sich diese ganzen Gespräche die ich geführt hab sehr stark über das Thema passt jemand da rein stattgefunden haben?

01:15:00: Also das fachliche, das eine aber das war eigentlich eher nebensächlich im Anführungszeichen sondern tatsächlich dieses passt man kulturell hier rein.

01:15:08: und Ich würde jetzt mal verweisen an meine Kollegin von AJH Die kann da viel besser noch darüber erzählen Aber das ist ja so aus quasi Seitenlinie, dass da sehr viel Energie reingeht und zu sagen.

01:15:22: Zu vermitteln du hast hier Chancen.

01:15:24: Du kannst weiterkommen, du kannst hier entwickeln.

01:15:27: was für ein.

01:15:28: natürlich auch ein anstrengender Job.

01:15:30: aber welcher ist es nicht?

01:15:30: Aber du hast natürlich unglaublich viele Möglichkeiten im Hotel dich zu entwickeln.

01:15:36: Ich glaube ich weiß gar nicht ob sie auf dem Berufsgruppe gewohnt die Chance hat auch so im Ausland tätig zu werden zu kalt Dinge zu tun.

01:15:44: Es ist schon ein sehr spannendes Berufsfeld, aber das vermitteln glaube ich unsere Kollegen in dem Bereich auch sehr gut.

01:15:52: Und bemühen sich eben immer dieses Thema Schulungen und Weiterentwicklung und Motor One Spirit auch reinzubringen.

01:15:59: Und da zusammenarbeit mit uns im Marketing, also da bin ich auch sehr dankbar für meine Kolleginnen, mein Counterpart im People and Culture Bereich dass wir da sehr eng zusammenarbeiten, auch wenn wir Markenentwicklung machen.

01:16:13: Die haben jetzt ihre Arbeitgebermarke entwickelt das eben sehr eng mit uns zusammen ist so dass es nicht zwei Dinge sind die separat voneinander passieren sondern dass man sagt beides greift ineinander und beides muss sich auch ergänzen und schlau zusammenspielen weil sonst habe ich also ich glaube Arbeitgebern Marke darf nicht anders sein als Dresd der Markenerlebnisse.

01:16:32: also das muss ineinandergreifen und das ist natürlich auch je besser man da auch miteinander kooperiert und zusammenarbeitet um so wirkungsstärker wird es natürlich auch.

01:16:42: Ja, da halten wir fest Markenführung ist Team Sport und das scheint bei euch gut zu klappen.

01:16:48: Und ein ganz wichtiger Markentouchpoint und das wird ja häufig übersehen dass... ...fünfundsiebzig Prozent der marken Touchpoints die wirklich markenprägend sind eben keine kommunikativen werblichen Touchpoints sind ne?

01:16:59: Das äh..und eure Marke ist ja grundsätzlich aus der aus der Brand Experience herausgewachsen.

01:17:05: Das heißt, dass weiter aufrecht sein wird.

01:17:07: Ich durfte mal tatsächlich neben einem Bewerbungsgespräch in Berlin sitzen und ... Echt?

01:17:14: Hoffentlich bestätigte

01:17:15: jetzt alles was ich

01:17:15: gesagt hab!

01:17:17: Nee, das war super weil da wurde unter anderem auch erzählt, dass es eine Rotation gibt im Hotel, dass jeder auf ganz unterschiedlichen Positionen permanent arbeitet aber jeder muss die harten Position einmal haben Frühstücksdienst dies oder jenes Und da hatte ich auch das Gefühl, der wurde so abgecheckt wie ein neuer Mitbewohner in der Wohngemeinschaft.

01:17:39: So'n bisschen, so'n Chemie-Test, so verlief das Gespräch ein bisschen.

01:17:43: Also wirklich toll!

01:17:44: Aber das ist wichtig, weil

01:17:45: man hier hält so zusammen... also ich glaube nur so kann es auch zusammenhalten

01:17:48: als so.

01:17:49: Ja, ja.

01:17:50: Ich finde ganz toll.

01:17:52: vielen Dank für diese Einblicke im Motel One.

01:17:54: und es zeigt auch, dass spürt man wenn du darüber sprichst die Kraft, Bereich der Identifikation und der Freude auch an der Arbeit entfalten kann, wenn sie authentisch ist.

01:18:07: Wenn man es spürt, da arbeitet man an was Tolle mit!

01:18:09: Man is in nem Team.

01:18:11: Jetzt bist du ja ein selbst bekennender Markenfan.

01:18:14: deshalb würde ich ganz zum Abschluss uns gesprächs mal ganz kurz so in die Helikopter sich Du bist auch in Jury's in tausend juries schon gewesen.

01:18:21: Du kriegst die Branche mit.

01:18:23: Was ist dein aktueller Blick?

01:18:24: Was passiert da gerade?

01:18:26: Was ist gut, was ist schlecht?

01:18:28: und was wünschte dir für die branche was vielleicht in fünf Jahren ein bisschen anders ist.

01:18:34: Es wird ja sehr viel diskutiert über, sagen wir es total erfrischend, dass wir bisher noch nicht über KI gesprochen haben.

01:18:45: Ich glaube das ist die größte Disruption, die jetzt gerade passiert in der Branche dieses apokalyptischen Szenario.

01:18:53: man braucht uns alle nicht mehr und das KI wird alles tun und auf Knopfdruck hat ihr alles erledigt bis hin zu... übernimmt die welt herrschaft.

01:19:02: also ich glaube da alles nicht so dran.

01:19:04: aber ich finde diese ganzen scenarien auch dieses.

01:19:09: Marketing und die rolle vom marketing.

01:19:11: also wie du sagst es gibt ja in vielen pendels und diskussion runden dieses ist marketing nicht mehr wichtig oder ist es umso wichtiger so ein bisschen mir selbst vertrauen würde uns allen glaub ich nicht schaden für das was wir tun.

01:19:27: denn Also jetzt nicht weil ich so eine romantische Sicht auf Marke und Entwicklung von Dingen habe, sondern weil ich einfach glaube wie wir vorhin auch gesagt haben.

01:19:35: es ist ein ganz wichtiger Punkt.

01:19:37: Und je austauschbarer und je zugänglicher Technologie für alle wird das ist einfach so.

01:19:42: also ich kann heute in relativer Geschwindigkeit einer Präsentation erstellen.

01:19:51: Ist die gut?

01:19:52: Also das ist eben mein großer Punkt.

01:19:56: Würde mir zum ein bisschen mehr selbstvertrauen wünschen der branche.

01:20:01: Auch natürlich ist es schwierig.

01:20:02: aber ich glaube wenn du vor zwanzig jahren jemand gefragt hast im marketing ist dein job einfacher hätte auch hier sehr kompliziert geworden.

01:20:09: so jetzt ist vielleicht noch mal komplizierter geworden.

01:20:11: was bietet hat auch wahnsinnig viele chancen und ich habe so muss man sehen, auch k i nutze ich ja und das ist in vielen bereichen hilft es mir als sparringspartner.

01:20:20: also um nochmal vielleicht den gedanken zu zu schärfen oder zu tun was es mir nicht abnimmt, ist Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und Dinge in einem Kontext zu beurteilen.

01:20:31: Und das ist das, was ich teilweise im Kontext vermisse.

01:20:34: dieses... Also ... Ich bin auch immer echt müde, dass das immer gleiche Design von Präsentationen zu sehen, die auch tatsächlich so nicht wirklich dringend sind weil einfach der Kontext manchmal fehlt.

01:20:51: Man darf nicht alles der KI überlassen man darf sie nutzen, man darf sich intelligent nutzen Aber dieses apokalyptische Abgesang auf alles, was der Mensch quasi beiträgt, den sehe ich nicht so.

01:21:04: Und das würde ich mir wünschen, dass das ein bisschen anders oder ein bisschen differenzierter betracht wird.

01:21:12: und in der Branche, was ich sonst noch sehe, glaube es für alle schwierig.

01:21:17: gerade also gerade jetzt im Agenturbereich Auch jetzt in den Marketingabteilungen hört man sehr oft, dass Budgets gekürzt werden.

01:21:27: Aber

01:21:28: vielleicht muss man das auch manchmal als Ansporn sehen?

01:21:30: Weil wie gesagt ich komme aus einem Unternehmen wo ich einen riesen Marketingbudget habe.

01:21:33: Jetzt arbeite ich mit einem ganz anderen Budget aber ich finde es tatsächlich manchmal etwas spannender weil man viel mehr darüber nachdenken muss.

01:21:40: okay wo kann ich denn noch mal irgendwie nun Kohlenkniff irgendwas erreichen?

01:21:44: oder wie kann ich dann vielleicht anders erreichen?

01:21:47: und vielleicht nicht immer nur Reichweite und hohe Budgets die Währung sind

01:21:51: die

01:21:51: über Erfolg entscheiden, sondern vielleicht viel mehr als novere Smartness und ein Urteilsvermögen das Dinge in einem guten Kontext setzt.

01:22:02: Das passt ja auch zum Thema Kreativität also dass kreative ihre Leistung erhöhen können wenn sie Grenzen akzeptieren weil die unbegrenzte Kreativity ist hier das weiße Blatt Malmal was oder hier ist das weiße Blatt, mal deinen letzten Urlaub.

01:22:22: Das ist eine Limitierung, das ist ne Grenze und plötzlich fällt es ganz leicht!

01:22:26: Das heißt also manchmal sind die Grenzen auch stimulierend und dann braucht man das was du gerade sagtest bringen Gedanken auf Schwung und können etwas entstehen lassen wenn eben keine Limits da sind weil die Budgets unendlich sind und man kann sich auch tausend Fehler erlauben weil man hat ja das Geld es wieder zuzudenken.

01:22:42: Das heißt damit finde ich eine positive Art darauf zu blicken was jetzt auf uns zukommt.

01:22:47: und das zweite was ich jetzt mitnehme Ist das worüber wir die ganze gesprochen haben und dass wer als den Kern und die Quelle der Kraft von Marken eben die Kultur, dass das kann die KI nicht leisten.

01:23:00: Das heißt das symbolische Management Die Verbindung zwischen den Menschen und dass wir mehr in so eine moderierende Funktion auch kommen also als markenverantwortliche die Abteilungen miteinander zu koordinieren, was du sagst.

01:23:11: Klarheit in der Ausrichtung und zu bewahren auch.

01:23:15: Also das heißt den Kerns zu bewaren.

01:23:18: Das hast Du auch wohl sehr schön beschrieben.

01:23:20: Ja ich glaube

01:23:20: im Land ist mir dieses Konsistent zu sein.

01:23:23: Also Konsistent also zum einen in der Form.

01:23:26: Ich meine glaub' ich dass es offensichtlichste zu sagen, ich hab immer das gleiche Logo, ich habe immer die gleiche Farbe, ich bin immer distankt.

01:23:31: Aber ich glaube auch, dass es nochmal ganz wichtig auch konsistent in der Substanz zu sein, dass wie sich eine Marke anfühlt Und das ist natürlich jetzt, wenn du genau das Thema Experience erwähnst noch mal viel wichtiger.

01:23:43: Dass ich eben die Marke auch, wenn ich nachts um zwölf mit einem Mitarbeiter an der Rezeption rede, dieses Markengefühl vermittelt und ich glaube, dass ist wichtig, diese Konsistenz in der Form und in der Substanz.

01:23:59: Das übersieht man manchmal aber ich glaube es beides gleich wichtig und da spielt die Kultur dann eben mit rein

01:24:04: Und das hast du vorhin richtig gesagt in Zeiten, wo sich viel verändert.

01:24:06: Viel Volatilität da ist gerade das ein hoher Wert was die Menschen an Marken auch schätzen.

01:24:12: Da ist irgendwas bleibt gleich.

01:24:14: Zum Beispiel der Aufenthalt im Mortal One.

01:24:18: Das ist doch ein schöner Abschluss für dieses Gespräch.

01:24:20: Dann bleibt nur noch konsistent zu sein in Sachen Markenkraft.

01:24:25: Das heißt es gibt immer die letzte Frage Was wenn Du die Möglichkeit hättest den Leuten auf dem Bildschirm, ob er klein ist morgens auf dem Handy oder PC.

01:24:34: So für ein Jahr so einen impulsten Satz eine Aussage einer Erkenntnis oder vielleicht auch nur ne Farbe mitzugeben?

01:24:41: das ist total frei.

01:24:42: was würde da auftauchen morgens?

01:24:45: Die Farbe ist natürlich türkis aber...

01:24:47: Genau auf türkisen Hintergrund!

01:24:49: Auf türkism

01:24:49: Hintergrund, anders geht der überhaupt gar nicht.

01:24:53: Das ist schwierig weil man dazu tendiert jetzt bisschen zu schlafen.

01:24:57: ich glaube ich wird schreiben traurig

01:25:00: Trau dich, auf zu Kiesem Hintergrund.

01:25:04: Das ist super!

01:25:05: Ganz herzlichen Dank, Susanne.

01:25:07: Ich hab das Gespräch sehr genossen und ... Der viel Spaß

01:25:11: gemacht.

01:25:12: Alles klar.

01:25:12: Vielen Dank bis bald.

01:25:14: Danke.

01:25:16: Und das war's für heute.

01:25:18: Vielen dank, dass ihr dabei wart.

01:25:19: Wir hoffen es hat euch genauso viele Freude gemacht wie uns.

01:25:23: Wenn ja empfehlt Markenkraft euren Freunden, euren Bekannten, eurem Kollegen und hinterlassen eine Bewertung.

01:25:28: Es hilft enorm, dass andere diesen Podcast auch entdecken.

01:25:31: Share the love for brands.

01:25:34: Macht's gut für euch selber und die Menschen in eurem Leben!

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